Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Massive Umweltentlastung bei der Herstellung von Winkelriemchen

    Bad Laer/Osnabrück (ots) -
    
    Innovative Idee des Klinkerriemchenwerkes Feldhaus GmbH & Co. KG
    spart 500.000 Kubikmeter Erdgas im Jahr
    
    DBU-Generalsekretär übergab Bewilligung für neues Projekt
    
    Eine jährliche Einsparung von 500.000 Kubikmetern Erdgas, 40.000
Litern Dieselöl, 2.500 Tonnen Kohlendioxid und 8.000 Tonnen Ton sowie
ca. 75 Prozent weniger Energieverbrauch im Vergleich zu herkömmlichen
Verfahren: Die Umweltentlastung, die durch die innovative Idee des
Unternehmens Klinkerriemchenwerk Feldhaus GmbH & Co. KG (Bad Laer)
entsteht, ist enorm. Doch selbst diese Werte will das Unternehmen
noch verbessern. Die Entwicklung des weltweit einmaligen Verfahrens
hatte die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), Osnabrück,  bereits
mit 640.000 Euro unterstützt. Um die massive Umweltentlastung auch
auf weitere Winkelriemchentypen übertragen zu können, überreichte
Fritz Brickwedde, Generalsekretär der DBU, am heutigen Donnerstag
Bernhard Feldhaus, Geschäftsführer und Inhaber des
Klinkerriemchenwerkes Feldhaus, die Bewilligung für ein neues
Projekt. "Trotz einer allgemein rezessiven Baubranche stellt die
Produktion von Winkelriemchen, die in Verbindung mit linearen
Riemchen meist zur Abdeckung von Wärmedämmstoffen eingesetzt werden,
einen Wachstumsmarkt dar. Diesen Trend wollen wir nutzen, um das
umweltverträgliche Verfahren noch weiter voranzubringen", sagte
Brickwedde. Die DBU fördert hier mit 123.000 Euro.
    
    Mit dem im Januar abgeschlossenen DBU-Projekt habe sich das
mittelständische Unternehmen auf die Entwicklung eines
Fertigungsprozesses konzentriert, bei dem vor allem der übliche
Materialabfall von 85 Prozent deutlich vermindert werden sollte. "Die
Einsparung weiterer Rohstoffe und Energie ergab sich dann fast von
selbst", erläuterte Feldhaus. Die innovative Idee: Anstatt die
Winkelriemchen aus einem massiven Stein zu schneiden, werde der Ton
in der benötigten Winkelform "gepresst" - es falle dadurch kein
Ziegelabfall mehr an. Der "gewaltige Fortschritt in der
Winkelriemchenherstellung", so Brickwedde, "mache sich auch in der
ökonomischen Rechnung der Firma bemerkbar. So könne man mit der
gleichen Menge Ton fast sechsmal so viele Winkelriemchen herstellen,
wie mit dem herkömmlichen Verfahren".
    
    Da bei der ersten Förderung vor allem die Entwicklung des
Fertigungsprozesses und der dafür nötigen Maschinen im Vordergrund
gestanden habe, wolle das Klinkerriemchenwerk Feldhaus GmbH & Co. KG
nun mithilfe der erneuten Förderung durch die DBU das Verfahren auch
auf weitere Winkelriemchentypen übertragen. Dabei gehe es vor allem
um die sogenannten "Dünnbett-Winkelriemchen", die sehr häufig bei der
Sanierung von Altbauten und dem Einbau von Wärmedämmstoffen in
Verbindung mit linearen Dünnbett-Riemchen zum Einsatz kämen. "Dieser
Typ ist sehr schmal und damit hervorragend für die Verblendung von
wärmedämmenden Materialien geeignet", sagte Brickwedde. Doch eben
dieser Vorteil stelle die Herstellungstechnik vor eine
Herausforderung, da die Stärke von nur neun Millimetern besondere
Abstimmung erfordere. Die DBU habe sich daher entschlossen, auch
dieses Projekt, von dem sich das Unternehmen eine Steigerung der
Energie- und Materialeinsparung auf ca. 85 Prozent erhoffe, zu
unterstützen.
    
    "Nicht zuletzt hat es unsere Förderung ermöglicht, ein
mittelständisches Unternehmen, das innovative und umweltschonende
Produkte herstellt, zum weltweit modernsten Anbieter werden zu
lassen", hob Brickwedde hervor. Er zeigte sich erfreut, dass es
erneut einer kleinen Firma mithilfe der DBU gelungen sei,
produktionsintegrierten Umweltschutz überzeugend erfolgreich
umzusetzen. Auch das Beispiel des Klinkerriemchenwerkes Feldhaus GmbH
& Co. KG zeige, dass Ökologie und Ökonomie einander optimal ergänzen
könnten.
    
    
ots Originaltext: DBU
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Inhaber und Geschäftsführer des Klinkerriemchenwerkes Feldhaus
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