Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT)

VPRT-Jahreshauptversammlung: Private Radiosender fordern deutliche Einschränkung der ARD-Radiowerbung
- Primetime-Werbeverbot am Morgen
- Zulässiges Werbevolumen bei den ARD-Radios muss reduziert werden

Berlin (ots) - Die Fachbereichsversammlung Radio und Audiodienste des Verbandes Privater Rundfunk und Telemedien e. V. (VPRT) hat im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Verbandes den Einstieg in den Ausstieg aus der ARD-Radiowerbung gefordert. In einem ersten Schritt soll im 14. Rundfunkänderungsstaatsvertrag das Primetime-Werbeverbot, das jetzt schon für die Werbung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen gilt, auch auf die ARD-Hörfunksender übertragen werden. Ihnen soll Werbung für die Radio-Primetime von 6 bis 10 Uhr untersagt werden. Zudem sollen die unterschiedlichen Begrenzungen, die für die ARD-Anstalten im Bereich Werbung gelten, reduziert werden. Der VPRT spricht sich dafür aus, dass die Anstalten zukünftig einheitlich in maximal zwei Programmen 10 bis 20 Minuten im Jahresdurchschnitt pro Werktag werben dürfen. Das zulässige Kontingent dürfe nicht von Programm zu Programm übertragen werden. Zur Zeit ist Werbung je nach Anstalt zwischen 60 und 128 Minuten möglich.

Hans-Dieter Hillmoth, Vizepräsident des VPRT und Vorsitzender des Fachbereichs Radio und Audiodienste: "Wie auch im Fernsehmarkt beeinträchtigt die Werbung in den öffentlich-rechtlichen Programmen unsere wirtschaftlichen Spielräume und verzerrt den Wettbewerb. Wenn im Zusammenhang mit dem 14. Rundfunkänderungsstaatsvertrag der Einstieg in den Ausstieg aus der Fernsehwerbung bei ARD und ZDF diskutiert wird, muss dies auch für das Radio gelten. Unser Vorschlag ist ein realistischer Schritt, auch für den Hörfunk mehr Marktgerechtigkeit zu schaffen." Hillmoth erläuterte, dass die ARD mit Hörfunkwerbung mehr Umsätze erziele, als mit ihrer Fernsehwerbung.

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