TK Techniker Krankenkasse

AOK-Forderungen zur Subventionsausweitung: "Im Himmel ist Jahrmarkt!"

Hamburg (ots) - Die Wunschliste der Ortskrankenkassen zur Erweiterung des Risikostrukturausgleichs (RSA) wird von der Techniker Krankenkasse (TK) scharf kritisiert. "Bei der Formulierung seiner Forderungen hat sich der Verwaltungsrat des AOK- Bundesverbandes offenbar von der Devise 'Im Himmel ist Jahrmarkt' leiten lassen", sagte Wolf Garling, Vorsitzender des TK-Verwaltungsrates. Es werde deutlich, dass die Ortskrankenkassen die Gunst der Stunde nutzen wollten, um sich von der Politik ihre lang gehegten Wünsche erfüllen zu lassen. Die AOK hatte gefordert, den RSA um einen Risikopool mit niedrigen Schwellenwerten, einen so genannten "Chronikerpool" und einen "Erstattungspool" zu erweitern. Daneben plädieren sie auch weiterhin für die zusätzliche Einbeziehung der Verwaltungskosten in den RSA, die derzeit aus guten Gründen nicht Bestandteil des Umverteilungssystems sind. Bereits heute fließen mit rund 19 Milliarden Mark pro Jahr etwa 80 Prozent des RSA- Volumens als Stützungszahlungen an die Ortskrankenkassen. Dieses Geld müssen die Wettbewerber der AOK aus den Beiträgen ihrer Mitglieder und deren Arbeitgeber aufbringen. Bei den Forderungen nach einer RSA-Erweiterung werde so getan, als ginge es nur den Ortskrankenkassen um die Versorgung kranker Menschen. "Mit ihrem Wunschzettel hat die AOK aber deutlich gemacht, worum es ihr wirklich geht - nämlich um die Durchsetzung von Eigeninteressen zu Lasten ihrer Wettbewerber", sagte Garling. Dies sollte allen die Augen öffnen. Die Forderungsliste ist nach Ansicht der TK der nur noch mühsam kaschierte Wunsch nach einer Einheitsversicherung, in der die Patienten mit Sicherheit das Nachsehen hätten. Gewinner wären nicht die kranken Menschen, sondern die Ortskrankenkassen selbst, die mit Hilfe eines erneuten warmen Geldregens ihre Finanzen aufbessern wollten. Statt nach immer neuen Möglichkeiten zur Erhöhung der Stützungszahlungen zu suchen, sollte die AOK ihre Energien lieber darauf verwenden, wie sie ihre Wirtschaftlichkeit auch aus eigener Kraft verbessern kann. Damit wäre den Versicherten wirklich gedient, so Garling. Die Techniker Krankenkasse muss jetzt schon jährlich rund sieben Milliarden Mark und damit ein Drittel ihrer Beitragseinnahmen in den Risikostrukturausgleich abführen. Sie ist der größte Einzelzahler dieses Umverteilungssystems, dessen Volumen fast doppelt so groß ist wie das des Länderfinanzausgleiches. http://www.TK-Online.de ots Originaltext: Techniker Krankenkasse Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen: Dorothee Becker, Pressesprecherin Tel. 040 - 6909 - 1783, Mail: Dorothee.Becker@tk-online.de http://www.TK-Online.de Original-Content von: TK Techniker Krankenkasse, übermittelt durch news aktuell

Themen in dieser Meldung


Das könnte Sie auch interessieren: