Odeon Film AG

Odeon Film hebt Planzahlen an: Gewinnschwelle soll noch in 2001 bei einem EBIT von 0,7 Mio. Euro überschritten werden - Für 2002 EBIT-Anstieg auf 1,7 Mio. Euro erwartet
Langfassung

    München/Geiselgasteig (ots) - Die Odeon Film AG, Geiselgasteig,
wird im laufenden Geschäftsjahr 2001 die Gewinnschwelle mit einem
Konzern-EBIT von rd. 0,7 Mio. Euro überschreiten. Für das kommende
Geschäftsjahr 2002 ist ein Anstieg des Konzern-EBIT auf rd. 1,7 Mio.
Euro geplant, teilte der TV- und Kinospielfilm-Produzent am 26. April
auf der Bilanzpressekonferenz in München mit.
    
    "Der Odeon Film-Konzern wird sich auf seine Kernkompetenz Film-
und Fernsehaktivitäten konzentrieren", betonte Hans Joachim Mendig,
als TV-Vorstand für den umsatzstärksten Konzernbereich verantwortlich
und kommissarischer Nachfolger des bisherigen Vorstandssprechers Dr.
Andreas Pres. "Ein Schwerpunkt wird die weitere Stärkung der
Profitabilität sein", so Mendig weiter und ergänzte: "Konzernwachstum
wird aus einem internen Umsatzanstieg resultieren sowie aus
Akquisitionen". Die Odeon Film sei in ihren Kerngeschäftsmärkten
TV-Produktion und Spielfilm-Produktion gut positioniert.
    
    "Im laufenden Geschäftsjahr werden sich produktionstechnisch
wieder Umsatzverschiebungen ins nächste Jahr hinein ergeben",
erläuterte Mendig. Damit werde das hohe Niveau des Vorjahres in 2001
beim TV-Segmentergebnis nach IAS mit 2,5 Mio. Euro und beim Umsatz
mit 37,8 Mio. Euro leicht unterschritten, während im Spielfilmbereich
ein Segmentumsatz von 12,3 Mio. Euro und die Erreichung der
Gewinnschwelle geplant sind. "Gleichwohl rechnen wir für den Konzern
insgesamt mit einem Umsatz von 50,1 Mio. Euro und einem EBIT in Höhe
von rd. 0,7 Mio. Euro. Die Odeon Film wird die Gewinnschwelle im
laufenden Geschäftsjahr 2001 überschreiten.
    
    Für das kommende Geschäftsjahr 2002 plant der Vorstand einen
Umsatzanstieg auf 54,2 Mio. Euro und eine weitere Steigerung des
Konzern-EBIT auf rund 1,7 Mio. Euro. "Bei diesen Prognosen sind die
angestrebten Akquisitionen, die den Bereichsumsatz erhöhen würden,
nicht berücksichtigt".
    
    Im einzelnen rechnet Mendig mit einem Verdrängungswettbewerb im
TV-Markt. Ein Vorteil für die Odeon Film ist, dass sie auf eine lange
Tradition zurückblicken kann. "Die Monaco-Gruppe feiert in diesem
Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum", hob Mendig hervor, "dabei sind unsere
TV-Töchter im Krimibereich ja bereits seit Jahren Marktführer". Die
Odeon Film werde sich bei Familienserien und Romantic Comedies
künftig stärker engagieren. Für denkbar hält Mendig ferner die
Entwicklung eines Weekly-Formats. Außerdem wolle die Odeon Film mit
internationalen Co-Produktionen ein für sich neues Feld bestellen.
    
    "Im Kinofilmbereich wird der Schwerpunkt des laufenden
Geschäftsjahres 2001 vor allem im 1. Halbjahr die Verwertung unserer
Produkte sein", erläuterte Bereichsvorstand und Produzent Reinhard
Klooss. "Die Grundlage für entsprechendes Umsatzwachstum im
Spielfilmbereich haben wir bereits im vergangenen Geschäftsjahr
gelegt", so Klooss weiter. "Nach unseren Erwartungen wird damit der
Spielfilmbereich im Jahr 2001 den Break-even erzielen. Für das Jahr
2002 peilen wir einen Segment-Gewinn an."
    
    Kernziel für die Spielfilmproduktion ist es, ein größerer
europäischer Player mit Erfolgschancen im US-Markt zu werden. "Dazu
fokussieren wir uns auf drei Marktsegmente." Produziert werden
deutschsprachige Filme für den deutschen Markt bei kleineren bis
mittleren Budgets sowie deutsche hochwertige Filme mit
internationaler Verwertbarkeit. Das dritte Marktsegment umfasst
Beteiligungen an kommerziellen internationalen Produktionen, die im
Ausland und in Deutschland Erfolgspotential besitzen. "Unser neues
internationales 35 Mio. DM-Projekt "Buffalo Soldiers" wird hierbei
ein Erfolgsfaktor sein", freute sich Klooss.
    
