BVDW Bundesverband Digitale Wirtschaft

dmmv-Forderungen zur Schaffung von Grundlagen fuer die Internet Economy

    Duesseldorf (ots) -
    
    Mit einem differenzierten Forderungskatalog zeigt der Deutsche
Multimedia Verband (dmmv) e.V. eine Vielfalt von Massnahmen auf, die
fuer Deutschland notwendig und machbar sind, um es auf dem Weg zu
einer wettbewerbsfaehigen Internet Economy voranzubringen. Adressat
der Forderungen sind sowohl staatliche Stellen, die die Instrumente
zum Wandel in Haenden halten, als auch die Industrie.
    
    Die Veraenderung der Wirtschaft durch die digitalen Medien und die
Potentiale des elektronischen Geschaeftsverkehrs sind Bestandteil
jeder zukunftsorientierten Aussage seitens der Regierung. Mit dem
Aktionsplan "Innovation und Arbeitsplaetze in der
Informationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts" hat die
Bundesregierung einen wichtigen, wenngleich nicht genuegend
umfassenden Plan vorgelegt. Der dmmv moechte mit seinem
Forderungskatalog auf die aus seiner S  icht wichtigsten Themen
hinweisen. Zudem fordert der dmmv die oeffentlichen Stellen auf, die
im Aktionsplan dargestellten Punkte zu realisieren.
    
    Hierzu gehoert, dass die oeffentliche Hand die Neuen Medien ebenso
konsequent in ihren "Geschaeftsprozess" einbindet, wie sie es der
Industrie empfiehlt. Konkret heisst das, dass die Beschaffung und
alle Ausschreibungen konsequent ueber das Internet vorgenommen
werden. Ferner sollte jeder Mitarbeiter im oeffentlichen Dienst einen
eigenen personalisierten Email-Account sowie Zugang zum Internet
erhalten.
    
    Mit seinem ausschreibungsrelevanten Budget in Milliardenhoehe
wuerde die Bundesregierung den Electronic Commerce substanziell
unterstuetzen ohne zusaetzliche Steuergelder aufwenden zu muessen.
"Wer Veraenderungen und das Schritthalten mit den technischen
Innovationen von der Wirtschaft fordert, muss auch selbst willens
sein, Veraenderung in den eigenen Strukturen und Ablaeufen
umzusetzen", so Alexander Felsenberg, Vizepraesident und
Geschaeftsfuehrer des dmmv.
    
    Ein weiterer Aspekt der Forderungen umfasst die Bildungspolitik.
Hier sollte die Kultusministerkonferenz dahingehend bewegt werden,
fuer den Umgang mit den Neuen Medien bundesweit einheitliche
Lernziele zu definieren. In den Schulen muessen sowohl die
technischen Fertigkeiten als auch die Kompetenzen zur Bewertung der
Inhalte vermittelt werden. Hierzu ist sicherzustellen, dass die
finanzielle Ausstattung von Schulen und Universitaeten fuer einen
permanenten Zugang zum Internet gewaehrleistet ist.
    
    Ein weiterer Faktor ist das Umdenken in der deutschen
Steuerpolitik. Als indirekte Foerderung der Nutzung des Internets
bzw. seiner Inhalte soll der Mehrwertsteuersatz fuer alle kulturellen
Inhalte (wie es im Buchbereich seit jeher gesetzlich verankert ist),
ISP-Dienstleistungen und Electronic Commerce-Umsaetze auf 7 %
reduziert werden. UEberdies wuerde die Bundesregierung durch eine
solche Massnahme ihrem klaren Bekenntnis fuer die Bedeutung der
Informationswirtschaft und des Medienstandortes Deutschland Ausdruck
verleihen. Eine wie auch immer ausgestaltete "Bit tax" auf virtuelle
Gueter ist und bleibt abzulehnen. Eine eindeutige Aussage der
Bundesregierung ist dringend erforderlich, um Unsicherheit im Markt
zu vermeiden.
    
