TK Techniker Krankenkasse

TK: Risikostruktur-Ausgleich belastet Jahresergebnis 1999

Hamburg (ots) - Die Techniker Krankenkasse (TK) hat heute in Hamburg ihre Jahresergebnisse 1999 vorgestellt. Die Beitragseinnahmen der Krankenversicherung stiegen bundesweit auf rund 21 Milliarden Mark, 500 Millionen Mark mehr als im Jahr zuvor. Über den Risikostruktur-Ausgleich (RSA) musste die TK als größter Einzelzahler mit 7,4 Milliarden Mark wieder mehr als ein Drittel ihrer Beitragseinnahmen an andere Kassen abführen. Die RSA-Belastung ist gegenüber dem Vorjahr um eine halbe Milliarde Mark gestiegen. Die erheblichen Zusatzbelastungen im Risikostruktur-Ausgleich führten dazu, dass das Jahresergebnis 1999 insgesamt einen Ausgabenüberschuss von 340 Millionen Mark ausweist. "Es ist absurd, dass eine solide wirtschaftende Kasse wie die TK das Haushaltsjahr 1999 mit einem Minus abschließen muss, nur weil wir gezwungen sind, mit mehr als einem Drittel unserer Beitragseinnahmen andere Kassen zu subventionieren", sagte Professor Dr. Norbert Klusen, Vorsitzender des TK-Vorstandes, vor Journalisten in Hamburg. Dabei habe der RSA sein ursprüngliches Ziel, gleiche Startchancen zu Beginn des Kassenwettbewerbs zu schaffen, längst erreicht. Klusen: "Die hohen Unterstützungsleistungen führen mittlerweile zu Wettbewerbsverzerrungen, die nicht länger hinnehmbar sind." Die Transferleistungen sollten daher schnellstmöglich reduziert werden. Klusen: "Die TK schlägt vor, in einem ersten Schritt das Umverteilungsvolumen linear um zehn Prozent zurückzuführen." Das entspräche einer Summe von insgesamt etwa 2,3 Milliarden Mark - weniger als ein Prozent der gesamten GKV-Leistungsausgaben. Im Ergebnis würden die Ausgleichsverpflichtungen der Zahlerkassen um zehn Prozent sinken, und die Empfängerkassen erhielten zehn Prozent weniger an Subventionszahlungen. Im Geschäftsjahr 1999 konnte die TK über 60.000 Mitglieder hinzugewinnen. Durch die Fusion mit der Gärtner-Krankenkasse zum 1. Januar 2000 kamen außerdem mehr als 135.000 Mitglieder neu zur TK. Mit insgesamt 5,3 Millionen Versicherten ist das Unternehmen die drittgrößte deutsche Krankenkasse. Der Beitragssatz beträgt seit zwei Jahren unverändert 13,2 Prozent. Die Leistungsausgaben der TK in den alten Bundesländern stiegen 1999 um 2,1 Prozent je Mitglied. Insbesondere die Ausgaben für Zahnersatz (plus 12,1 Prozent) und für Arzneimittel (plus 7,4 Prozent) erhöhten sich deutlich. Nahezu unverändert blieben die Ausgaben für die Krankenhausbehandlung. Sie machten mit einem Anteil von 26 Prozent jedoch weiterhin den größten Kostenblock auf der Leistungsseite aus. In den neuen Bundesländern erhöhten sich die Leistungsausgaben um 2,2 Prozent je Mitglied. Überproportional entwickelten sich vor allem die Ausgaben für Zahnersatz (plus 16,6 Prozent). Sehr erfreulich entwickelten sich die Verwaltungskosten. Im Westen blieb der Anteil am Gesamtaufwand mit 4,3 Prozent auf niedrigem Niveau stabil, im Osten sank er sogar deutlich von 4,8 auf 4,3 Prozent. Die TK hat auch 1999 die gesetzlichen Gestaltungsmöglichkeiten genutzt, um eine Reihe von Modellvorhaben auf den Weg zu bringen. So wurden das Projekt "Herausforderung Schlaganfall" und das "Medizinische Qualitätsnetz München" etabliert. Zudem startete die TK im vergangenen Jahr ein Modellprojekt zur Förderung der ambulanten Kinderchirurgie sowie eine Kooperation mit einer Klinik zur evidenzbasierten Medizin. In Zusammenarbeit mit vier Krankenhäusern hat die TK 1999 auch eine Studie begonnen, in der die Umstellung auf eine durchgängige Pauschalpreissystematik nach sogenannten Diagnosis Related Groups untersucht werden soll. In der TK-Pflegeversicherung betrugen die Beitragseinnahmen 1999 rund 2,6 Milliarden Mark. Die Leistungsausgaben für die rund 30.000 pflegebedürftigen TK-Versicherten machten jedoch nur 474 Millionen Mark aus. Mit 2,1 Milliarden Mark musste die TK Pflegeversicherung rund 80 Prozent der Einnahmen an den gesetzlichen Ausgleichsfonds abgeben, aus dem andere Pflegekassen subventioniert werden. Für Internet-Nutzer steht der Geschäftsbericht auch auf der Homepage der Techniker Krankenkasse unter der Adresse www.tk-online.de. ots Originaltext: Techniker Krankenkasse Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen: Dorothee Becker Pressesprecherin der Techniker Krankenkasse Tel: 040 - 6909 1783 Original-Content von: TK Techniker Krankenkasse, übermittelt durch news aktuell

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