TK Techniker Krankenkasse

TK: Haushalt mit unverändertem Beitragssatz beschlossen
Startschuss für neues Modellvorhaben und Leistungsverbesserungen

Bremen (ots) - Auf der Basis eines unveränderten Beitragssatzes von bundesweit 13,2 Prozent hat der Verwaltungsrat der Techniker Krankenkasse (TK) heute den Haushalt 2000 verabschiedet. Das Gesamtvolumen des TK-Haushaltes beläuft sich auf 25,7 Milliarden Mark. Davon entfallen 23 Milliarden Mark auf die Krankenversicherung und 2,7 Milliarden Mark auf die Pflegeversicherung. Wolf Garling, Vorsitzender des TK-Verwaltungsrates, wies anlässlich der Haushaltsberatungen auch auf die finanzielle Entwicklung in der gesamten gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) hin. "Der finanzielle Druck auf die Krankenkassen hat nicht nachgelassen. Auch wenn das Bundesgesundheitsministerium von einer Milliarde Überschuss für das Jahr 1999 in der GKV ausgeht, bedeutet dies keine finanzielle Entspannung." Bezogen auf das gesamte Ausgabenvolumen der GKV mache der erwartete Überschuss lediglich 0,4 Prozent aus. Nach Ansicht Garlings ist es darüber hinaus notwendig, dass nach der geplanten Überprüfung des Risikostruktur-Ausgleichs (RSA) zwischen den Krankenkassen die Subventionszahlungen verringert werden. "Sechs Jahre nach Beginn der Umverteilung ist es höchste Zeit, das Transfervolumen zu reduzieren", forderte er. Die TK muss im Jahr 2000 mit 7,2 Milliarden Mark wiederum ein Drittel ihrer Beitragseinnahmen über den RSA an andere Kassen, hauptsächlich an die Ortskrankenkassen, abführen. Mit mehreren Satzungsänderungen gab der TK-Verwaltungsrat außerdem den Startschuss für ein neues Modellvorhaben und Leistungsverbesserungen. Zusammen mit der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe und dem Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke führt die TK ein Modellprojekt zur besseren Kooperation zwischen niedergelassenen Ärzten und dem Krankenhaus durch. Ziel ist es, die Qualität und Wirtschaftlichkeit der Patientenversorgung in der Modellregion Witten-Herdecke insbesondere an der Schnittstelle von ambulantem und stationärem Sektor zu verbessern. Dadurch sollen Doppeluntersuchungen und unnötige Krankenhauseinweisungen vermieden werden. Das Modellvorhaben ist eines der ersten in Deutschland, bei dem ein Krankenhausträger von Anfang an beteiligt ist. Durch den sektorübergreifenden Ansatz trägt es damit zur Weiterentwicklung von Managed Care in Deutschland bei. Den Zuschuss bei ambulanten Vorsorgeleistungen für chronisch kranke Kleinkinder verdoppelt die TK von 15 auf 30 Mark täglich. Damit wird der Spielraum, den der Gesetzgeber durch die Gesundheitsreform eröffnet hat, zugunsten der Versicherten voll ausgeschöpft. Nach Wiedereinführung der Prävention durch die Gesundheitsrefom 2000 wird die TK künftig wieder Maßnahmen zur Gesundheitsförderung anbieten. Diese Möglichkeit wird die TK für gezielte, wissenschaftlich fundierte und evaluierte Angebote in den Bereichen Bewegung, Ernährung, Stressreduktion/Entspannung nutzen. Zuvor ist noch der Abschluss der Rahmenvereinbarungen der Spitzenverbände der Krankenkassen zu den prioritären Handlungsfeldern und zur Umsetzung erforderlich. ots Originaltext: Techniker Krankenkasse Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Für Rückfragen: Pressesprecherin Dorothee Becker, Tel.: 040-6909-1783 Original-Content von: TK Techniker Krankenkasse, übermittelt durch news aktuell

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