Merck KGaA

Merck im ersten Quartal deutlich über den Erwartungen

Darmstadt (ots) - * Umsatz +41 Prozent, EBIT +63 Prozent * Nachhaltige Veränderungen im Konsolidierungskreis * Deutliche Ergebnisverbesserung aus operativem Geschäft Die Merck-Gruppe hat im ersten Quartal 2000 ihren Umsatz auf 1.583 Mio. Euro gesteigert. Dies entspricht einem Zuwachs von +41 Prozent gegenüber dem Umsatz von 1.121 Mio. Euro im ersten Quartal des Vorjahres. Wesentliche Ursache dieser starken Umsatzausweitung sind nachhaltige Veränderungen im Konsolidierungskreis: So werden die erstmals weggefallenen Umsätze der Bracco-Beteiligung (Kontrastmittel, Italien) deutlich überkompensiert durch die hinzugewonnenen Umsätze der VWR Group (Labordistribution, USA) sowie die Geschäfte von Theramex (Women's Health, Frankreich) und Pharmaceutical Resources (Generika, USA). Insgesamt tragen die Veränderungen im Konsolidierungskreis +25,6 Prozent zum Umsatzwachstum im ersten Quartal bei. Weitere +7,4 Prozent resultieren aus einem starken organischen Wachstum, während positive Wechselkurseinflüsse +6,2 Prozent zum Umsatzwachstum beigetragen haben. "Vor allem im operativen Geschäft sehen wir eine nachhaltige Dynamik des Wachstums, die uns für Umsatz und Ergebnis im laufenden Jahr optimistisch stimmt", sagt Prof. Dr. Hans Joachim Langmann, der Vorsitzende der Geschäftsleitung der Merck KGaA. Merck werde die Geschäftsentwicklung dazu nutzen, die begonnenen Rationalisierungsanstrengungen unvermindert fortzusetzen. Das Betriebsergebnis der Unternehmensbereiche stieg im ersten Quartal 2000 um +9,6 Prozent von 165 auf 181 Mio. Euro. Es hat damit die hohen Erwartungen übertroffen, zumal Merck die Ausgaben für Forschung um Entwicklung im gleichen Zeitraum um +10 Prozent von 122 auf 134 Mio. Euro gesteigert hat und Abschreibungen auf Geschäftswerte um weitere 15 Mio. Euro zugenommen haben. Die Ergebnisentwicklung der Merck-Gruppe ist im ersten Quartal 2000 stark von den Veränderungen im Konsolidierungskreis und einer Reihe von Sondereffekten beeinflusst. So sind im ersten Quartal Sondererträge in Höhe von 322 Mio. Euro aus dem Verkauf von Beteiligungen (Bracco) angefallen, denen einmalige Sonderaufwendungen für Risikovorsorge, Strukturbereinigungen und Abschreibungen von Forderungen in Höhe von 252 Mio. Euro entgegenstehen. Der verbleibende Saldo von 70 Mio. Euro ist als Sondereffekt im EBIT und im Gewinn vor Steuern des ersten Quartals enthalten. Insgesamt erhöhte sich das Operative Betriebsergebnis (EBIT) der Merck-Gruppe im ersten Quartal um +63 Prozent von 154 auf 251 Mio. Euro. Im gleichen Zeitraum stieg der Gewinn vor Steuern um +68 Prozent von 119 auf 201 Mio. Euro. Der Gewinn nach Steuern verbesserte sich um +43 Prozent von 78 auf 112 Mio. Euro. Ohne den erwähnten Sondereffekt wäre der Gewinn vor Steuern im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres um +10 Prozent gewachsen, nach Steuern wäre er unverändert geblieben. Da sich ein Teil der Sondereffekte steuerlich nicht auswirkt, liegt die Steuerquote mit 44 Prozent deutlich höher als im Vorjahr. Kennzeichnend für die gute Ertragslage ist der Zuwachs beim Cashflow, der