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Lernen, Chatten, Spielen: So surft Deutschlands Jugend

Hamburg (ots) - Die Jugendlichen in Deutschland nutzen das Internet hauptsächlich für die Schule - das meinen zumindest ihre Eltern. Allerdings dicht gefolgt vom Chatten mit Freunden und der Mediennutzung, also Videos angucken und Musik hören. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage hervor, für die das Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) 1.000 Eltern zum Mediennutzungsverhalten ihrer 12- bis 17-jährigen Kinder befragt hat. 90 Prozent der Jugendlichen zwischen 16 und 17 Jahren chatten im Internet mit Freunden. Bei den 12- bis 13-Jährigen sind es bereits über drei Viertel.

"Der Austausch mit Freunden, Videos schauen und Musik hören sind Hobbys, die auch in allen vorherigen Teenagergenerationen einen großen Stellenwert hatten, nur der Kanal hat sich bei der 'Jugend 3.0' ins Netz verlagert," sagt York Scheller, Diplom-Psychologe bei der Techniker Krankenkasse. "Das bedeutet aber auch, dass sie insgesamt mehr Zeit vor dem Bildschirm verbringen. Gesundheitsexperten empfehlen mindestens eine Stunde Bewegung am Tag. Das schaffen gerade einmal drei von zehn Jungen und nur jedes fünfte Mädchen."

Sechs von zehn Eltern vertreten laut der Studie die Meinung, dass die sozialen Netzwerke für die Kinder ein unverzichtbares Medium sind, um Schule und Freizeit zu organisieren. Durchschnittlich 55 Prozent der Jugendlichen nutzen sie schon. Gleichzeitig hat aber unter den Eltern jeder zweite die Sorge, dass das eigene Kind im Internet schlechte Erfahrungen macht. Dazu zählen Mobbing, Belästigungen oder Betrugsversuche. Zudem haben viele Angst, dass ihre Kinder Inhalte im Netz sehen, die für ihr Alter ungeeignet sind.

Mit dem Alter steigt auch der Grad der Vernetzung: So nutzen 35 Prozent der 12- bis 13-Jährigen die sozialen Netzwerke. Bei den Jugendlichen zwischen 14 und 15 Jahren sind es schon knapp zwei Drittel und bei den 16- bis 17-Jährigen 77 Prozent. "Das könnte darin begründet sein, dass die meisten sozialen Netzwerke eine Altersbeschränkung haben und wie im Fall von Facebook erst ab 13 Jahren erlaubt sind," so Scheller.

Nicht nur mit Lernen und Chatten, sondern auch mit Spielen verbringen die Jugendlichen laut ihrer Eltern die Zeit im Internet. Online-Spiele sind über alle Altersgrenzen hinweg beliebt - allerdings stärker bei Jungen (65 Prozent) als bei Mädchen (35 Prozent). Auffällig ist, dass über die Hälfte der Eltern von 12- bis 13-Jährigen ihre Kinder online spielen lässt. Dabei kontrollieren nur drei von zehn, wo ihre Kinder im Internet unterwegs sind. 40 Prozent der Eltern geben zudem keine Limits vor, wie viel ihre Kinder online sein dürfen.

Doch was sagen eigentlich die Jugendlichen selbst über ihre Online-Nutzung? In der "JIM-Studie" hat der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren befragt. Das Ergebnis: Die meiste Zeit verbringen sie mit Kommunikation, insbesondere in Online-Communities. Von den 179 Minuten täglich sind sie lediglich 48 Minuten für die Schule im Netz.

Hinweis für die Redaktionen:

Der Film "Jugend 3.0 - mit Sicherheit ins Netz" kann auf der Website der TK unter dem Webcode 656684 angesehen werden. Alternativ ist der Film als DVD unter dem Webcode 654988 bestellbar.

Für die Umfrage hat Forsa im Auftrag der TK im Juli 2014 bevölkerungsrepräsentativ 1.000 Eltern befragt, wie es um das Mediennutzungsverhalten und die Gesundheit ihrer 12- bis 17- jährigen Kinder steht. Die Ergebnisse sind in der Broschüre "Jugend 3.0 - abgetaucht nach Digitalien?" zusammengefasst. Sie steht unter presse.tk.de zum kostenlosen Download bereit und kann unter dem Webcode 657920 bestellt werden. Die Pressemappe mit der Zusammenfassung der Studienergebnisse sowie Infografiken, Pressefotos und TV-Rohschnittmaterial zu den Ergebnissen gibt es ebenfalls unter www.presse.tk.de.

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