Friedensdorf International

Ein Viertel Jahrhundert Hilfe in Afghanistan: 68. Hilfseinsatz des Friedensdorfes steht bevor

Dinslaken (ots) - Wenig mehr als 25 Jahre ist es inzwischen her, dass das Friedensdorf im Dezember 1988 seinen ersten großen Hilfseinsatz nach Afghanistan durchführte. Kranke und im Krieg verletzte Kinder kamen damals nach Deutschland, weil sie in ihrer Heimat keine medizinische Hilfe bekommen konnten. Eine Situation für die Kinder, die sich bis heute kaum verändert hat. Wechselnde Regierungen und Interventionen durch das Ausland konnten den Menschen am Hindukusch weder Frieden noch eine wirkliche Verbesserung der Lebensbedingungen und medizinischen Versorgungsmöglichkeiten bringen.

Eine traurige Tatsache und für Friedensdorf International Grund genug, sich weiterhin in Afghanistan und für die Kinder dieses Landes zu engagieren. Und das obwohl die Bedingungen für die Erteilung der notwendigen Visa bei der Deutschen Vertretung in Kabul zunehmend erschwert werden. Vermehrte Auflagen lassen die Beantragung eines jeden einzelnen Visums zu einer bürokratischen Herausforderung werden und erzeugen Mehraufwand für alle Beteiligten, was besonders für die Mitarbeiter des Afghanischen Roten Halbmondes und die Familien der Kinder bedauerlich ist.

Trotz allem steht in der zweiten Februar Woche nun der 68. Hilfseinsatz an, der neben den afghanischen Kindern auch Mädchen und Jungen aus Zentralasien und dem Kaukasus berücksichtigen wird. Seit Ende Januar ist ein Friedensdorf-Team in Kabul, um gemeinsam mit den Partnern vom "Afghanischen Roten Halbmond" (ARCS) die letzten organisatorischen Vorbereitungen zu treffen. Das Team berichtete über die schwierige Situation für zahlreiche Kinder aus entlegenen Provinzen Afghanistans, die oftmals den Weg nach Kabul einfach nicht schaffen können. Umso bemerkenswerter ist die Tatsache, dass etliche Provinz Kinder in dem Flugzeug sein werden, das die deutschen Mitarbeiter und ausländischen Partner dann mit der Kindergruppe am 12. Februar auf dem Düsseldorfer Airport erwarten. Kleine Patienten aus sechs verschiedenen Ländern sind dann an Bord der Boeing 737. Gestartet im zentralasiatischen Tadschikistan wird die Maschine der Fluggesellschaft East Air Zwischenstopps in Usbekistan, Afghanistan und Georgien einlegen. In Usbekistan gehen zusätzlich Kinder aus Kirgistan an Bord und in Georgien steigen auch armenische Kinder dazu. Direkt vom Vorfeld geht es dann für die meisten Kinder umgehend in bundesweite Krankenhäuser, einige Mädchen und Jungen werden zunächst im Oberhausener Friedensdorf aufgenommen, um sich wenig später in die stationäre Behandlung zu begeben.

Am 15. Februar startet der Flug dann von Düsseldorf aus in die entgegengesetzte Richtung. An Bord werden dann Kinder sein, die Krankenhäuser, Arztpraxen und damit auch ihre Erkrankungen und Verletzungen hinter sich gelassen haben. Auf sie alle wartet das Wiedersehen mit ihren Familien.

Gleichzeitig werden mit dem Charterflug mehrere Tonnen medizinische Hilfsgüter mitgeführt, die einen kleinen Teil dazu beitragen, die Situation vor Ort zu verbessern.

Die Kosten für den Charterflug werden bei diesem 68. Hilfseinsatz wieder von den "Sternstunden" übernommen, der Benefizaktion des Bayerischen Rundfunks. Ebenso werden neben den hauptamtlichen Friedensdorf-Mitarbeitern wieder zahlreiche ehrenamtliche Helfer dabei sein, die unter anderem beim Verladen der Fracht und im Heimbereich des Friedensdorfes mit anpacken. Geradezu unglaublich ist die Tatsache, dass zum wiederholten Mal ehemalige Helfer aus Japan, extra für die Zeit der Hilfsaktion, aus Fernost anreisen werden, um mit anzupacken. Die jungen Japanerinnen und Japaner arbeiteten in der Vergangenheit alle ein Jahr ehrenamtlich im Friedensdorf. Auch Dr. Yukihisa Yagura, Chefarzt einer orthopädischen Klinik in Nordjapan, ist wieder dabei.

Pressekontakt:

Wolfgang Mertens
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