Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

"Blaues Gold" massiv unter Druck: DBU-Akademie zur "Zukunft Wasser"

Ostritz (ots) - Wasser, das Blaue Gold: benötigt, begehrt und eines der Schlüsselthemen des 21. Jahrhunderts. Bevölkerungswachstum, Industrialisierung, Verstädterung und der Klimawandel wirken sich auf den Wasserkreislauf aus und machen den lebenswichtigen Stoff knapp. "Wir alle müssen massive Anstrengungen zum nachhaltigen Schutz und zur Nutzung von Wasser und Gewässern unternehmen", unterstreicht Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Unter dem Titel "Zukunft Wasser" rufen die weltweit größte Umweltstiftung und die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall während der 15. DBU-Sommerakademie vom 14. bis 19. Juni anerkannte Fachleute und Persönlichkeiten, internationale DBU-Stipendiaten und Interessierte zusammen: Im Internationalen Begegnungszentrum Ostritz-St. Marienthal sollen Lösungsansätze diskutiert und Empfehlungen für den Umgang mit dem Grundstoff Nummer eins formuliert werden.

Das vom Menschen benötigte Süßwasser macht zweieinhalb Prozent des weltweiten Wasservorrats aus. Weltweit betrachtet hat sich der Wasserverbrauch in den vergangenen einhundert Jahren fast verzehnfacht. Rund 50 Länder gelten heute als von Wassermangel bedroht, 1,1 Milliarden Menschen haben keinen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser. Laut der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung könnte sich diese Zahl bis 2030 fast verdoppeln. "Wasserknappheit kann zu erheblichen sozialen und politischen Spannungen führen", ordnet Brickwedde die Bedeutung des diesjährigen Akademiethemas ein: "Wasser und Frieden hängen eng miteinander zusammen."

Zum Auftakt am Montag, 15. Juni, berichtet der sächsische Umweltminister Frank Kupfer über Gewässerschutz und Wasserwirtschaft in Sachsen. Über die neuesten Erkenntnisse der Klimaforschung wird Dr. Jürgen Kropp vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung in seinem Vortrag "Zukunft Klima - Die Welt im Wandel" sprechen. Weltweit gibt es 261 grenzüberschreitende Flüsse, 19 haben mehr als fünf Anrainerstaaten. Die damit verbundenen Probleme zur Nutzung des Flusswassers thematisieren die Vereinten Nationen (United Nations, UN), indem sie das Jahr 2009 zum UN-Jahr "Transboundary Rivers" ausgerufen haben. Dr. Fritz Holzwarth vom Bundesumweltministerium stellt das UN-Jahr in St. Marienthal vor. Der DBU-Umweltpreisträger Dr. Hans Huber spricht über "Innovative Wassertechnik als Chance für Umwelt und Wirtschaft".

Am Dienstag, 16. Juni, beginnen die drei parallel stattfindenden Arbeitsgruppen (AG). Die AG "Produktionsintegrierter Umweltschutz (PIUS) und Energieeffizienz" diskutiert unter anderem über umweltentlastende Beispiele aus der Textil-, Papier- und Chemieindustrie, über zahlreiche Anwendungen so genannter Membrantechniken und über die Kreislaufführung von Prozesswässern. Eine zweite AG hat Beispiele dezentraler Wasserwirtschaft - etwa in Rumänien - zum Inhalt. Unter dem Titel "Wasser und Natur" befasst sich die dritte AG in einem ersten Teil mit der "Wasserrahmenrichtlinie der Europäischen Union - Schwerpunkt Wasserstraßen und Ökologie", in einem zweiten Teil mit grenzüberschreitendem und nachhaltigem Fließgewässerschutz.

Am Mittwoch, 17. Juni, finden die Exkursionen der Sommerakademie statt. Sie führen unter anderem nach Hirschfelde, wo der Spül-, Reinigungs- und Waschmittelhersteller fit besichtigt werden kann. Am Donnerstag, 18. Juni, wird die Arbeitsgruppe "PIUS und Energieeffizienz" fortgesetzt. Weitere Gesprächsrunden finden statt zu den Themen "Bildung und Kommunikation" sowie "Wasser und Klima". Die Sommerakademie endet am Freitag, 19. Juni, mit einer Podiumsdiskussion zum Thema "Zukunft Wasser im globalen Wandel". Die Teilnehmer sind Friedrich Barth von der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit, Prof. Dr. Dietrich Borchardt vom Magdeburger Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung, Egon Harms vom Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverband, Christoph Heinrich vom World Wide Fund for Nature Deutschland und Dr. Helge Wendenburg vom Bundesumweltministerium. Weitere Informationen zur Veranstaltung inklusive des ausführlichen Programms finden sich unter http://www.dbu.de/550artikel28471_135.html. Für Interessierte sind nachträglich Anmeldungen möglich bis zum 12. Juni (Sabine Lohaus, Zentrum für Umweltkommunikation der DBU: s.lohaus@dbu.de).

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