TK Techniker Krankenkasse

Akupunktur: Startschuss für neuartiges Modellvorhaben gefallen

Berlin (ots) - In Berlin fiel heute der Startschuss für ein bundesweit einmaliges Akupunktur-Modellvorhaben: Mit einer umfassenden Studie will die Techniker Krankenkasse (TK) wissenschaftlich fundierte Belege liefern, dass Akupunktur wirksam und wirtschaftlich ist. Neben weit verbreiteten Schmerzleiden wie Migräne, anderen Kopfschmerzen und Wirbelsäulen-Syndromen umfasst das auf acht Jahre angelegte Projekt auch Akupunktur-Behandlungen für Allergiker. Das Besondere: Erstmalig in der gesetzlichen Krankenversicherung werden wie in klinischen Forschungen zwei Patientengruppen miteinander verglichen. "Wir haben die wichtigsten Indikationen für Akupunktur-Behandlungen in diesem Modellvorhaben erfasst", sagte TK-Vorstandsmitglied Helmuth Doose zum offiziellen Start in Berlin. Mit Heuschnupfen, allergischem Asthma und klassischen Schmerzleiden sei das Modell umfassend und komme dem Bedarf der Versicherten entgegen. Gleichzeitig sei eine solide wissenschaftliche Evaluation gewährleistet. Dabei würden drei Fragen gleichberechtigt untersucht: die Sicherheit der Akupunktur, die Wirkungen unter Alltagsbedingungen ("effectiveness") und die Wirtschaftlichkeit. Alle Akupunktur-Behandlungen im Rahmen des TK-Projektes erfolgen bei Vertragsärzten, die eine von den Ärztekammern anerkannte Zusatzausbildung von mindestens 140 Stunden absolviert haben. Die Behandlungsergebnisse werden dokumentiert und vom Institut für Arbeits-, Sozialmedizin und Epidemiologie an der Berliner Charité ausgewertet. Der Arzt entscheidet, welche Patienten in die Studie passen. Freiwillig können sich die Versicherten mit einer so genannten Randomisierung einverstanden erklären. Das heißt, sie werden dann nach dem Zufallsprinzip in zwei Studiengruppen aufgeteilt: Eine Gruppe erhält die Akupunktur sofort, die andere erst nach drei Monaten. Für jede Sitzung, die mindestens 30 Minuten dauern muss, kann der Arzt dem Patienten bis zu 70 Mark in Rechnung stellen. Die TK erstattet dem Patienten diese Kosten abzüglich eines Eigenanteils von 10 Prozent. Ausgenommen davon sind Versicherte, die auch von gesetzlichen Zuzahlungen (z.B. für Arzneimittel) befreit sind. Sie brauchen keine Eigenbeteiligung zu leisten. Gleiches gilt für Patienten, die sich mit der Randomisierung einverstanden erklärt haben. Bei chronischen Erkrankungen können zehn, in begründeten Fällen bis zu 15 Akupunktursitzungen pro Patient und Jahr durchgeführt werden. Bei akuten Erkrankungen sind es zwei Sitzungen, in begründeten Fällen sind bis zu drei weitere Sitzungen möglich. Rund 3.500 Ärzte haben sich bislang als Teilnehmer bei der TK akkreditiert, rund 8.100 Vertragsärzte mit der geforderten Zusatzausbildung wurden zunächst bundesweit angeschrieben. "Wir rechnen mit insgesamt rund 6.000 teilnehmenden Ärzten, wenn das Modellvorhaben richtig angelaufen ist", so Helmuth Doose. Am Modellvorhaben können volljährige Versicherte der Techniker Krankenkasse teilnehmen, bei denen der Arzt eine der folgenden Erkrankungen festgestellt hat: Migräne, Kopfschmerzen, Lendenwirbelsäulen-Syndrom (LWS-Syndrom), Heuschnupfen (allergische Rhinitis), allergisches Asthma, Halswirbelsäulen-Syndrom (HWS-Syndrom) oder Menstruationsschmerzen (Dysmenorrhoe). --------------------------------------------------------------------- ! Bitte beachten Sie bei einer Antwort an diese TK-online.DE-Adresse, ! dass aus Sicherheitsgruenden der Empfang von Mails mit Anhaengen ! oder von Mails > 50 KByte nicht moeglich ist. Dies ist nur an die ! TK-Online.NET-Adressen erlaubt. Erkundigen Sie sich ggf. bei Ihrem ! TK-Ansprechpartner. http://www.TK-Online.de --------------------------------------------------------------------- ots Originaltext: Techniker Krankenkasse Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen: Pressesprecherin Dorothee Becker, Tel. 040 - 6909 - 1783 Original-Content von: TK Techniker Krankenkasse, übermittelt durch news aktuell

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