BVDW Bundesverband Digitale Wirtschaft

E-Learning in Unternehmen funktioniert bedingt
Fruehzeitiges Einbinden der Lerner unerlaesslich

Düsseldorf (ots) - Erfolgreiche E-Learning-Angebote in Unternehmen erfordern eine ausreichende Infrastruktur, eine Weiterbildungskultur sowie den kontinuierlichen Austausch mit den Lernenden und damit die Anpassung der Inhalte. Ergo, E-Learning-Angebote muessen sich noch staerker an den Beduerfnissen der Mitarbeiter im Unternehmen orientieren. Zu diesem Schluss kamen die Teilnehmer einer gemeinsamen Tagung des Deutschen Multimedia Verbandes (dmmv) und des DGB-Bildungswerkes im Dezember in Duesseldorf. Rund 40% der deutschen Großunternehmen setzen laut einer Studie von MMB/Psephos bereits E-Learning-Programme ein. Doch vielfach stoßen sie bei Mitarbeitern auf Ablehnung. Der Grund hierfuer ist, dass viele Programme nicht ihren Lernbeduerfnissen entsprechen oder sich nicht in den Arbeitsalltag integrieren lassen. Allgemeiner Konsens der Tagung "E-Learning im betrieblichen Alltag" daher auch: Mitarbeiter muessen in Zukunft intensiver und fruehzeitiger in den Gestaltungsprozess einbezogen werden. "Nur durch diesen konstruktiven Dialog koennen wir die Qualitaet von E-Learning-Angeboten garantieren und zielgruppenadaequat produzieren", so Dr. Lutz Goertz (dmmv Referent fuer Aus- und Weiterbildung). E-Learning fuer sich genommen ist kein Allheilmittel. Der Bildungsbedarf muss differenziert ermittelt und anhand von Erfolgsmechanismen staendig ueberprueft und weiterentwickelt werden. Und selbst das beste E-Learning-Angebot nutzt nicht, wenn die Infrastruktur nicht stimmt. Auch hier muessen die richtigen Rahmenbedingungen in den Unternehmen geschaffen werden: Dazu gehoert nicht nur die richtige Hardwareausstattung, sondern vielmehr auch eine Weiterbildungskultur, die im Unternehmen gefoerdert werden muss. Feierabendfortbildung oder fest in den Arbeitsablauf integrierte Lernangebote - wie motiviert man Mitarbeiter zum Lernen und foerdert damit die Leistungsfaehigkeit des Unternehmens? Hier muessen E-Learning-Angebote flexibel sein: So aeußerten einige der Arbeitnehmer durchaus den Wunsch, von zu Hause aus zu lernen, einige finden im familiaeren Umfeld jedoch nicht die Ruhe. Hier bietet gerade "Web Based Training" die Vorteile von Zeit- und Ortsunabhaengigkeit. Doch nicht zu unterschaetzen ist der gezielte Aufbau von Medienkompetenz bei einigen Mitarbeitern, bevor E-Learning flaechendeckend zum Einsatz kommen kann. Die gemeinsam erarbeiteten Eckpunkte fuer eine useradaequate Nutzung von E-Learning: - Differenzierte Analyse des Bildungsbedarfs - Angebot der richtigen Infrastruktur - Schaffung einer Weiterbildungskultur - Aufbau von Medienkompetenz Und Arbeitgeber, die sich bereits mit dem Thema E-Learning auseinandersetzen, koennen aufatmen: E-Learning wird nur von wenigen Arbeitnehmern als Instrument gesehen, um Mitarbeiter beim Lernen zu kontrollieren. Die gemeinsame Tagung des dmmv und des DGB-Bildungswerkes gab insgesamt einen konstruktiven und positiven Ausblick in die Welt des E-Learnings. Kommen in der Regel nur die Personalentscheider oder Abteilungsleiter mit der Erarbeitung eines Lernprogramms in Beruehrung, so stand in diesem Fall der direkte Austausch zwischen den Nutzern von Lernprogrammen im Unternehmen und E-Learning-"Machern" im Vordergrund. Fest steht: Der Dialog zwischen Arbeitnehmern und E-Learning-Produzenten wird fortgesetzt. Die naechste Gelegenheit hierzu besteht beim Workshop 7 auf der "Learntec" am 06.02.2002 in Karlsruhe. Dort werden die Ergebnisse der Tagung vorgestellt und diskutiert. ots Originaltext: Deutscher Multimedia Verband (dmmv) e.V. Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Kontakt: Deutscher Multimedia Verband (dmmv) e.V. Claudia Straesser Tel. 0211 - 600 456-26; Fax: -33 mailto: straesser@dmmv.de Weitere Materialien zur Tagung finden Sie unter: http://www.bike-dgb-bildungswerk.de/E-Learning/ Original-Content von: BVDW Bundesverband Digitale Wirtschaft, übermittelt durch news aktuell

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