BVDW Bundesverband Digitale Wirtschaft

Die "jungen" Alten entdecken fuer sich das Internet

    Düsseldorf (ots) - Die halbjaehrliche repraesentative Umfrage zur
Nutzung der Online-Medien - vom Deutschen Multimedia Verband mit in
Auftrag gegeben - kommt in diesem Herbst zu einem auffaelligen
Ergebnis: Die Zahl der Internetnutzer ab 60 Jahren steigt schneller
als in anderen Altersgruppen. Das Internet als junges Medium wird
somit auch fuer aeltere Bevoelkerungsschichten immer interessanter.
    
    Die 6. Befragungswelle des GfK-Online-Monitors zeigt, dass die
Nutzung des Internets weiter zugenommen hat. Gegenwaertig sind 41
Prozent der Bevoelkerung online, das sind 17,1 Millionen Menschen,
die regelmaessig oder gelegentlich das Internet nutzen. Als
Nutzergruppen mit den hoechsten Zusatzraten erweisen sich aeltere
Personen.
    
    Im Vergleich zur 5. Erhebungswelle im Fruehjahr 2000 haben die
Altersgruppen ab vierzig Jahren nochmals zugelegt. So sind jetzt 19
Prozent der ueber Vierzigjaehrigen online, bei den ueber
Fuenfzigjaehrigen sind es 13 Prozent und bei den Senioren ab sechzig
Jahren sind erstmals fuenf Prozent online. Deutlicher wird dieser
Trend jedoch, wenn man die Nutzerzunahme im zeitlichen Vergleich mit
der zurueckliegenden Befragungswelle im Fruehjahr 2000 nimmt: Die
ueber Sechzigjaehrigen legen im Vergleich um 5,4 Prozent zu. Bei den
Fuenfzigjaehrigen betraegt die Zunahme 3,3 Prozent; bei den ueber
Vierzigjaehrigen 3,7 Prozent. Die juengeren Altersgruppen fallen
dagegen ab. Zwar ist ihre Gesamtreichweite um so hoeher, je juenger
die Altersgruppe ist, aber die Zunahme der Onlinenutzer in diesen
Altersgruppen faellt geringer aus.
    
    Korrespondierend zu diesen Ergebnissen hat die Zahl der
Online-Neueinsteiger (von 40 auf 42 Prozent) insgesamt nochmals
zugenommen, wobei der staerkste Zuwachs bei den Gelegenheitsnutzern
zu sehen ist. Auch verfuegen immer mehr private Haushalte ueber einen
Internetzugang. Entsprechend ist die Nutzung zu Hause in die Hoehe
geschnellt. Waren im Fruehjahr diesen Jahres bereits 21 Prozent der
Haushalte online, so sind es nun 28 Prozent mit 7,7 Millionen
Anschluessen. Damit zeigt sich auch, dass beide Maerkte - sowohl der
berufliche als auch der private - fuer die weitere Entwicklung des
Internets bedeutsam sind. Ob privat oder beruflich, die Nutzer
interessieren sich inzwischen besonders stark fuer
Wirtschaftsinformationen und fuer das Versenden von E-Mails. Eine
weitere Wachstumsgruppe stellen nach wie vor Frauen dar. Ihr Anteil
liegt jetzt bei 40 Prozent, Tendenz weiter steigend. "Das Internet
wird zum Massenmedium. Und da sich auch die aeltere Generation fuer
die Internet-Nutzung begeistern kann, beginnt sich die Wissenskluft
zwischen Jung und Alt, die sich anfangs durch Nutzung der digitalen
Medien aufgetan hat, wieder zu schliessen", resuemiert Dr. Lutz
Goertz, zustaendig fuer die Marktforschung beim dmmv.
    
    Die Grundgesamtheit fuer die Untersuchung bilden 8.004 Personen
zwischen 14 und 69 Jahren in Privathaushalten, die telefonisch
befragt wurden. Diese Erhebung ist repraesentativ. Unterstuetzt wurde
die 6. Online-Befragung, die im Zeitraum vom 24. Mai bis 5. Juli 2000
durchgefuehrt wurde, vom dmmv, Gruner + Jahr, Yahoo, AOL, web.de, dem
Axel-Springer-Verlag, der Deutschen Telekom und der Verlagsgruppe
Milchstrasse.
    
    
    
ots Originaltext: Deutscher Multimedia Verband (dmmv) e.V.
Im Internet recherchierbar: http://recherche.newsaktuell.de

Weitere Informationen:
Deutscher Multimedia Verband (dmmv) e.V.
Dr. Lutz Goertz
Tel: 0211600 456 29
Fax: 0211 600 456 33
mailto:goertz@dmmv.de
http://www.dmmv.de

Original-Content von: BVDW Bundesverband Digitale Wirtschaft, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: BVDW Bundesverband Digitale Wirtschaft

Das könnte Sie auch interessieren: