TK Techniker Krankenkasse

Sport als Therapie jetzt auch bei Krebs
bei Diabetes via E-Health: "Diagnose Krebs: Sport ab dem ersten Augenblick steigert Therapieerfolg und Lebenserwartung"

Hamburg (ots) - Anstatt sich zu schonen, sollten sich Krebspatienten schon in der akuten Krebstherapie moderat bewegen, um die körperlichen Belastungen von Operation und Chemotherapie besser verkraften zu können. Aktuelle Studien zeigen, dass etwa Brustkrebs-Patientinnen so ihre Lebensqualität verbessern und auch ihre Lebenserwartung deutlich verlängern konnten. Aus diesem Grund weitet die Techniker Krankenkasse (TK) ihr Angebot "Sport als Therapie" ab sofort auch auf die häufigsten Krebserkrankungen aus. Ebenfalls neu: Ab März gibt es das Programm für Diabetiker und Patienten mit koronaren Herzerkrankungen auch bundesweit als telemedizinische Anwendung.

Voraussetzung dafür ist eine individuell verordnete Sporttherapie mit dem Ziel, den Patienten mehrere Stunden pro Woche einer, seiner Situation angemessenen mittleren Belastung auszusetzen - so wie es das Programm "Sport als Therapie" schon erfolgreich bei Diabetes- und Herzpatienten (KHK) tut.

Abgeschlagenheit, Angst und Kraftlosigkeit - wenn aus gesunden Menschen von einem Moment auf den anderen Krebspatienten werden, fallen viele erst einmal in eine Starre. "Inaktivität ist an sich schon ein Risikofaktor für Krebs", sagt Professor Dr. Martin Halle von der Technischen Universität München (TUM). "Je eher wir damit beginnen, diese Inaktivität in eine Aktivität umzuwandeln, desto besser ist die Prognose des Tumorpatienten", so der Sportmediziner. Und so geht es: Schon während des ersten Krankenhausaufenthaltes stellt der Arzt einen aus mehreren Modulen bestehenden Behandlungsplan auf, der neben gesunder Ernährung, psychoonkologischer Betreuung und einem Gesundheits-Coaching noch während der Chemotherapie und Bestrahlung auch eine Sporttherapie vorsieht. Dabei wird das Trainingsprogramm individuell an die Therapie, die jeweilige Symptomatik und die subjektive Verfassung des Patienten angepasst: "Es geht darum, dass der Patient sich von Beginn an daran gewöhnt, selbst für sich etwas zu tun. Das ist gut für die eigene Psyche. Und die Bewegung fördert die Verträglichkeit der Chemotherapie", so Halle.

"Hightech-Medizin und neue Behandlungsmethoden haben dafür gesorgt, dass die Prognose für viele Krebspatienten heute besser ist als noch vor 25 Jahren", sagt Thomas Ballast, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der TK. "Die Studienergebnisse machen aber deutlich, dass sich die individuellen Therapieergebnisse und Prognosen noch verbessern lassen, wenn Patienten sich aktiv an der Therapie beteiligen", so Ballast. Auch deshalb setzt die TK auf die Eigenverantwortung gut informierter Patienten. Einen neuen Weg gehe die TK auch mit der Erweiterung des Therapieangebotes mithilfe der Telemedizin: "Auf diese Weise bringen wir medizinische Exzellenz aus München an jeden beliebigen Standort in Deutschland. Das ist neu und ein gutes Beispiel dafür, welche Rolle der Faktor 'Digitale Technik' im Wettbewerb um mehr Qualität im Gesundheitswesen zukünftig einnehmen wird", so Ballast.

Zum Hintergrund:

Krebserkrankungen sind in Deutschland die zweithäufigste Todesursache. Bei Frauen wird Brustkrebs am häufigsten diagnostiziert, bei Männern ist in den meisten Fällen die Prostata betroffen. Unterteilt man die Gesamtbevölkerung nicht nach dem Geschlecht, ist Darmkrebs die am häufigsten diagnostizierte Krebserkrankung in Deutschland. Wissenschaftliche Studien belegen, dass die Ernährung und die körperliche Aktivität den Verlauf von Krebserkrankungen beeinflussen.

Die TK bietet das Programm "Sport als Therapie" seit sechs Jahren für Diabetiker und Herz-Kreislauf-Erkrankte an und lässt dieses seit der ersten Stunde wissenschaftlich begleiten. Erste Zwischenergebnisse zeigen: Überlebenswichtige Gesundheitsparameter lassen sich mit Sport auch im höheren Lebensalter langfristig verbessern. So stieg die Leistungsfähigkeit von Diabetikern nach sechs Monaten um knapp ein Zehntel, der Insulinbedarf reduzierte sich um knapp die Hälfte (46 Prozent), und die Herzfrequenz verbesserte sich in dem Maße, als wenn die Patienten ein entsprechendes Medikament genommen hätten. Zudem besserten sich bei den im Durchschnitt 65 Jahre alten Patienten sowohl das Gewicht und der Bauchumfang, auch die Sauerstoffaufnahme nahm bei den Patienten deutlich zu.

Weitere Informationen zum Programm "Sport als Therapie" gibt es im Internet unter www.tk.de (Webcode: 036662).

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