Verband Privater Rundfunk und Telemedien e.V. (VPRT)

Online-Werbeumsatz hat sich verdoppelt

    Bonn (ots) -          Gemeinsame Presseerklärung von:

    Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger e.V. (BDZV)
    Verband Deutscher Zeitschriftenverleger e.V. (VDZ)
    Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation e.V. (VPRT)
    
    
    Der Online-Werbeumsatz im deutschen Markt hat sich im vergangenen
Jahr mehr als verdoppelt und ist auf rund 150 Millionen Mark
gestiegen. Online ist damit ein etablierter Werbeträger geworden und
hat inzwischen eine Größenordnung erreicht, die der von
Zeitungssupplements vergleichbar ist. Dies haben Erhebungen des
Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), des Verbandes
Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) und des Verbandes Privater
Rundfunk und Telekommunikation (VPRT) ergeben. Auch für das Jahr 2000
rechnen die drei Medienverbände damit, dass sich das rasante Wachstum
fortsetzt. Ersten Einschätzungen zufolge werden die Werbeumsätze im
Internet auf über 300 Millionen Mark steigen.
    
    Maßgebend für die erfolgreiche Entwicklung ist die Werbewährung
der "Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von
Werbeträgern" (IVW). So hat sich die Zahl der IVW-geprüften
Online-Medien im vergangenen Jahr um 25 Prozent auf 204 Werbeträger
erhöht. Die Nutzung dieser Internet-Angebote hat sich im selben
Zeitraum verdreifacht und ist auf rund eine Milliarde Seitenabrufe
(PageImpressions) gestiegen.
    
    Der Online-Markt soll weiter vorangetrieben werden. Die drei
Medienverbände suchen deshalb nach präzisen Methoden, um quantitative
und qualitative Zielgruppendaten der Internet-User zu ermitteln. Die
hierfür im Markt angebotenen Panel-Verfahren zeichnen sich derzeit
noch durch eine Reihe von Schwächen aus. Sie sind nicht repräsentativ
für den ganzen Markt und erfassen lediglich die Online-Nutzung in
Privathaushalten. Damit werden mindestens 50 Prozent der
Internet-Nutzung in Deutschland nicht berücksichtigt. Auch die
Erfassung neuer Zugangswege zum Internet, zum Beispiel via Handy, ist
problematisch. Zudem erfordert die Komplexität des Online-Marktes
sehr große und teure Panel, um seriöse Aussagen über die Nutzung
einzelner Online-Medien zu ermöglichen. Die Medienverbände sind
deshalb der Ansicht, dass die Panel-Verfahren weiter entwickelt und
verfeinert werden müssen, um das IVW-Verfahren zu ergänzen.
    
    Für Rückfragen:
    BDZV    Dr. Thomas Breyer-Mayländer, Tel.: 0228-81004 29
    VDZ      Holger Busch, Tel.: 0228-38203 35
    VPRT    Holger Schlienkamp, Tel.: 0228-93450 31


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