BVDW Bundesverband Digitale Wirtschaft

dmmv gründet Arbeitskreis Medienpolitik
Rechtsgrundlagen sichern Weiterentwicklung der interaktiven Medien

    Duesseldorf (ots) - Der Deutsche Multimedia Verband (dmmv) e.V.
hat einen Arbeitskreis zum Thema Medienpolitik ins Leben gerufen.
Ziel des neuen Gremiums ist die Entwicklung rechtlicher Grundlagen,
die eine Weiterentwicklung der interaktiven Medien (Internet und
Mobile) und der damit verbundenen Geschäftsfelder garantieren sollen.
Zum Gründungstreffen in Düsseldorf fanden sich wichtige
Marktteilnehmer (u. a. AOL, T-Online, Bild.de, ish, Verlagsgruppe
Handelsblatt, Taurus Holding, digital advertising) ein, die sich
zunächst auf die dringlichsten Fragen verständigt haben. So stehen in
den nächsten Wochen neben der anstehenden Umsetzung der
EU-Urheberrichtlinie vor allem der Jugendmedienstaatsschutzvertrag
wie auch die Problematik des Zugangs zu Kabelnetzen auf der Agenda
des dmmv-Arbeitskreises.
    
    Mit rund 63 Mrd. Euro Gesamtumsatz im Jahr haben sich die
Geschäftsfelder im Internet zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor in
Deutschland entwickelt. "Das Potenzial dieses Wirtschaftszweiges ist
jedoch noch lange nicht ausgeschöpft. "Die positive Entwicklung des
Internets und der Geschäftsfelder, die unmittebar mit den
interaktiven, digitalen Medien verbunden sind, hängt entscheidend von
den anstehenden Entscheidungen des Gesetzgebers ab" betont Melanie
Büscher  (AOL Deutschland). Unter den Teilnehmern des neuen
Arbeitskreises Medienpolitik herrschte hinsichtlich der akuten Themen
breiter Konsens.
    
    Vor allem die Umsetzung der EU-Richtlinie zur Hamonisierung
bestimmter Aspekte des Urheberrechts weist in der geplanten Form
erhebliche Lücken auf, die in besonderem Maße alle Inhalteanbieter
betreffen. "Um die Investitionssicherheit der betroffenen
Marktteilnehmer zu gewährleisten, werden wir gegenüber den
politischen Entscheidungsträgern die Bedeutung des Themas und die
Konsequenzen der geplanten Umsetzung verdeutlichen." beschreibt Dr.
Christian Dressel (Taurus Holding) die nächsten Schritte des neu
geschaffenen Gremiums.
    
    Im Fokus des dmmv-Arbeitskreises steht zudem der neue Entwurf des
Jugendmedienstaatsschutzvertrags, die Sensibilisierung der Politik
und der Öffentlichkeit für das Thema Datenpiraterie sowie die
Etablierung einer Allianz zwischen Inhalteanbietern, Kabelbetreibern
und dem Staat mit dem Ziel, eine deutliche Verbesserung der
breitbandigen Infrastruktur in möglichst kurzer Zeit zu erreichen.
Darüber hinaus bietet das gemeinsam vom dmmv und dem VPRT in Auftrag
gegebene Gutachten zum Schutz digitaler Güter, dessen Ergebnisse
voraussichtlich im Mai vorgestellt werden, zahlreiche Ansatzpunkte in
Bezug auf die Etablierung technischer Schutzmöglichkeiten sowie
strafrechtlicher Konsequenzen bei der Umgehung von Schutzmechanismen
bzw. illegalen Nutzung digitaler Güter (Software, zugangsgeschützte
Inhalte etc.).
    
    Um die politischen Aktivitäten und Forderungen des
dmmv-Arbeitskreises Medienpolitik auf ein breites Fundament zu
stellen und damit einen möglichst großen Konsens in der gesamten
Branche zu erzielen, ist eine Mitgliedschaft im dmmv keine zwingende
Voraussetzung für die Beteiligung in diesem Gremium. Alle relevanten
Marktteilnehmer können sich daher zum nächsten Treffen des
Arbeitskreises, das bereits Mitte April stattfinden soll, anmelden.
    
    Wir über uns:
    
    Der Deutsche Multimedia Verband (dmmv) e.V. ist Europas
mitgliederstärkste Interessen- und Berufsvertretung der Digitalen
Wirtschaft. Hierzu gehören alle Marktteilnehmer, deren wesentlicher
Geschäftszweck die Schaffung, Entwicklung, Verarbeitung, Veredelung,
Speicherung oder Distribution interaktiver digitaler Inhalte,
Produkte und Services ist, unabhängig von der technischen Plattform
(z.B. Internet, Mobile, etc.).
    
    Die mehr als 1.300 Mitglieder des dmmv sind in den Sektoren
Internet- & Multimedia-Dienstleister, Softwareentwickler,
Systemhäuser, Zugangsplattformen, Online-Diente, Internet Agenbote
(E-Content, E-Commerce, E-Services) tätig. Er vertritt bundesweit
insgesamt mehr als 1.700 Unternehmen* der Digitalen Wirtschaft in
allen medien- u. ordnungspolitischen Belangen.
    
    Als der maßgebliche Berufsverband der Internet- und
Multimedia-Industrie entwickelt der dmmv Aus- u.
Weiterbildungsmodelle (mit Zertifizierung zur Qualitätssicherung),
Kalkulationsgrundlagen, Musterverträge und Handlungsempfehlungen für
die neuen Tätigkeitsfelder. Seine Kernfunktion liegt neben der
politischen Arbeit in seiner Leistung als Know-how-Pool,
Austauschplattform und Anbieter von Serviceleistungen für seine
Mitglieder. In jedem seiner über 30 Gremien zu Fachthemen bietet der
dmmv ein umfassendes Inhalteangebot auf seiner Website (www.dmmv.de).
Mit Foren, Mailinglisten, Voting und Downloads steht den Mitgliedern
eine effektive Arbeitsplattform zur Verfügung.
    
    Als Ansprechpartner für Behörden, Presse und andere
Branchenvertretungen ist es dem dmmv gelungen, ein starke
Interessenvertretung zu schaffen, um dem Bereich der Interaktiven
Medien ein für alle Marktteilnehmer ertragreiches Tätigkeitsfeld zu
gewährleisten.
    
ots Originaltext: Deutscher Multimedia Verband (dmmv) e.V.
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Kontakt:
Deutscher Multimedia Verband (dmmv) e.V.
Sabine Köster-Hartung, Referentin Recht
Tel. 0211 600 456 -23, Fax: -33
mailto: koester-hartung@dmmv.de

Presse:
Deutscher Multimedia Verband (dmmv) e.V.
Christoph Huneke, Pressesprecher
Tel. 0211 600 456 -26, Fax: -33
mailto: huneke@dmmv.de

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