Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Sachsens Umweltminister Flath von DBU-Projekten bei TerraTec begeistert

Leipzig / Osnabrück (ots) - Deutsche Bundesstiftung Umwelt auf der Fachmesse in Leipzig noch bis Freitag vertreten - Energie- und Abfallentsorgungsprojekte im Blick Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), Osnabrück, nutzt ihren Auftritt auf der TerraTec in Leipzig, um einem interessierten Fachpublikum zehn innovative Energie- und Abfallentsorgungsprojekte vorzustellen. Am gestrigen Eröffnungstag nahm auch Sachsens Umwelt- und Landwirtschaftsminister Steffen Flath (CDU) die Gelegenheit wahr, sich am Stand der DBU über die Arbeit der europaweit größten Umweltstiftung zu informieren. Die DBU ist während der TerraTec gemeinsam mit ihren Projektpartnern mit einem Stand in Halle 3 (Stand F46) vertreten, um Beispiele ihrer Fördertätigkeit mit bundesweitem Modellcharakter zu präsentieren. "Die Messe soll innovative und bereits erfolgreich verwirklichte Projektideen einer breiten Öffentlichkeit vorstellen, aber auch neue Projektpartner aus dem Mittelstand für eine Förderung der Stiftung interessieren", erläuterte Franz-Georg Elpers, Pressesprecher der Stiftung, in einer Pressemitteilung. Besonders beeindruckt habe sich Minister Flath von einem Projekt aus seinem Bundesland gezeigt: Der BUSSE GmbH aus Leipzig-Baalsdorf (Sachsen) sei es mithilfe eines innovativen Mikrofiltrationsverfahrens gelungen, für dünn besiedelte Gebiete eine kostengünstige und ökologische, dezentrale Abwasserentsorgung zu entwickeln. Konventionelle Reinigungsverfahren, wie sie bisher in solchen Gegenden Anwendung finden, seien klärtechnisch und hygienisch unzureichend. Die durch die Anlage der BUSSE GmbH nach der Abscheidung von Grobstoffen, der Reinigung durch Mikroorganismen und -filter behandelten Abwässer seien von einer hygienisch hohen Qualität. "Das gereinigte Wasser kann ohne Bedenken beispielsweise zur Gartenbewässerung weiter benutzt werden", sagte Elpers. Ebenfalls einem Abfallentsorgungsproblem habe sich die Gesellschaft für Fernwärmeversorgung (FWS) aus Meißen (Sachsen) gewidmet. Sie habe am Standort Radebeul ein Holzheizkraftwerk entwickelt und errichtet, in dem mit Schadstoffen belastetes Holz für den Betrieb des Kraftwerks verwertet werden könne. "Jährlich fallen in Deutschland rund 21 Millionen Tonnen Rest- und Gebrauchtholz an, wovon nur etwa fünf Tonnen verwertet werden", machte Elpers deutlich. Die restlichen 16 Millionen Tonnen bildeten das Potenzial für eine energetische Verwertung vor allem im Bereich der Kraft-Wärme-Kopplung. Zu den innovativen Projektpartnern, die sich auf der TerraTec mit einer erfolgreich umgesetzten Idee präsentieren, gehöre auch die Neue Energie Verbund AG (NEVAG) aus Bietigheim-Bissingen (Baden-Württemberg). Ihre faltbaren Sonnenkollektoren könnten wie Schmetterlinge ihre Flügel schließen und so vor äußeren Einflüssen wie Sturm und Kälte geschützt werden. Das neue Konzept eines faltbaren Parabolkollektors verbessere die Wirtschaftlichkeit solarthermischer Kraftwerke. Sie tragen dazu bei, die Verbrennung fossiler Brennstoffe zu vermindern und unnötige Emissionen des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) zu vermeiden. "Zu regenerativen Energien gibt es keine sinnvolle Alternative. Die Endlichkeit fossiler Energieträger ist seit langem bekannt und verlangt ein Umdenken", betonte Elpers. Produkte wie der faltbare Sonnenkollektor der NEVAG könnten hierzu beitragen. Um die Akzeptanz von regenerativen Energien, insbesondere der Solartechnik, auch bei Handwerkern zu steigern, habe die target GmbH mit Sitz in Hannover ein spezielles Schulungsprogramm für das Sanitär-Heinzungs-Klima-Gewerbe (SHK) entwickelt. Die in Niedersachsen durchgeführte Fortbildungsmaßnahme "Qualifizierung SHK-Fachkraft Solarthermie" solle Betriebe des Handwerks motivieren und befähigen, solarthermische Anlagen zu planen, zu installieren und zu warten. Der target GmbH sei es gelungen, Projektpartner aus Handwerk, Forschung und Weiterbildung zu gewinnen, um ein möglichst umfassendes und kontinuierliches Weiterbildungskonzept zu verwirklichen. Nur durch Bündelung dieser Kräfte könnten Berührungsängste der Handwerker abgebaut und theoretisches Wissen über Solartechnik vertieft werden. Ein weiteres, sehr erfolgreiches Projekt sei das DBU-Programm "Kirchengemeinden für die Sonnenenergie". Bis zum März 2001 habe die DBU bereits 155 Anträge mit über 5,3 Millionen Mark Fördersumme bewilligt. Die Stiftung wolle mit diesem Programm die Vorbildfunktion der Kirchen nutzen, um den Ausbau der Solarenergie auch im privaten Sektor voranzutreiben. Kirchengemeinden sollten motiviert werden, solarthermische oder fotovoltaische Demonstrationsanlagen auf ihren Gebäuden zu installieren. Besonderes Augenmerk liege für die DBU dabei auf öffentlichkeitswirksamen Maßnahmen (Faltblätter, Infoveranstaltungen), die eine umfassende Finanzierung erführen. Nach einer Verdoppelung des Fördervolumens auf 20 Millionen Mark könnten jetzt bis zu 600 Kirchengemeinden in den Genuss einer finanziellen Unterstützung durch die DBU gelangen. ots Originaltext: Deutsche Bundesstiftung Umwelt Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Tel. 05 41/96 33-521 Fax 05 41/96 33-198 Franz-Georg Elpers E-Mail: fg.elpers@dbu.de Original-Content von: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), übermittelt durch news aktuell

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