Daimler AG

Mercedes-Benz entwickelt neuartiges Sicherheitskonzept für vorausschauenden Insassenschutz

Mercedes-Benz auf der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt/M. (vom 13.9. 2001 - 23.09.2001): Das Forschungsfahrzeug NEKAR 5 zeigt den von DaimlerChrysler entwickelten Brennstoffzellenantrieb für die Personenwagen von morgen. (Abdruck honorarfrei)

    Frankfurt/Main (ots) -
    
         - Querverweis: Bild wird über obs versandt und ist
abrufbar unter: http://www.presseportal.de/galerie.htx?type=obs
    
    Anlässlich der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in
Frankfurt/Main präsentieren Mercedes-Ingenieure ein neuartiges
Sicherheitskonzept, das die Verletzungsrisiken für Auto-Insassen in
Zukunft noch weiter verringern kann.
    
    PRE-SAFE kann eine drohende Kollision bereits im Voraus erkennen
und aktiviert vor dem Aufprall spezielle Schutzsysteme wie zum
Beispiel neuartige, mehrfach einsetzbare Gurtstraffer. Sie
verhindern, dass sich die Insassen bei einer Notbremsung zu weit
nach vorne verlagern oder dass ihre Oberkörper beim Schleu-dern des
Wagens zu stark seitwärts pendeln. Auch die Sitzverstellung ist in
das PRE-SAFE-Konzept integriert und bringt die Passagiere vor einem
möglichen Unfall automatisch in eine sicherheitstechnisch günstige
Sitzposition. Bewegliche Polsterelemente in den Türverkleidungen, der
Instrumententafel und den Dachsäulen, die sich bei einem möglichen
Crash auf die Insassen zubewegen und sie abstützen, sind ebenfalls
als Bestandteile des neuartigen vorausschauenden Insassenschutzes
denkbar.
    
      "Die Ergebnisse unserer Unfallforschung zeigen, dass bei zwei
Drittel aller Pkw-Kollisionen vor dem Aufprall genügend Zeit vergeht,
um Schutzsysteme zu aktivieren. Das sind oft mehrere Sekunden. Diese
Zeit wollen wir in Zukunft nutzen, um den Auto-Passagieren noch mehr
Sicherheit zu bieten. Wir wollen also nicht warten, bis der Aufprall
stattgefunden hat, sondern die Sicherheit der Insassen schon
vorbeugend verbessern", erklärt Dr. Rodolfo Schöneburg, Leiter der
Sicherheitsentwicklung bei Mercedes-Benz das zukunftsweisende
System.
    
    Alle PRE-SAFE-Systeme sind reversibel: Wird der Unfall verhindert,
stellen sie sich in ihre Ausgangspositionen zurück und sind sofort
wieder einsatzbereit.  
    
    NECAR: Mit der Brennstoffzelle in die Zukunft
    
    Ein weiteres zukunftsweisendes Projekt auf dem Mercedes-Stand der
Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) ist der von
DaimlerChrysler entwickelte Brennstoffzellenantrieb für die
Personenwagen von morgen. Das vor zwei Jahren präsentierte
Forschungsfahrzeug NECAR 3 (New Electric Car) mit bordeigener
Wasserstofferzeugung mittels Methanolumwandlung haben die Ingenieure
des Automobilkonzerns hinsichtlich Leistung, Gewicht und Platzangebot
entscheidend optimiert. Das Ergebnis heißt NECAR 5, ein
Brennstoffzellen-Auto auf Basis der Mercedes-Benz A-Klasse, das fünf
Passagieren Platz bietet und eine Höchstgeschwindigkeit von über 150
km/h erreicht.  
    
    NECAR 5 erzeugt den Wasserstoff während der Fahrt selbst -- durch
Methanol-Reformierung. In der kompakten Anlage im Heck des
Forschungswagens verdampfen Methanol und Wasser bei hoher Temperatur
zu Wasserstoff, Kohlendioxid und Kohlenmonoxid. Nach der Oxidation
des Kohlenmonoxids mittels Katalysator gelangt das gereinigte Gas an
die Plus-Pole der Brennstoffzellen, wo anschließend eine so genannte
"kalte Verbrennung" erfolgt, deren Resultat elektrischer Strom ist.
Er treibt den Elektromotor des Wagens an. Die Leistung der
Brennstoffzellen beträgt 75 Kilowatt.
    
    Für den gesamten Prozess -- von der Methanol-Reformierung bis zur
Stromerzeugung -- vergehen nur wenige Augenblicke, sodass NECAR 5 in
puncto Antriebsdynamik einem herkömmlichen Auto mit Benzin- oder
Dieselmotor ebenbürtig ist. Die Abgasbilanz des
Brennstoffzellen-Fahrzeugs mit bordeigener Methanol-Reformierung
fällt hingegen deutlich besser aus als die eines herkömmlichen
Personenwagens: Der Kohlendioxidausstoß fällt um rund 30 Prozent
geringer aus und die Schadstoffemissionen liegen unter den extrem
strengen Grenzwerten für das kalifornische "Super Ultra-Low Emission
Vehicle" (SULEV).    
    
    
ots Originaltext: DaimlerChrysler AG
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de


DaimlerChrysler AG,
Produktkommunikation Mercedes-Benz Pkw
Kontakt: Wolfgang H. Inhester,
Telefon +49 711 17-75848

Zusätzliche Informationen und Nachrichten von DaimlerChrysler finden
Sie im
Internet: www.media.daimlerchrysler.com



Das könnte Sie auch interessieren: