Odeon Film AG

Odeon Film AG investiert 12 Mio. DM in massive Internet-Aufbauleistungen
Umsatzstarke TV-Produktion wird optimiert
Wachstumsbereich Kinofilm-Produktion wird ausgebaut
Über 100 Mio. DM Umsatz bis 2001 erwartet

    Frankfurt a. M./Geiselgasteig (ots) - "Die stärkste Aufbauleistung
mit der größten Zukunftswirkung für die Odeon Film AG ist im neuen
Geschäftsfeld Internet zu erbringen." Das erklärte der neue
Vorstandssprecher und Finanzchef Dr. Andreas Pres am 9. Mai 2000 auf
der Bilanz-Pressekonferenz des Unternehmens in Frankfurt/Main. In
diesem Rahmen plant die Odeon Film AG mit Sitz in Geiselgasteig in
den Geschäftsjahren 2000 und 2001 einen Verlust von insgesamt 13 Mio.
DM. "Mit den geplanten Verlusten werden wir die Fähigkeiten
entwickeln", so der promovierte Jurist weiter, "mit denen wir künftig
die Premium-Content-Substanz und das Medien-Know-how der beiden
anderen weiter wachsenden Odeon-Geschäftsfelder TV- und
Filmproduktion mit den derzeitigen Internet-Aktivitäten zu einem
integrierten Medienangebot verzahnen." Im Internet-Zeitalter sei
Content ein entscheidender Erfolgsfaktor. "Und hier sind wir mit
unserer Kreativ-Kompetenz im TV- und im Filmgeschäft exzellent
positioniert," betonte Dr. Pres.
    
    Die Odeon Film sei in einen Markt eingetreten, der sich gerade
erst im Entstehen befinde und ein rasantes, exponentielles Wachstum
vor sich habe. "Wir werden in der ersten Reihe dabei sein und diesen
Markt mit gestalten." Mit den Internet-Aktivitäten in Verbindung mit
den beiden Geschäftsfeldern TV- und Filmproduktion schaffe die Odeon
Film AG im Zeitalter der Neuen Medien ein hochinteressantes und
bedeutendes Asset für ihre Aktionäre. Ein konkretes Internet-Konzept
werde derzeit im Rahmen der Budgetvorgaben entwickelt und soll in
vier Monaten vorgelegt werden.
    
    Im einzelnen werden die Internet-Aktivitäten die Ergebnisse im
Geschäftsjahr 2000 mit etwa 6 Mio. DM und im Geschäftsjahr 2001 mit
etwa 5 Mio. DM belasten. Vor allem durch diese Aufbauleistungen wird
Odeon Film im laufenden Geschäftsjahr 2000 bei einem Gruppen-Umsatz
von 78,6 Mio. DM ein EBIT von minus 8,8 Mio. DM hinnehmen müssen. Die
Gesamtleistung wird voraussichtlich 90,5 Mio. DM erreichen.
    
    Im kommenden Geschäftsjahr 2001 wird die Odeon Film AG erstmals
die Umsatzmarke von 100 Mio. DM übertreffen. "Gleichzeitig werden wir
das EBIT gegenüber dem Vorjahr dann auf minus 4 Mio. DM halbieren",
sagt der Vorstand voraus.
    
    Im abgelaufenen Geschäftsjahr 1999 betrug der Umsatz 66,1 Mio. DM.
Damit hat er sich um etwa 8 % gegenüber dem ursprünglichen Planwert
verschoben. Die Gesamtleistung erreichte 72 Mio. DM. Dr. Pres räumte
ein, dass die Aufwands- und Ergebnisrelationen bei den
Internet-Aktivitäten im ersten Anlauf von der Odeon Film nicht
richtig eingeschätzt wurden. Dieser Planungsfehler habe sich beim
Ergebnis ausgewirkt. Ursprünglich wurde damit gerechnet, ein EBIT von
2,1 Mio. DM zu erwirtschaften. Erreicht wurde nur ein EBIT von 0,2
Mio. DM.
    
    Die Emissionskosten beliefen sich auf rund 3,7 Mio. DM. Nach
Bereinigung des Ergebnisses um die außerordentlichen Aufwendungen
ergibt sich ein DVFA/SG-Ergebnis von - 0,19 DM je Aktie.
    
    Die Vermögens- und Finanzlage war durch das IPO deutlich geprägt.
Die Eigenkapitalquote habe sich aufgrund des Börsengangs von 14 % in
1998 auf 72 % in 1999 verbessert.
    