im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres um +162 Prozent von 148 auf 387 Mio. Euro anstieg. Forschung, Entwicklung und Investitionen Die Merck-Gruppe hat die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im ersten Quartal von 122 auf 134 Mio. Euro gesteigert, das sind +10 Prozent mehr als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Erneut entfiel auf den Unternehmensbereich Pharma mit 110 Mio. Euro der größte Teil der F&E-Kosten. Damit will Merck vor allem die Krebsforschung vorantreiben und mit biotherapeutischen Wirkstoffen eines der führenden Unternehmen in diesem Bereich werden. Derzeit hat Merck in diesem Indikationsgebiet zehn verschiedene Projekte in klinischen Prüfungen. Die Markteinführung des ersten Krebsmedikaments wird für das Jahr 2002 erwartet. Die Merck-Gruppe hat ihre Investitionen in Sachanlagen im ersten Quartal um +11 Prozent auf 80 Mio. Euro gesteigert. Unternehmensbereiche Der seit mehr als einem Jahr anhaltende Aufwärtstrend in den drei Unternehmensbereichen der Merck-Gruppe hat sich auch im ersten Quartal unverändert fortgesetzt. Pharma Der Unternehmensbereich Pharma (Umsatzanteil: 44 Prozent, Ergebnisanteil: 63 Prozent, Umsatzrendite: 16 Prozent) hat den Umsatz im ersten Quartal um +4,8 Prozent auf 693 Mio. Euro gesteigert. Der Wegfall des Kontrastmittelgeschäftes (Bracco) wirkt sich umsatz- und ergebnismindernd aus, wobei die neue Beteiligung Théramex diesen Effekt noch nicht kompensieren kann. Außerdem haben sich die Forschungskosten deutlich stärker als der Umsatz erhöht. Das Pharma-Betriebsergebnis verringerte sich daher gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres um -4,8 Prozent auf 113 Mio. Euro. Nach der Abgabe des Kontrastmittelgeschäftes konzentriert sich Merck Pharma nunmehr auf drei Geschäftsfelder: Originalpräparate (Ethicals) legten im ersten Quartal im Umsatz um +11 Prozent auf 445 Mio. Euro zu. Dieser Erfolg wurde vor allem mit Produkten auf zwei Therapiefeldern erzielt: So wuchs Glucophage(r), das weltweit führende Medikament zur Therapie des Diabetes Typ II, um +11 Prozent, wobei die Umsätze allein in Nordamerika um +38 Prozent und in Lateinamerika um +56 Prozent zulegten. In den USA hat Bristol-Myers Squibb, der Lizenznehmer für Glucophage(r), eine Verlängerung des exklusiven Produktschutzes bis September 2000 erzielt. Der Betablocker Concor(r) und das neu eingeführte Concor(r) COR gegen Herzinsuffizienz legten um +13 Prozent zu. Im neu etablierten Therapiefeld "Gesundheit der Frau" erzielte die 1999 akquirierte Théramex, der französische Marktführer auf dem Gebiet der Hormontherapie, im ersten Quartal 2000 einen Umsatz von 23 Mio. Euro. Der Umsatz bei Generika wuchs im ersten Quartal um +53 Prozent auf 169 Mio. Euro. Zu der guten Entwicklung trugen Umsatzsteigerungen in nahezu allen Gesellschaften der weltweiten Merck-Generika-Gruppe bei. Zusätzlich wurden die Umsätze der Pharmaceutical Resources Inc. (Spring Valley/USA) berücksichtigt. Consumer Health Care steigerte den Umsatz im ersten Quartal um +12 Prozent auf 76 Mio. Euro, hauptsächlich getragen von Seven Seas UK und den Gesellschaften in Mexico und Venezuela. In Deutschland