Daimler AG

Dr. Wolfgang Bernhard: "Daimler begrüßt Teilnahme Baden-Württembergs am Feldversuch für Lang-Lkw!" Antrag für rund 350 Kilometer des baden-württembergischen Autobahnnetzes für die Nutzung von Lang-Lkw

Ein Audio

  • daimler_lang-lkw-interview.mp3
    MP3 - 5,3 MB - 03:53
    Download

Stuttgart (ots) - Anmoderation:

Wie effizient und sicher sind die viel diskutierten Lang-Lkw tatsächlich? Weil diese Fragen nur im Praxiseinsatz wirklich aussagekräftig zu beantworten sind, will sich das Land Baden-Württemberg nun doch am entsprechenden Feldversuch der Bundesanstalt für Straßenwesen beteiligen. Die Daimler AG begrüßt diese Entscheidung ausdrücklich. Auf rund 350 Kilometern und damit rund einem Drittel des Autobahnnetzes im Land soll die Nutzung von Lang-Lkw beantragt werden. In fünf Bundesländern wird bereits seit 2012 detailliert untersucht, welche Auswirkungen der Einsatz von Lang-Lkw auf Umwelt, Infrastruktur und Transport-Systeme hat - die bisherige Bilanz dieser Test fällt dabei durchweg positiv aus. Von den beteiligten 42 Unternehmen wurden bislang mehr als 13.500 Fahrten mit über 2,5 Millionen Kilometern ohne größere Zwischenfälle zurückgelegt. Die wichtigste Erkenntnis dabei: Spediteure berichten, dass sich mit dem Lang-Lkw der Verbrauch und die CO2-Emissionen nachweislich um bis zu 25 Prozent senken lassen. Vergleichbare Ergebnisse erwartet Dr. Wolfgang Bernhard, im Vorstand der Daimler AG verantwortlich für Lkw und Busse, auch vom baden-württembergischen Feldversuch.

1. Herr Dr. Bernhard, wie bewerten Sie den angekündigten Kabinettsbeschluss der Landesregierung zum Thema Lang-Lkw? Wir sind der Meinung, dass das ein sehr wichtiger erster erfreulicher Schritt ist, den wir jetzt vornehmen. Damit können wir auf einem Teil der baden-württembergischen Autobahnen den Lang-Lkw zum Einsatz bringen. Wir glauben, dass wir dabei erhebliche Entlastungen für die Infrastruktur bewirken und das Klima entlasten. Weil nach bisherigen Erkenntnissen der Lkw 25 Prozent CO2 an Diesel spart und das, obwohl wir das Gesamtgewicht nicht erhöhen. Wir bleiben also bei den 40 Tonnen, die ein normaler Lkw hat. Viele Transportunternehmer können jetzt die Chance nutzen Ökologie und Ökonomie auf diese Art und Weise zum Einklang zu bringen. (0:39)

2. Haben Sie alle von Ihnen beantragten Strecken genehmigt bekommen? In einem ersten Schritt werden jetzt ungefähr ein Drittel der baden-württembergischen Autobahnen für Lang-Lkw freigeschaltet. Mit diesem ersten Schritt werden wir ca. 1000 Tonnen CO2 im Jahr vermeiden. Eine ganze Reihe von Strecken wurden nicht freigeschaltet, das hat zur Folge, dass wir jetzt weitere 8000 Lkw-Fahrten, zwei Millionen gefahrene Lkw-Kilometer im Jahr und 200 Tonnen CO2 in Baden-Württemberg nicht vermeiden das heißt, diese Lkw-Fahrten bleiben auf der Strecke. Wir sehen also noch Potential und könnten mit weiteren Strecken und weiteren Autobahnabschnitten den CO2-Austoß und die Belastung für die Infrastruktur weiter reduzieren. (0:50)

3. Und auf welchen Autobahnen im Land wird man jetzt zukünftig Lang-Lkw sehen können Es geht um die A5 von Karlsruhe-Mitte bis Rastatt, die A8 von der Landesgrenze Bayern-Baden-Württemberg bis zum Kreuz Karlsruhe und die A81 von der Landesgrenze Bayern-Baden-Württemberg bis nach Herrenberg. (0:14)

