Dinslaken (ots) -
Die Hilfsorganisation Friedensdorf International veröffentlichte am 11. Januar die Statistik für das vergangene Jahr.
2007 war ein Jubiläumsjahr des Friedensdorfes - seit 40 Jahren hilft die Organisation Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten. 2007 war aber auch ein finanziell schwieriges Jahr für die Einrichtung, die ihre medizinische Einzelfallhilfe und die Auslandsprojektarbeit ausschließlich aus Spenden finanziert.
Mit knapp zwei Millionen Euro lag das Spendenniveau zwar leicht über dem vom vorletzten Jahr (plus 2.000 Euro), doch hatte das Friedensdorf auch 2006 schon sinkende Einnahmen zu verzeichnen. Hinzu kommen die gestiegenen Kosten - ebenso wie Privathaushalte hat auch das Friedensdorf mit steigenden Preisen von den Lebensmitteln über Energiekosten bis hin bis hin zum Treibstoff für die Fahrzeuge zu kämpfen. Trotzdem wurden weder bei der medizinischen Einzelfallhilfe für verletzte und kranke Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten noch bei der Auslandsprojektarbeit Einschränkungen vorgenommen. Dies war jedoch nur durch eiserne Sparmaßnahmen möglich sowie durch das zusätzliche Engagement von ehrenamtlichen Helfern und hauptamtlichen Mitarbeitern, die sich Ende des Jahres beispielsweise bereit erklärt hatten, auf einen Teil ihrer tariflichen Leistungen zu verzichten. Verlassen konnte sich das Friedensdorf auf die Unterstützung von 131 ehrenamtlichen und speziell geschulten Helfern, die sich in erster Linie um die Betreuung der kleinen Patienten in den Krankenhäusern kümmern.
Erfreulich ist, dass sich die Zahl der Dauerspender und Projektförderer im vergangenen Jahr leicht erhöht hat. Auch sind mit fast 30.000 Buchungen mehr Einzelspenden (+ 857) als im Vorjahr eingegangen, der durchschnittliche Spendenbetrag liegt mit 67,04 Euro allerdings niedriger als in 2006 (68,95 Euro).
Im Verlauf des Jahres 2007 konnte insgesamt 1.186 kleinen Patienten aus 15 Nationen geholfen werden. 398 Kinder sind zur medizinischen Behandlung nach Deutschland geholt worden, 389 wurden wieder zu ihren Familien in die Heimatländer gebracht. Hinzu kamen 525 Kinder, die unter der Regie des Friedensdorfes im eigenen Land versorgt und operiert wurden. So führte das Friedensdorf beispielsweise in Tadschikistan und Usbekistan ein Projekt zur Behandlung von angeborenen Fehlbildungen durch spezialisierte Ärzteteams fort. Zum Stichtag 31.12.2007 befanden sich 263 Kinder in der Obhut des Friedensdorfes in Deutschland. Nach wie vor kommen die größten Kindergruppen aus Afghanistan und Angola. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer in Deutschland beträgt dabei rund fünf Monate. Trotz der Bestrebungen um Kostendämpfung im Gesundheitsbereich waren im vergangenen Jahr 103 Krankenhäuser (+ 4) bereit, das Hilfsprogramm des Friedensdorfes durch die kostenlose Behandlung der Kinder zu unterstützen.
Um die Situation in den Heimatländern der Kinder zu verbessern, wurden 2007 insgesamt über 200 Tonnen Hilfsgüter mit einem geschätzten Warenwert von über fünf Millionen Euro auf den Weg gebracht. Dabei handelte es sich in erster Linie um Medikamente und medizinisch-technische Geräte für Krankenhäuser. In Kambodscha wurde die neunte Basisgesundheitsstation gebaut und in Sri Lanka eine weitere Einrichtung eröffnet, in der Kinder der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen zu interkulturellen Treffen zusammenkommen.
Beim Friedensdorf Bildungswerk nahmen 2007 insgesamt 1.173 Personen (208 mehr als 2006) an den unterschiedlichsten Seminaren teil. Wie die Vergangenheit gezeigt hat, sind die Seminarteilnehmer wichtige Multiplikatoren, die die Arbeit von Friedensdorf International in vielfältiger Weise unterstützen.
Die Arbeit des Friedensdorfes ist als mildtätig eingestuft und mit dem DZI-Spendensiegel ausgezeichnet. Spenden an das Friedensdorf sind bis zu 20 Prozent vom Gesamtbetrag der Einkünfte von der Steuer absetzbar.
Weitere Informationen und Online-Spenden unter www.friedensdorf.de.
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Friedensdorf International, Heike Bruckmann, Lanterstr. 21, 46539 Dinslaken Fon: 02064-4974 131, E-mail: offen@friedensdorf.de