und Großbritannien gelang die erfolgreiche Einführung von Bion(r)3, einer neuartigen Dreischicht-Tablette, die den Körper mit Mineralstoffen, Vitaminen und probiotischen Kulturen zur Stärkung des Immunsystems versorgt. Labor Der Unternehmensbereich Labor (Umsatzanteil: 40 Prozent, Ergebnisanteil: 14 Prozent, Umsatzrendite: 4 Prozent) hat den Umsatz im ersten Quartal um +157 Prozent auf 637 Mio. Euro gesteigert. Dazu trug maßgeblich die Berücksichtigung des ab August 1999 konsolidierten Umsatzes von VWR SP bei. Das Betriebsergebnis des Laborbereiches erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um +4 Prozent auf 25 Mio. Euro. Die Umsatzrendite hat sich im ersten Quartal aufgrund des gestiegenen Anteils des Handelsgeschäftes im Laborbereich auf 4 Prozent verringert. Der Umsatz mit Laborprodukten stieg einschließlich der Verkäufe an die Labordistribution um +13 Prozent auf 130 Mio Euro. Dabei legten Laborreagenzien im ersten Quartal um +15 Prozent auf 74 Mio. Euro, Wissenschaftliche Laborprodukte um +10 Prozent auf 56 Mio. Euro zu. Die Labordistribution, bestehend aus den Unternehmen der Merck-Eurolab-Gruppe (Zaventem, Belgien) und der seit August 1999 vollständig konsolidierten VWR Scientific Products Corp. (West Chester, USA) steigerte ihren Umsatz im ersten Quartal um +230 Prozent auf 550 Mio. Euro. Die Innenumsätze mit der Sparte Laborprodukte, die im ersten Quartal 43 Mio. Euro erreichten, sind in diesem Wert enthalten. Wie bereits angekündigt, wird Merck die Labordistribution zu einem eigenständigen Unternehmen mit Sitz in den USA zusammenführen und in etwa zwei Jahren einen Teil davon an die Börse bringen. Spezialchemie Der Unternehmensbereich Spezialchemie (Umsatzanteil: 16 Prozent, Ergebnisanteil: 23 Prozent, Umsatzrendite: 17 Prozent) hat den Umsatz im ersten Quartal um +23 Prozent auf 253 Mio. Euro gesteigert. Aufgrund einer hervorragenden Geschäftsentwicklung hat sich das Betriebsergebnis im Vergleich zum Vorjahr um +89 Prozent auf 42 Mio. Euro verbessert. Umsätze bei Cosmectics, Health, Nutrition wuchsen im ersten Quartal um +3 Prozent auf 84 Mio. Euro. Elektronikchemikalien legten im ersten Quartal, hauptsächlich getragen durch das anhaltende Wachstum in der Halbleiterindustrie, um +25 Prozent auf 40 Mio. Euro zu. Flüssigkristalle erwiesen sich erneut als Wachstumsmotor und verbesserten ihren Umsatz, ebenfalls getragen durch ein starkes Branchenwachstum, im ersten Quartal um +96 Prozent auf 55 Mio. Euro. Pigmente und Technische Industrien legten um +16 Prozent auf 74 Mio. Euro zu. Regionale Entwicklung Der auf Europa entfallende Umsatzanteil hat sich vor allem aufgrund der Akquisitionen in den USA von 56 Prozent im Vorjahr auf 39 Prozent vermindert. Der Umsatz verringert sich um ein Prozent auf 622 Mio. Euro, beeinflusst vor allem durch den Verkauf des Anteils an der italienischen Beteiligungsgesellschaft Bracco. In Deutschland sank der Umsatz um sieben Prozent auf 168 Mio. Euro. Der Anteil am Gesamtumsatz der Merck-Gruppe betrug damit nur noch elf Prozent. Nordamerika erreichte einen um +163 Prozent höheren Umsatz von 609 Mio. Euro. Die Region profitierte von der Akquisition von