Odeon Film AG

Odeon Film AG: Jahresziele werden erreicht (Langfassung)

    Geiselgasteig (ots) -

    Ausgliederung des Internet-Geschäftes vorbereitet - Umstrukturierung und Ertragsentwicklung 2000 voll nach Plan - Aufbauinvestitionen führen im 1. Halbjahr 2000 zu planmäßigem Verlust - 18,6 Mio. Euro (36,4 Mio. DM) in der Kasse

    Die Odeon Film AG, Geiselgasteig, hat ihre im 1. Quartal 2000
eingeleiteten Umstrukturierungsmaßnahmen weiter voll nach Plan
durchgeführt und im 2. Quartal die Phase der Neustrukturierung des
Internetbereiches erfolgreich begonnen. Wie der Vorstand in dem jetzt
veröffentlichten Halbjahresbericht mitteilt, wurden gleichzeitig
Vorbereitungen für eine Ausgliederung des Internet-Geschäftes
getroffen. Für das gesamte Geschäftsjahr erwartet der Vorstand die
gesetzten Ziele zu erreichen und sieht der weiteren Entwicklung
optimistisch entgegen.
    
    Im einzelnen rechnet der Bereichsvorstand für die
TV-Filmproduktion im Gesamtjahr 2000 mit einem Umsatz von 35,8 Mio.
Euro (70 Mio. DM) und einem Ergebnis von 1,1 Mio. Euro (2,2 Mio. DM).
Für die Kinofilmproduktion sind ein Bereichsumsatz von 4,1 Mio. Euro
(8,1 Mio. DM) und ein Bereichsergebnis von -1,1 Mio. Euro (-2,1 Mio.
DM) geplant. Insgesamt werden für das laufende Geschäftsjahr 2000 ein
Konzernumsatz von 40,2 Mio. Euro (78,6 Mio. DM) und eine
Gesamtleistung von 46,3 Mio. Euro (90,5 Mio. DM) erwartet.
    
    Die Ertragslage wird im Jahr 2000 stark durch die geplanten
Internetaufbauleistungen geprägt. Hier werden neue Konzepte im
Hinblick auf Ertragschancen und pay back Periode derzeit noch
intensiv überprüft und optimiert.
    
    Als Voraussetzung für die erfolgreiche Realisierung der neuen
Internet-Konzepte nennt der Vorstand die richtige Manpower sowie den
erfolgreichen Abschluss laufender Verhandlungen mit Partnern sowohl
aus dem Content- wie auch dem Technologiebereich. "Mit allem sind wir
auf einem guten Weg", so Vorstandssprecher Dr. Andreas Pres, der
gleichzeitig die Internet-Aktivitäten verantwortet. "Die erste Phase
der Neustrukturierung des Internet-Geschäftes haben wir erfolgreich
abgeschlossen und eine Ausgliederung ist vorbereitet."
    
    Wie angekündigt wird bei einem deutlichen Ausbau der
Internet-Aktivitäten für den Konzern im laufenden Geschäftsjahr 2000
planmäßig ein EBIT von -4,5 Mio. Euro (-8,8 Mio. DM) erwartet. Davon
würden allein 3,1 Mio. Euro (6,0 Mio. DM) eben auf die Aufbauleistung
für das Internet entfallen. Allerdings wird derzeit geprüft, ob die
Odeon Film diese Aufbauinvestitionen allein tragen muss. "Bei
erfolgreicher Ausgliederung des Internet-Geschäftes kann die geplante
Ertragsbelastung deutlich geringer sein", so Dr. Pres weiter. "Die
Überschreitung der Gewinnschwelle ist für das Geschäftsjahr 2002
vorgesehen, dieses Ziel kann abhängig von den geplanten
Internet-Aktivitäten dann auch schon eher erreicht werden."
    
    Im 1. Halbjahr 2000 belief sich der Umsatz der Odeon Film AG auf
18,6 Mio. Euro (36,3 Mio. DM) gegenüber 11,8 Mio. Euro (23 Mio. DM)
im Vorjahreszeitraum. "Damit zeigt sich bereits in den ersten sechs
Monaten der planmäßige Umsatzanstieg für das Geschäftsjahr 2000." Die
Gesamtleistung erreichte 21 Mio. Euro (41,1 Mio. DM). Hierin sind
unter anderem Filmförderungen für die Produktion von "Honolulu" sowie
aktivierte Eigenleistungen des Dokumentarfilms "Leni Riefenstahl im
Sudan" und der deutsch-französischen Kinofilmproduktion "Mortel
Transfert" enthalten.
    