    "2000 war ein gutes Jahr für die Odeon Film," kommentierte Dr.
Andreas Pres, Sprecher und Finanzvorstand auf seiner letzten
Bilanzpressekonferenz bei der Odeon Film. Im einzelnen entwickelte
sich das Geschäft der Fernsehproduk-tion, dem umsatzstärksten
Konzernbereich der Odeon Film-Gruppe, im Geschäftsjahr 2000 sehr
positiv. Erneut zählten mit ARD, ZDF, RTL und SAT.1 die bedeutendsten
Fernsehstationen zu unseren Kunden. Die Dreharbeiten für alle sechs
aktuellen Serien ,"Ein Fall für zwei", "Die Kommissarin", "Wolffs
Revier", "Der Ermittler", "SK Kölsch" und "Der Puma", verliefen nach
Plan.
    
    Die Geschäftserfolge spiegeln sich in den Umsatz- und
Ertragszahlen wider. Der Segmentumsatz erhöhte sich gegenüber dem
Vorjahr um 32% auf 38,8 Mio. Euro. Innerhalb des Konzerns trug der
Fernsehbereich damit gut 85% zum Gesamtumsatz bei. Das operative
Ergebnis verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr von 0,6 Mio. Euro auf
3,1 Mio. Euro, dies entspricht einer Steigerung nach IAS um über
400%. Damit hat die durchgeführte Fokussierung auf Profitabilität und
die Zentralisierung der administrativen Strukturen vor allem im
TV-Bereich auf der Kostenseite früher als erwartet gegriffen.
    
    Der Konzernbereich Spielfilmproduktion wurde im Berichtsjahr 2000
durch Produktionsausweitung und Internationalisierung geprägt. Dabei
wurde die Strategie, Odeon Film als Produzent, Co-Produzent und
Co-Finanzier internationaler Produktionen weiter zu etablieren,
konsequent fortgesetzt.
    
    Zu den Highlights 2000 gehört die Produktionsaufnahme des
internationalen 35 Millionen-DM-Projektes "Buffalo Soldiers", mit dem
die Odeon Film zum zweiten Mal nach "Asterix & Obelix" an einer für
europäische Verhältnisse sehr großen Filmproduktion beteiligt ist,
die zudem US-Filmstars aufweisen kann. Die weiteren Highlights sind
die Dreharbeiten von "Der Jude und das Mädchen", die
deutsch-französische Co-Produktion "Mortel Transfert" unter der Regie
des Kultfilm-Regisseurs Jean-Jacques Beineix sowie "Triumph Of Love",
die neue Produktion von Bernardo Bertolucci.
    
    Mit der Ausweitung der Kinofilmproduktion wurden die
Wachstumspläne in 2000 eingehalten. Der Bereichsumsatz belief sich im
abgelaufenen Geschäftsjahr auf 7,3 Mio. Euro nach 4,3 Mio. Euro im
Vorjahr und erreichte damit ca. 15% des Gesamtumsatzes. Die
Gesamtleistung erhöhte sich um 85% auf 12,6 Mio. Euro gegenüber 6,8
Mio. Euro im Vorjahr. Das operative Ergebnis betrug - 1,6 Mio. Euro.
    
    Im Internet-Bereich entwickelte sich das Geschäft in 2000 aufgrund
der Branchentrends "anders als die Vorgaben zu Beginn lauteten",
erläuterte Dr. Pres. Damals sollte der Internet-Bereich
restrukturiert und neu aufgebaut werden. Die externen Entwicklungen
an der Börse und in der Branche sowie die interne Priorisierung der
Profitabilität führten letztendlich aber statt zum Neuaufbau zur
Einstellung des Internet-Bereiches. "Damit haben wir konsequent
gehandelt, auch wenn ich das persönlich bedauere, da wir bereits eine
Menge erreicht hatten." Der Internet-Umsatz wurde im Berichtsjahr
2000 mit  0,3 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr mit 0,01 Mio. Euro
deutlich gesteigert. Das operative Segmentergebnis war mit -1,9 Mio.
Euro. deutlich besser als die ursprüngliche Planung in Höhe von -3
Mio. Euro.
    
    Insgesamt stieg der Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2000 gegenüber
dem Vorjahr um 36% auf 45,8 Mio. Euro. Gleichzeitig nahm die
Gesamtleistung um 41% auf 51,8 Mio. Euro zu. "Auch das EBIT ist mit
-1,6 Mio. Euro deutlich positiver ausgefallen, als wir noch zu Beginn
des Wirtschaftsjahres 2000 planen konnten".
    
    Aufgrund eines guten Finanzergebnisses von 0,6 Mio. Euro ist das
Ergebnis vor Steuern mit -1 Mio. Euro besser ausgefallen als letztes
Jahr. Das Ergebnis je Aktie ist nach IAS mit -48 Cent je Aktie um 27
Cent besser als in 1999.
    
    Wie im Vorjahr zeigen sich Bilanz und Finanzlage der Odeon Film
als äußerst solide. Die Bilanzsumme ist um 4,1 Mio. Euro auf 42,4
Mio. Euro gewachsen. Der Cash-Flow aus operativer Tätigkeit konnte in
2000 gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert werden. Der
Mittelabfluss betrug nur -1,5 Mio. Euro gegenüber 13,1 Mio. Euro in
1999. Die liquiden Mittel belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 10,1
Mio. Euro.
    
    "In 2000 haben wir die Basis für die Profitabilität der kommenden
Geschäftsjahre geschaffen", so Dr. Pres abschließend.
    
    
ots Originaltext: Odeon Film AG
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