TK Techniker Krankenkasse

Keine Ausweitung von Subventionen
TK-Verwaltungsrat verabschiedet Resolution

    Hamburg (ots) - Scharfe Kritik übte der Verwaltungsrat der
Techniker Krankenkasse (TK) an den Plänen der Politik, den
Risikostrukturausgleich (RSA) noch weiter auszubauen. "Hier sollen
langfristig wirkende Entscheidungen getroffen werden, die zu
Unwirtschaftlichkeit und Bürokratie führen, aber kein einziges
Problem lösen würden", sagte Wolf Garling, Vorsitzender des
TK-Mitgliederparlamentes. Erforderlich sei vielmehr eine
strukturierte und zukunftsorientierte Weiterentwicklung der
gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) statt einer Ausweitung von
Milliardensubventionen aus Beitragsgeldern.
    
    Der TK-Verwaltungsrat fordert die Politik daher in einer heute
verabschiedeten Resolution auf, von diesem kurzsichtigen und für die
GKV insgesamt schädlichen Vorhaben Abstand zu nehmen. Vorrang müsse
die Erarbeitung einer schlüssigen und wettbewerbsorientierten
Rahmenordnung für die solidarische Krankenversicherung haben.
    
    Hauptnutznießer der geplanten RSA-Erweiterung wären einmal mehr
die Ortskrankenkassen, die seit Einführung dieses
Umverteilungssystems schon über 110 Milliarden Mark als
Stützungszahlungen von anderen Kassen bekommen haben. Das entspricht
rund 85 Prozent der bislang umverteilten Summe von 130 Milliarden
Mark.
    
    Die Techniker Krankenkasse ist der größte Einzelzahler im
Risikostrukturausgleich. Seit Beginn des RSA hat sie über 40
Milliarden Mark an andere Kassen abgeführt. Die jährliche
Zahlungsbelastung liegt bei rund sieben Milliarden Mark. Das
entspricht etwa einem Drittel der TK-Beitragseinnahmen.
    
    
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