TK Techniker Krankenkasse

TK: Subventionsausweitung ist nicht akzeptabel

    Hamburg (ots) - Als völlig inakzeptabel bezeichnete die Techniker
Krankenkasse (TK) Überlegungen, den Risikostrukturausgleich (RSA)
auszuweiten. Im Zwischenbericht eines Gutachtens, das vom
Bundesgesundheitsministerium in Auftrag gegeben worden war, finden
sich insbesondere die Vorschläge, den RSA um eine direkte
Morbiditätsorientierung zu erweitern, die Verwaltungskosten der
Kassen in die Umverteilung einzubeziehen und neben dem RSA ein
weiteres Ausgleichssystem zu schaffen.
    
    "Hier haben sich die Protagonisten der Umverteilung ans Werk
gemacht und ebenso alte wie untaugliche Vorschläge aus der
Mottenkiste geholt", sagte Professor Dr. Norbert Klusen, Vorsitzender
des TK-Vorstandes. Unter dem Deckmantel der Solidarität würden
Subventionsmechanismen aufgebläht, anstatt sie schrittweise zurück-
zuführen. "Der Wirtschaftlichkeit und einem auf innovative Such-
prozesse gerichteten Wettbewerb würden damit weitere Fesseln
angelegt, und das kann nicht im Interesse der Versicherten sein", so
Klusen weiter. Die TK teile die Auffassung des Bundesverbandes der
Betriebskrankenkassen, dass es die Aufgabe des RSA sei,
Chancengleichheit und nicht Ergebnisgleichheit herzustellen.
    
    Überrascht sei man von den Vorschlägen allerdings nicht, so
Klusen. In der Ausschreibung zu den Inhalten des Gutachtens hätte das
Ministerium gezielt auf eine Ausweitung des RSA abgestellt und ebenso
gezielt sei die Auswahl der Gutachter getroffen worden. Wer die
Literatur kenne, hätte schon vorher gewusst, was kommen würde. Es sei
davon auszugehen, dass die Vorschläge zu harten Auseinander-
setzungen führen werden.
    
    Die TK ist der größte Einzelzahler im Risikostrukturausgleich.
Allein im Jahr 1999 musste sie mit 7,4 Milliarden Mark mehr als ein
Drittel ihrer Beitragseinnahmen an andere Kassen abführen. Nutznießer
der Umverteilung sind nach wie vor die Ortskrankenkassen, die im
vergangenen Jahr 18 Milliarden Mark von anderen Kassen erhalten
haben. Im RSA werden mittlerweile 23,5 Milliarden Mark umverteilt -
doppelt soviel wie im Länderfinanzausgleich.
    
    
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