    In den einzelnen Geschäftsbereichen konnte die Film-Produktion ein
wesentliches Ziel erreichen. Pro Jahr sollen mindestens vier Filme
aus eigener Produktion bzw. aus Co-Produktionen in die Kinos gebracht
und damit die Odeon Film AG in der Gruppe der führenden Produzenten
in Deutschland etabliert werden. "Dies ist uns gelungen," freute sich
Film-Vorstand Reinhard Klooss.
    
    Im Ranking der führenden europäischen Fachzeitschrift "Screen
International" nimmt die Odeon Film AG Platz 1 ein. Sie wurde zum
deutschen Spielfilmproduktionsunternehmen des Jahres 1999 gewählt.
    
    Wesentlich zu diesem Erfolg beigetragen hat die
französisch-deutsche Co-Produktion "Asterix", die auch in München
produziert wurde. Sie war 1999 der erfolgreichste nicht-amerikanische
Film in Europa. Mehr als neun Millionen Besucher sahen den Film in
Frankreich, über vier Millionen im deutschsprachigen Raum. In
Deutschland wurde die Produktion mit der "Goldenen Leinwand"
ausgezeichnet, was nach "Asterix" nur noch amerikanischen
Produktionen gelang.
    
    Auf dem deutschen Markt auch erfolgreich lief die Komödie "Tach
Herr Dokter" mit Starkomiker Gerd Dudenhöffer alias Heinz Becker, die
im Herbst 1999 in die Kinos kam.
    
    Mit der Internationalisierung der Filmproduktion habe allerdings
früher begonnen werden müssen als vorgesehen. Dadurch werde der
Aufwand für die Aufbauarbeiten in diesem Bereich erhöht. Dies wirke
sich im laufenden Geschäftsjahr 2000 auf das Ergebnis aus. "Wir
erwarten einen Umsatz von 8,1 Mio. DM und eine Gesamtleistung von 20
Mio. DM, während sich das Segmentergebnis mit 2,1 Mio. DM negativ
entwickeln wird."
    
    1999 wurde mit der Filmproduktion bei einem Umsatz von 8,5 Mio. DM
und einer Gesamtleistung von 13,4 Mio. DM ein Segmentergebnis von 1,8
Mio. DM erzielt.
    
    Für das kommende Geschäftsjahr 2001 rechnet der Vorstand im
Kinofilm-Bereich mit einem Umsatz von 24 Mio. DM und mit einer
Gesamtleistung von 26 Mio. DM. "Beim Ergebnis erwarten wir 2001 eine
schwarze Null."
    
    Die TV-Tochterfirmen Monaco Film, Odeon TV und Nostro Film haben
ihre führende Position als Produzenten hochwertiger fiktionaler
Fernsehprogramme gefestigt. Im Krimi-Serienbereich ist die Odeon Film
AG die Nummer 1. Ein Drittel der Top 15 Krimi-Serien im deutschen
Fernsehen waren für 1999 von den Odeon Film-Töchtern produziert
worden.
    
    Der TV-Bereich werde künftig nicht nur eine Wachstumssäule der
Unternehmensgruppe, sondern insbesondere eine Ertragssäule sein. Die
administrativen Strukturen werden dort, wo es geht, weiter
zentralisiert. Daraus werden Kosteneinsparungen erwartet. Die
TV-Projekte selbst werden als Profitcenter durchgeführt. Die
eingeleiteten Maßnahmen werden in den nächsten Monaten durchgeführt
und im kommenden Geschäftsjahr in diesem Geschäftsbereich voll
greifen. Das Segmentergebnis der TV-Produktion belief sich im
Berichtszeitraum auf 1,2 Mio. DM bei einem Umsatz von 57,6 Mio. DM.
    
    Für das laufende Geschäftsjahr 2000 erwartet der Vorstand für die
TV-Produktion eine deutliche Ertragssteigerung. Bei einem
Umsatzvolumen von 70 Mio. DM ist ein Segmentergebnis von 2,2 Mio. DM
geplant. "Und für 2001 rechnen wir mit einem weiteren Anstieg des
TV-Segmentergebnisses auf 3,1 Mio. DM." Dabei wird sich der Umsatz
auf 76 Mio. DM erhöhen.
    
    "Insgesamt wird die Odeon Film AG für ihre Aktionäre nach
erfolgreichem Abschluss der Aufbau- und Ausbauarbeiten sowie der
Geschäftsoptimierung wieder ein Ertragswert", versicherte Dr. Pres
abschließend.
    
    
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