Volkskrankheit Kopfschmerz: Tipps gegen das Schädelbrummen

Hamburg (ots) - Der Schädel brummt, die Schläfen pochen, es drückt, bohrt oder sticht. Fast jeder zweite Deutsche leidet regelmäßig unter Kopfschmerzen. Experten schätzen, dass es bis zu 250 unterschiedliche Kopfschmerzarten gibt. Die häufigste Form ist der pochend-ziehende Spannungskopfschmerz, von dem rund 29 Millionen Deutsche von Zeit zu Zeit betroffen sind. Die Techniker Krankenkasse (TK) gibt Tipps, die helfen können, Kopfschmerzen vorzubeugen beziehungsweise zu lindern:

· Viel Bewegung! Ein Spaziergang oder besser Sport an der frischen 
Luft beugt Kopfschmerzen vor. Am besten sind Ausdauersportarten wie 
Walking oder Rad fahren. Dreimal 30 Minuten Training in der Woche 
schützt vor Attacken und kann die Schmerzen mildern. 

· Entspannungsmethoden erlernen! Stress ist oftmals Auslöser für 
Kopfschmerzen. Besonders gut eignen sich Autogenes Training und die 
progressive Muskelentspannung nach Jacobsen zum Stressabbau. 

· Genügend trinken! Wenn man zu wenig Wasser trinkt, wird das Blut zu
dick, die Sauerstoffversorgung der Zellen lässt nach, der Kopf 
beginnt zu schmerzen. Zwei bis drei Liter am Tag beugen 
Flüssigkeitsmangel vor. 

· Regelmäßige Essenzeiten einhalten! Hunger beziehungsweise ein 
absinkender Blutzuckerspiegel können Kopfschmerzen verursachen. Gut 
tun Kopfschmerzgeplagten Lebensmittel mit viel Magnesium wie 
Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Fisch. Der Mineralstoff sorgt für
entspannte Muskeln und beruhigt die Nerven. 

· Einige Lebensmittel meiden! Möglichst wenig Fett und Süßigkeiten 
essen. Bestimmte Nahrungsmittel können Kopfschmerzen auslösen. Hierzu
zählen unter anderem reifer Käse, Rotwein, Schokolade, Weizen, 
Schweinefleisch und der Geschmacksverstärker Glutamat. Eine Tasse 
Kaffee kann hingegen Wunder wirken. Der Koffeinschock regt die 
Durchblutung an. Wirkt besonders gut bei Nichtkaffeetrinkern. 

· Regelmäßiger Schlaf-Wach-Rhythmus! Schlafmangel oder zu viel Schlaf
können Kopfschmerzen auslösen. Am besten immer zur gleichen Zeit ins 
Bett gehen und wieder aufstehen. 

· Kühlung kann Kopfschmerzen lindern: Ein Gelkissen oder zerstoßene 
Eiswürfel aus dem Kühlfach für etwa eine Minute auf die Stirn, 
Schläfen oder in den Nacken legen. Dann eine Pause von etwa drei 
Minuten einlegen und das Ganze wiederholen. 

· Eine Schläfenmassage mit Minzöl wirkt erfrischend und entspannt die
Muskulatur. Einfach einige Tropfen auf die Schläfen tupfen und in 
kreisenden Bewegungen mit den Fingerspitzen einmassieren. 

· Bei verspannten Muskeln können Wärmepackungen oder eine 
Föhn-Massage helfen: Hierzu den Föhn mit mäßig warmer Temperatur 
einige Minuten über Nacken, Schultern und Hinterkopf kreisen lassen. 
Auch ein warmes Vollbad (38 Grad) entspannt die Muskulatur. 
Badezusätze mit Rosmarin fördern die Durchblutung und verstärken die 
entkrampfende Wirkung. 

· Zähne überprüfen lassen! Kopfschmerzen können durch Fehlbelastungen
im Kiefer ausgelöst werden. Abhilfe kann eine Beißschiene für die 
Nacht schaffen. 

· Gelegentliche Kopfschmerzen können mit gängigen Schmerzmitteln 
behandelt werden. Die rezeptfreien Tabletten höchstens an zehn Tagen 
im Monat und maximal drei Tage hintereinander einnehmen. Sind die 
Schmerzen dann nicht verschwunden, sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Denn: Durch die regelmäßige Einnahme von Kopfschmerztabletten, oft in
steigender Dosierung, können sich Dauerkopfschmerzen entwickeln. 

Bei immer wiederkehrenden Beschwerden sollte man genau feststellen, um welche Art von Kopfschmerzen es sich handelt. Um das herauszufinden, helfen oft Fragebögen und Kopfschmerztagebücher. Diese und weitere Informationen enthält die TK-Patienteninformation "Kopfschmerzen", die unter www.tk-online.de in der Rubrik "Formulare & Broschüren" zum Download bereit steht. Angebote zu den TK-Entspannungskursen findet man in der Rubrik "Fit & Well".

Hinweis für die Redaktionen

Weitere Presse-Informationen und Illustrationen rund um das Thema "Kopf" gibt es im aktuellen TK-Medienservice "Unser Kopf: Geistesblitze, brummende Schädel und haarige Zeiten", der unter www.presse.tk-online.de heruntergeladen werden kann.

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