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dmmv-Qualitaetsinitiative QIM-EC gewinnt an Konturen

    Duesseldorf (ots) -  

    - Die Qualitaetsinitiative Electronic Commerce (QIM-EC) des
Deutschen Multimedia Verbandes (dmmv) e.V. wird konkret. Dieser
Teilbereich der Gesamt-Qualitaetsinitiative Multimedia (QIM) verfolgt
das Ziel, Qualitaetskriterien fuer die Erstellung von Online-Shops zu
definieren. Dies soll auf Seiten des Verbrauchers zu mehr
Transparenz, Sicherheit und kundengerechteren Informations- und
Transaktionsprozessen beim Electronic Commerce fuehren. -
    
    Die Ankuendigung der Qualitaetsinitiative Multimedia (QIM) des
dmmv, die sich in die Teilbereiche Electronic Commerce (QIM-EC),
Prozessqualitaet (QIM-P) und Packaged Media (QIM-PM) gliedert, stiess
zu Jahresbeginn auf breite positive Resonanz sowohl bei Unternehmen
als auch bei Experten aus dem Bereich Qualitaetssicherung.
    
    Vertreter fuehrender Electronic Commerce Haeuser unterstreichen
die Bedeutung der Definition von Qualitaetskriterien: "Die neuartigen
Anforderungen, fuer die jetzt spezifische Richtlinien zu schaffen
sind, beziehen sich auf alle Transaktionsbereiche, vom Warenversand
ueber Treuhandkonten (Trustcenter) bis hin zum elektronischen
Zahlungsverkehr", sagt Marc Samwer, Geschaeftsfuehrer von Ebay
Deutschland. Die Auktionsplattform gehoert zu den aktiven Partnern,
die an der QIM-EC mitarbeiten. Bei den Qualitaetskriterien wird
unterschieden zwischen den Bereichen business-to-business (b-to-b),
consumer-to-consumer sowie business-to-consumer (b-to-c), da in
diesen Segmenten unterschiedlicher Regelungsbedarf besteht.
Zielgruppe dieser Qualitaetsinitiative sind demnach die Auftraggeber
- also die Betreiber von Online-Shops - und die Produzenten
(Multimedia-Agenturen), die EC-Shops implementieren, im Mittelpunkt
der Initiative steht allerdings der Nutzen fuer den Verbraucher.
    
    Der hier erarbeitete Kriterienkatalog soll als Grundlage fuer
nationale und auch internationale Regelungen dienen. "Klar definierte
Richtlinien fuer den E-Commerce erleichtern den kleinen und
mittelstaendischen Unternehmen den Zugang zum E-Commerce, den es
dringend zu foerdern gilt", so Carsten Dierks, dmmv-Board-Mitglied
E-Commerce und Geschaeftsfuehrer von Mindways Multimedia."
    
    Die einzelnen Kriterien orientieren sich u.a. an den folgenden
Aspekten: Transparenz Der Verbraucher muss durch den Betreiber eines
E-Commerce-Angebotes eindeutig informiert werden, mit wem er das
Geschaefte abschliesst (Anbieterkennzeichnung), welche Eigenschaften
das Produkt hat und mit welchen Schritten (Mausclicks) er welche
rechtlich verbindlichen Aktionen ausloest. "Dabei soll besonderer
Wert auf die Durchsichtigkeit des gesamten Bestellprozesses aus
Nutzersicht gelegt werden, da noch zu viele Bestellprozesse
abgebrochen werden", wie Stefan Grellert, Marketingleiter Internet
der Conrad Electronic GmbH, aus eigener Erfahrung feststellt.
    
    Online-Marketing Durch die zunehmende Transparenz von Anbietern
und Produkten im Internet sowie durch neue Formen des
Online-Marketings wie Preisvergleichsmoeglichkeiten, Produktrankings
etc. wird sich der Wettbewerb u.a. in Gestalt von Preiskaempfen enorm
verstaerken. Auf Grundlage datenschutz- und wettbewerbsrechtlicher
Bestimmungen werden Kriterien entwickelt, an denen die bestehenden
Methoden des Online-Marketings gemessen werden.
    
    Datenschutz und Datensicherheit Aufgabe der Qualitaetsinitiative
ist es ausserdem, den E-Commerce-Betreiber fuer die
datenschutzrechtlichen Relevanz seiner Geschaeftsvorgaenge zu
sensibilisieren. Ausserdem sind die Anforderungen des Datenschutzes
auch in entsprechender Weise auf der Website funktional umzusetzen,
wie z.B. die Einholung notwendiger Einwilligungen des Kunden oder
Erfuellung von Belehrungspflichten. In puncto Transaktionssicherheit
werden technische Mindestsicherheitsstandards definiert.
    
    Verbraucherschutzvorschriften Abhaengig von der Art der
angebotenen Leistung sind bei der Gestaltung eines kommerziellen
Internetangebotes verschiedene Verbraucherschutzvorschriften zu
beruecksichtigen, wie beispielsweise die Beruecksichtigung der
Regelungen des Verbraucherkreditgesetzes, Reisevertragsrechts oder
aus dem Bereich der Finanzdienstleistungen.
    
    Verwendung von allgemeinen und besonderen Vertragsbedingungen
(AGB) im online geschlossenen Vertrag Eine kommerzielle
Internetpraesentation zielt im allgemeinen auf die Anbahnung und den
Abschluss standardisierter Massengeschaefte, was das individuelle
Aushandeln der einzelnen Vertraege zwischen den jeweiligen
Vertragsparteien oft unmoeglich macht. In diesem Zusammenhang gilt
es, auf eine wirksame Einbeziehung der sogenannten Allgemeinen
Geschaeftsbedingungen, in der beispielsweise die Dauer der Bindung
des Kaeufers an seine Bestellung, die Kosten fuer Versand und
Verpackung, die Lieferfristen, der Erfuellungsort, der
Eigentumsvorbehalt geregelt sind, zu achten.
    
    Bedeutung auslaendischer Rechtsvorschriften Fuer weltweit
praesente kommerzielle Internet-Angebote ist die Frage zu klaeren,
nach welchem Recht ein online geschlossener Vertrag ueber Produkte
und Dienstleistungen im Rahmen des elektronischen Handels zu
beurteilen ist. "In den naechsten Wochen werden die
Qualitaets-Kriterien weiter ausgearbeitet, so dass dann ein
abgestimmter Entwurf vorgelegt werden kann, der bereits die
Anforderungen der bis zum Juni 2000 in deutsches Recht umzusetzenden
Richtlinie ueber den Verbraucherschutz bei Vertragsabschluessen im
Fernabsatz und des zukuenftigen deutschen Fernabsatzgesetzes
beruecksichtigen wird", wie Rechtsanwalt Burkard Luhmer, Referent
beim dmmv fuer E-Commerce, ankuendigt.
    
    Ergaenzt wird die QIM durch die vom dmmv entwickelte "e-commerce
infosite", die im Anschluss an die CeBIT online gehen wird. Sie ist
als zentrale Informationsstelle fuer den Verbraucher gedacht, die
jeden in Deutschland ansaessigen Verbraucher ueber seine Rechte
informiert.
    
ots Originaltext: Deutscher Multimedia Verband (dmmv) e.V.
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Kontakt: Deutscher Multimedia Verband (dmmv) e.V.
Burkard Luhmer
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40221 Duesseldorf
Tel. 0211 600 456 27
Fax. 0211 600 456 33
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