    Schliesslich ist es dringend erforderlich, den potentiellen
Nutzern und Inanspruchnehmern die bestehenden Aktivitaeten und
Foerderungsmoeglichkeiten transparent zu machen, d.h. die
Bundesregierung muss ihre Aktivitaeten offensiv kommunizieren
(Werbung/PR), um eine zielgerichtete Inanspruchnahme zu
gewaehrleisten. Koordiniertes professionelles Marketing ist hier
gefordert, d.h. ein Pitch (Wettbewerbspraesentation) fuer die
Werbekampagne sollte ausgeschrieben werden.
    
    Die Forderungen des dmmv umfassen folgende acht Punkte
1.    Foerderung der Internet-Verbreitung
2.    Bildungspolitik: z.B. Einsatz der Neuen Medien in Aus- und
        Weiterbildung
3.    Beschaeftigungspolitik: z.B. Foerderung des IT-Nachwuchs
4.    Transparenz im Datenschutz und bei der Verantwortlichkeit fuer
        Inhalte
5.    Steuergesetzgebung: z.B. Reduzierung des Mehrwertsteuersatzes
        fuer Internet-Dienstleistungen
6.    Medien-/Ordnungspolitik z.B. Gebuehrenfreiheit fuer Internet-PCs
7.    Oeffentlichkeitsarbeit: Werbe- und PR-Kampagne der Politik
8.    Klassifikation der Maerkte im Multimedia-Bereich
    
    Der Forderungskatalog ist im Detail auf der dmmv-Website unter
http://www.dmmv.de/info/forderungskatalog.htm einzusehen. Er ist ein
aktuelles Positionspapier und wird permanent der Situation angepasst.
    
    Background dmmv
    
    Der dmmv ist das Organ der deutschen Internet- &
Multimedia-Dienstleistungsbranche (E-Inhalte, Electronic Commerce,
E-Services, Online-Vermarkter, Multimedia -Agenturen,
Multimedia-Produzenten, ISP, Online-Dienste) mit ueber 990
Mitgliedern. Hauptaufgabe der Berufs- und Interessenvertretung ist
es, der neuen Medien- & Dienstleistungsbranche ein gesichertes und
fuer alle ertragreiches Taetigkeitsfeld zu gewaehrleisten.
    
    Arbeitsbereiche sind hierbei:
- Ausbildung
- Business Channels/ B-TV
- Electronic Commerce
- Entertainment
- Finanzierung / Foerderung
- Medien- & Ordnungspolitik  
- Informationswirtschaft
- Intranet/Workflow
- Multimedia in Medizin / Pharma und Gesundheit
- Multimedia Publishing
- Online-Media
- 1-1 und Datenschutz
- POI-POS Systeme
- Projektmanagement
- Qualitaet
- Recht
- Weiterbildung
- Online Werbung
- Online Strategie
    
    Als Ansprechpartner fuer Industrie (sowie deren Vertretungen),
Politik, Behoerden und Presse ist es dem dmmv gelungen, eine starke
Vertretung zu etablieren. Darueber hinaus ist der dmmv
Gruendungsmitglied und im Vorstand der im Juli 1997 gegruendeten FSM
"Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia". Zudem ist der dmmv Mitglied
im Spitzenverband der deutschen Softwareindutrie (SVDS)
    
    Auszug aus der Mitgliederliste: AdLINK, AOL, Apple, Beans
Industry, Cybernet AG, Deutsche Telekom, die Argonauten, Doubleclick
GmbH, Elephant Seven, Feedback, ICON MEDIALAB, Kabel New Media, MGM,
Microsoft, Mindways Multimedia, M.I.T., Musik Komm., NCI, Pixelpark
AG, Popnet AG, Siemens Business Services, Universitaet Muenchen,
Universitaet Siegen, ....
    
    Praesidium: Praesident: Rainer Wiedmann, Die Argonauten
Vizepraesident/Geschaeftsfuehrer: Alexander Felsenberg
Vizepraesident/Finanzen: Dr. Florian Korff, Galileo

ots Originaltext: Deutscher Multimedia Verband (dmmv) e.V.
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Kontakt:
Deutscher Multimedia Verband (dmmv) e.V.
Kaistrasse 14
40221 Duesseldorf
Alexander Felsenberg,
Tel. 0211 600 456 20,
Email: felsenberg@dmmv.de
Gregor Fuchs,
Tel. 0211 600 456 26,
Email: fuchs@dmmv.de
Fax. 0211 600 456 33
Internet: http://www.dmmv.de

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