    Im Kinobereich fanden in Paris und München die Dreharbeiten von
"Mortel Transfert" unter der Regie von Jean-Jacques Beineix statt,
der mit weltweit erfolgreichen Kinoklassikern wie "Betty Blue" und
"Diva" zu den führenden Regisseuren Europas gehört. Nach "Asterix &
Obelix gegen Caesar" und "Code Inconnu" setzt Odeon Film mit "Mortel
Transfert" die Strategie fort, sich als Co-Produzent weltweit
vermarktbarer Produkte weiter zu etablieren und einen eigenen
hochkarätigen Rechtestock aufzubauen und international auszuwerten.
"Unsere Strategie ist es, dass wir uns international nur an Filmen
beteiligen, bei denen wir aufgrund unseres Produktions-Know-hows und
der Kenntnis des deutschen Marktes sowie unseres Zugriffs auf
flexible Verwertungsstrukturen attraktive Partner sind", sagte das
für diesen Bereich verantwortliche Vorstandsmitglied, Reinhard
Klooss.
    
    Weitere herausragende Ereignisse im Kinofilmbereich sind, neben
der deutsch-französischen Produktion "Mortel Transfert", die
Erich-Kästner-Verfilmung "Emil und die Detektive" sowie die
Vorbereitungen zur deutsch-britischen Produktion "Buffalo Soldiers".
    
    Den englisch-sprachigen Film "Buffalo Soldiers" plant Odeon
Pictures mit dem jungen, australischen Erfolgsregisseur Gregor
Jordan, der fünf Australian Academy Awards in Hauptkategorien
erhalten hat, und internationalen Partnern wie der britischen
"FilmFour", dem US-Weltvertrieb "Good Machine" und der
Produktionsfirma "Gorilla Entertainment", mit der die Odeon Pictures
den Film gemeinsam on location in Karlsruhe drehen wird.
    
    Die Dreharbeiten zu der Erich-Kästner-Verfilmung von "Emil und die
Detektive" haben bereits begonnen. Regie führt Franziska Buch.
Hauptdarsteller sind Maria Schrader, Jürgen Vogel und Kai Wiesinger.
Zudem baut Odeon Film mit "October Films" eine Reihe von
spektakulären Dokumentarfilmproduktionen als additives Segment seiner
Strategie auf. Der Low-budget-Film "Honolulu" wurde Ende Juni auf dem
Münchner Filmfest uraufgeführt.
    
    Bei der TV-Filmproduktion als Hauptumsatzträger konnte Odeon Film
die Position als Nr. 1 im TV-Krimi-Markt weiter festigen und
ausbauen. "Dieser Erfolg ist darauf zurückzuführen, dass wir unsere
TV-Serien permanent den Marktanforderungen anpassen", erklärt das
verantwortliche Vorstandsmitglied Hans Joachim Mendig. Dabei
verliefen die Dreharbeiten zu den neuen Folgen der lang laufenden
Erfolgsserie "Ein Fall für zwei" sowie für die Serien "Die
Kommissarin", "Wolffs Revier" und "SK Kölsch" nach Plan.
Hervorzuheben sind die erfolgreiche Einführung des neuen TV-Formates
"Der Puma - Kämpfer mit Herz" (Arbeitstitel), eine
Martial-Arts-Produktion für das werberelevante Fernsehpublikum, sowie
der nahtlose Produktionsübergang von der TV-Krimiserie "Die
Mordkommission" zur Nachfolgeserie "Der Ermittler" (Arbeitstitel).
    
    Die Mitarbeiterzahl erhöhte sich im Berichtszeitraum auf 53 (38),
wobei sich die Zunahme vor allem aus dem Aufbau des
Internet-Bereiches sowie dem Ausbau der Produktionskapazitäten des
Kinofilmbereiches ergab.
    
    Wie schon auf der Bilanzpressekonferenz vom 9. Mai und der
Hauptversammlung vom 20. Juni angekündigt, war für das 1. Halbjahr
mit einem durch Aufbauleistungen verursachten Verlust zu rechnen. Der
EBIT betrug -1,2 Mio. Euro (-2,3 Mio. DM). "Dies bedeutet ein leicht
verbessertes Ergebnis gegenüber den Planungen", freut sich
Finanzvorstand Dr. Pres.
    
    Das Periodenergebnis nach Steuern betrug -0,4 Mio. Euro (-0,9 Mio.
DM). Als Ergebnis je Aktie errechnen sich für das 1. Halbjahr -0,22
Euro (-0,43 DM).
    
    Die liquiden Mittel beliefen sich zum 30. Juni 2000 auf 18,6 Mio.
Euro (36,4 Mio. DM). "Damit sind wir für unser weiteres Wachstum gut
gerüstet", so Dr. Pres abschließend.
    
    Der vollständige Halbjahresbericht wird heute unter
www.neuer-markt.de veröffentlicht.
    
    
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