TK Techniker Krankenkasse

TK: Fauler Kompromiss zum Risikostrukturausgleich

Hamburg (ots) - Die Verständigung der beiden Gutachtergruppen auf einen gemeinsamen Vorschlag zur Erweiterung des Risikostrukturausgleichs (RSA) ist nach Auffassung der Techniker Krankenkasse (TK) ein fauler Kompromiss. "Hier zeigt sich, dass in der Politik Minus mal Minus eben nicht Plus ergibt", sagte Professor Dr. Norbert Klusen, Vorsitzender des TK-Vorstandes. Die einzelnen Bestandteile seien schon für sich genommen wettbewerbsfeindlich und kostentreibend. Das Konglomerat bahne jedoch endgültig den Weg in eine Einheitsversicherung, in der Wirtschaftlichkeits- bemühungen und Kundenorientierung keine Rolle mehr spielen würden. Die Politik sollte sich das Heft des Handelns nicht von Theoretikern aus der Hand nehmen lassen und die Gutachten besser ad acta legen. Sie hätten die Wissenschaft bereichert, taugten aber nicht für die Praxis, so Klusen. Auf Druck von Bundesgesundheitsministerin Schmidt hatten sich die Gutachtergruppen IGES/Wasem/Cassel (Auftraggeber: BMG) und Lauterbach/Wille (Auftraggeber: Verbände der Orts- und Innungskrankenkassen sowie der Ersatzkassen) auf einen Kompromiss verständigt, mit dem die unterschiedlichen Vorschläge unter einen Hut gebracht werden sollen. Danach soll der RSA mittelfristig an der Morbidität ausgerichtet werden. Zuvor sollen Kassen Bonuszahlungen erhalten, wenn sich ihre Versi- cherten mit bestimmten chronischen Erkrankungen zur Teilnahme an speziellen Versorgungsprogrammen verpflichten. Kurzfristig soll ein so genannter Risikopool eingeführt werden, durch den die einzelne Kasse die Ausgaben pro Fall nur noch bis zur Höhe von rund 20.000 Mark selbst tragen muss. An allen darüber hinaus gehenden Ausgaben wäre sie nur noch zu 20 Prozent beteiligt. 80 Prozent müssten von der Gesamtheit aller Kassen getragen werden. Außerdem sieht der Kompromiss die Einführung der so genannten Wechsler- komponente vor. Danach würden Kassen, die neue Mitglieder aufnehmen, finanzielle Nachteile in Kauf nehmen müssen. Die Vorschläge sind nach Auffassung der Techniker Krankenkasse bürokratisch, minimieren die Wirtschaft- lichkeitsanreize und machen den Wettbewerb in der gesetzlichen Krankenversicherung zunichte. ots Originaltext: Techniker Krankenkasse Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen: Dorothee Becker, Pressesprecherin Tel. 040 - 6909 - 1783, Fax 040 - 6909 - 1353 E-Mail: Dorothee.Becker@TK-online.de Original-Content von: TK Techniker Krankenkasse, übermittelt durch news aktuell

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