4. Sehen Sie die Freigabe erster Strecken im Land als einen Auftakt für weitere Aktivitäten. Wie soll es jetzt weitergehen, was sind die nächsten Schritte? Wir werden mit der Landesregierung in einem offenen konstruktiven Dialog bleiben und uns über die Erkenntnisse des Lang-Lkw austauschen und selbstverständlich werden wir daran arbeiten die positiven Effekte auf die restlichen Abschnitte und Autobahnen in Baden-Württemberg auszudehnen. (0:18)

5. Daimler und das Land arbeiten bei diesem Feldversuch eng zusammen. Die Testfahrten werden in einer gemeinsamen Studie begleitet. Was hat es damit genau auf sich? Wir haben uns mit dem baden-württembergischen Verkehrsministerium darauf verständigt, in einer gemeinsamen Studie die Vorteile von Lang-Lkw im realen Einsatz zu untersuchen. Die Details werden die Experten beider Häuser näher anschauen, wir werden uns austauschen, wie wir das machen werden. Ich bin sehr, sehr zuversichtlich, dass wir im realen Umfeld diese positiven Effekte nachweisen können. (0:23)

6. Der Feldversuch soll auch dazu dienen, Missverständnisse oder gar Vorurteile gegenüber den Lang-Lkw auszuräumen. Ist es richtig, dass diese Fahrzeuge zwar länger, aber nicht schwerer sind als herkömmliche Sattelzüge? Entgegen landläufiger Meinungen ist der Lang-Lkw nicht schwerer sondern länger. Das heißt, in einen Lang-Lkw bekomm ich mehr Fracht hinein ohne dass er schwerer wird. Das heißt, was früher mit drei Lkw befördert werden musste, kann jetzt mit zwei Lkw befördert werden. Das hat zur Folge, dass wir erheblich weniger Lkw auf den Autobahnen haben, die Autobahnen werden weniger dicht befahren und die Infrastruktur, Brücken und Autobahnen werden weniger belastet. Das heißt, es hilft insgesamt das Verkehrsaufkommen zu reduzieren und die Infrastruktur zu schonen. (0:37)

7. Und eine weitere Befürchtung der Bevölkerung können Sie ebenfalls ausräumen: Die Lang-Lkw werden nicht durch Wohngebiete oder dergleichen fahren, richtig? Die freigegebenen Abschnitte sind zu höchsten Prozentsätzen nur Autobahnen. Das heißt, nur die Anschlüsse zu den Werken, Logistikzentren zu den Zulieferern, das sind oft wenige Kilometer, sind jetzt freigeschaltet. Es ist nicht das gesamte Bundesstraßen- und Landesstraßennetz freigeschaltet worden, sondern nur zu hohem Anteil Autobahnen. (0:23)

Abmoderation:

Daimler Truck-Chef Dr. Wolfgang Bernhard zur Entscheidung der baden-württembergischen Landesregierung, auf rund 350 Kilometern die Nutzung von Lang-Lkw im Rahmen des Feldversuches der Bundesanstalt für Straßenwesen zu beantragen. Ende 2014 hatte der Stuttgarter Autokonzern beim Verkehrsministerium Baden-Württemberg konkrete Transportverbindungen für die Nutzung mit Lang-Lkw beantragt, mit denen jährlich 3,2 Millionen gefahrene Kilometer eingespart und rund 3.000 Tonnen CO2-Ausstoß vermieden werden könnten. Mit den jetzt freigeschalteten Strecken werden in einem ersten Schritt rund 1.000 Tonnen CO2-Ausstoß vermieden.

ACHTUNG REDAKTIONEN: 
  
Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Sendemitschnitt bitte
an ots.audio@newsaktuell.de. 

Pressekontakt:

Daimler AG, Florian Martens, 0711 1741525
all4radio, Hannes Brühl, 0711 3277759 0

Original-Content von: Daimler AG, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Daimler AG

Das könnte Sie auch interessieren: