TK Techniker Krankenkasse

TK: Risikostrukturausgleich hat groteske Folgen

Hamburg (ots) - Als skandalös bezeichnete die Techniker Krankenkasse (TK) jüngste Auswirkungen des Risikostrukturausgleichs (RSA). "Am Beispiel der AOK Sachsen zeigt sich, zu welchen Übersteuerungen der RSA mittlerweile führt", sagte Wolf Garling, Vorsitzender des TK-Verwaltungsrates. Diese Entwicklungen seien grotesk. Die finanzielle Situation der AOK Sachsen ist von hohen Einnahmeüberschüssen gekennzeichnet. Sie hat das Jahr 1999 mit einem Plus von 217 Millionen Mark abgeschlossen, das Presseberichten zufolge bis zum nächsten Jahr dank weiter steigender RSA-Zuwendungen auf eine Milliarde Mark anwachsen soll. Daran werde deutlich, dass der RSA offenbar auch Gelder umverteile, die gar nicht benötigt würden, so die TK. Schon heute erhält die AOK Sachsen im Wege des RSA weit über eine Milliarde Mark pro Jahr von anderen Kassen. "Es ist unverantwortlich, dass bei der geplanten Überprüfung des RSA Absenkungen des Umverteilungsvolumens überhaupt nicht diskutiert werden", sagte Garling. "Hier zeigt sich deutlicher Nachbesserungsbedarf bei der Ausschreibung des Gutachtens, das das Bundesgesundheitsministerium in Auftrag geben will." Nach Auffassung der TK bestehen angesichts der Formulierungen über Ziel und Inhalte des Gutachtens erhebliche Zweifel, ob eine ergebnisoffene Prüfung überhaupt gewünscht sei. Im RSA werden jährlich rund 22 Milliarden Mark umverteilt, von denen rund 18 Milliarden Mark allein den Ortskrankenkassen zufließen. Größter Einzelzahler ist die Techniker Krankenkasse mit mehr als sieben Milliarden Mark pro Jahr. Das entspricht einem Drittel ihrer Beitragseinnahmen. ots Originaltext: Techniker Krankenkasse Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen: Pressesprecherin Dorothee Becker, Tel. 040 - 6909 - 1783 Original-Content von: TK Techniker Krankenkasse, übermittelt durch news aktuell

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