VWR, verzeichnete aber auch dank der Währungseinflüsse eine gute Entwicklung. Die Überwindung der wirtschaftlichen Krise ließ unseren Umsatz in Lateinamerika um +37 Prozent auf 100 Mio. Euro ansteigen. In Asien erzielten wir eine Erhöhung um +36 Prozent auf 186 Mio. Euro. Zu dieser positiven Entwicklung hat die allmähliche Konsolidierung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beigetragen. In Afrika/Ozeanien und in den übrigen Ländern stiegen die Umsätze um +26 Prozent auf 66 Mio. Euro, vor allem getragen vom erfolgreichen Generikageschäft in Australien. Mitarbeiter Am 31.03.2000 waren in der Merck-Gruppe 32.528 Mitarbeiter beschäftigt, zwölf Prozent mehr als zum gleichen Stichtag des Vorjahres. Ausblick Die Merck-Gruppe rechnet für die nächsten Monate mit einer guten Geschäftsentwicklung. Bei Pharma sollten sich Glucophage(r) und Concor(r), vor allem im wichtigen amerikanischen Markt, weiterhin erfolgreich entwickeln. Auch das neue Therapiegebiet "Gesundheit der Frau" wird einen Beitrag leisten. Im Unternehmensbereich Labor werden die neuen Strukturen der Labordistribution nachhaltige Wachstumsimpulse geben, die auch bei den Umsätzen mit Laborprodukten spürbar sein sollten. Die Sparten der Spezialchemie zeigen gleichermaßen gute Ansätze für eine weitere erfolgreiche Geschäftsentwicklung. Vor allem die Flüssigkristalle sollten ihr starkes Umsatzwachstum fortsetzen können. Auch die Prognose für Elektronikchemikalien ist aufgrund der anziehenden Branchenkonjunktur sehr gut. Unter diesen Voraussetzungen rechnet die Merck-Gruppe in den kommenden Monaten mit einem deutlichen Ergebnisanstieg. Zahlen zur Geschäftsentwicklung Q1/2000 Merck-Gruppe (in Mio. Euro) Q1/2000 Q1/1999 +/- % Umsatz 1.583 1.121 +41,2 Betriebsergebnis der Unternehmensbereiche 181 165 +9,6 Operatives Betriebsergebnis (EBIT) 251 154 +62,5 Gewinn vor Steuern 201 119 +68,3 Gewinn nach Steuern 112 78 +43,2 Ergebnis nach Fremdanteilen 109 77 +42,3 Cashflow 387 148 +162,0 Investitionen in Sachanlagen 80 72 +11,0 Forschungs- und Entwicklungsaufwand 134 122 +9,9 Personalaufwand 385 320 +20,3 Mitarbeiter (Stand: 31.03.2000) 32.528 29.136 +11,6 Umsatz nach Geschäften (in Mio. Euro) Q1/2000 Q1/1999 +/- % Pharma 693 661 +5 - Originalpräparate 445 400 +11 - Generika 169 111 +53 - Consumer Healthcare 76 68 +12 Labor 637 248 +157 - Laborprodukte (LP) 130 115 +13 - Labordistribution (LD) 550 167 +230 - Innenumsatz LP-LD -43 -34 Spezialchemie 253 205 +23 - Flüssigkristalle 55 28 +96 - Pigmente/Technische Industrien 74 64 +16 - Cosmetics/Health/Nutrition 84 81 +3 - Elektronikchemikalien 40 32 +25 Umsatz nach Regionen (in Mio. Euro) Q1/2000 (+/- %) Umsatzanteil % Europa 622 (-1) 39 - davon Deutschland 168 (-7) 11 Nordamerika 609 (+163) 39 Lateinamerika 100 (+37) 6 Asien 186 (+36) 12 Afrika/Australien/Andere 66 (+26) 4 ots Originaltext: Merck KGaA Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de Kontakt Dr. Hartmut Vennen Tel. +49 6151 72 2386 Fax +49 6151 72 7707 E-mailhartmut.vennen@merck.de Internet http ://www.merck.de Original-Content von: Merck KGaA, übermittelt durch news aktuell

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