TK Techniker Krankenkasse

Techniker Krankenkasse: Leichtes Plus in 2000

    Hamburg (ots) - Die Techniker Krankenkasse (TK) hat heute in
Hamburg eine positive Bilanz für das Geschäftsjahr 2000 vorgelegt.
Zum Ende des vergangenen Jahres konnte sie ein leichtes Plus von 80
Millionen Mark verbuchen. "Wir freuen uns über das Ergebnis, in
Relation zum Haushaltsvolumen von 22,5 Milliarden Mark ist der
Überschuss aber kein Grund für Luftsprünge", sagte Professor Dr.
Norbert Klusen, Vorsitzender des TK-Vorstandes. Die Ergebnisse der
gesamten gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für das erste Quartal
2001 hätten gezeigt, dass auf den Krankenkassen ein enormer
finanzieller Druck laste. "Wenn die Regierung Budgets ohne wirksamen
Ersatz abschafft und der GKV immer weitere milliardenschwere
Einnahmeverluste und Mehrausgaben aufbürdet, darf sie sich nicht
wundern, wenn das Ziel einer Senkung der Sozialabgaben in weite Ferne
rückt", so Klusen.
    
    Im Jahr 2000 konnte die TK rund 3.100 Mitglieder hinzugewinnen,
der Zuwachs war damit geringer als in den Vorjahren. Mit 5,3
Millionen Versicherten ist die TK eine der größten Krankenkassen in
Deutschland.
    
    Größter Posten: Risikostrukturausgleich
    
    Größter Ausgabenposten der TK war mit knapp sieben Milliarden Mark
erneut der Risikostrukturausgleich (RSA). Damit musste sie auch im
vergangenen Jahr rund ein Drittel ihrer Beitragseinnahmen als
Stützungszahlungen an andere Kassen, hauptsächlich an die
Ortskrankenkassen abführen. "Die Elemente der jetzigen RSA-Reform
sind ordnungspolitisch falsch, setzen Anreize zur
Unwirtschaftlichkeit und werden die Versorgung kranker Menschen nicht
verbessern - auch wenn dies noch so oft behauptet wird", sagte
Klusen.
    
    Entwicklung in den alten Bundesländern
    
    Die Einnahmen der TK in den alten Bundesländern stiegen im Jahr
2000 um 2 Prozent je Mitglied, während sich die Leistungsausgaben um
3,1 Prozent erhöhten. Besonders deutlich war der Zuwachs bei den
Ausgaben für Arzneimittel (plus 8,6 Prozent). Aber auch bei den Heil-
und Hilfsmitteln (plus 5,3 Prozent) und beim Krankenhaus (plus 5,1
Prozent) waren die Steigerungsraten überproportional. Die
Verwaltungskosten erhöhten sich leicht um 1,1 Prozent. Sie machten im
vergangenen Jahr einen Anteil von 4,4 Prozent am Gesamtaufwand aus.
    
    Entwicklung in den neuen Bundesländern
    
    In den neuen Bundesländern ging die Schere zwischen Einnahmen und
Ausgaben weiter auseinander als im Westen. Die Einnahmen je Mitglied
waren im vergangenen Jahr leicht rückläufig, demgegenüber stiegen die
Leistungsausgaben um 5,9 Prozent. Spitzenreiter war der
Arzneimittelbereich mit einem Zuwachs von 17,7 Prozent je Mitglied.
Auch die Ausgaben für Heil- und Hilfsmittel (plus 9,1 Prozent) und
für die Krankenhausbehandlung (plus 7,8 Prozent) erhöhten sich
deutlich. Die Verwaltungskosten weisen mit 1,2 Prozent eine moderate
Steigerung auf; ihr Anteil am Gesamtaufwand betrug 4,3 Prozent.
    
    Pflegeversicherung
    
    Die TK Pflegeversicherung verzeichnete im vergangenen Jahr
Beitragseinnahmen in Höhe von rund 2,7 Milliarden Mark. Dem standen
Leistungsausgaben von 540 Millionen Mark gegenüber. Mit knapp 2,1
Milliarden Mark musste die TK Pflegeversicherung knapp 80 Prozent der
Einnahmen an den gesetzlichen Ausgleichsfonds abgeben, aus dem andere
Pflegekassen Stützungszahlungen erhalten.
    
    Für Internet-Nutzer steht der TK-Geschäftsbericht 2000 auch im
Internet unter www.tk-online.de zum Download zur Verfügung.
    
ots Originaltext: Techniker Krankenkasse (TK)
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