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Big Data: Fluch oder Segen für die Versicherungsbranche?

Frankfurt / London (ots) -

BearingPoint-Studie zeigt: 
90 Prozent der Versicherer haben noch keine firmenweite Big Data 
Strategie implementiert / Unternehmen bewegen sich in einem 
Teufelskreis 

Google Executive Chairman Eric Schmidt prophezeite schon im November letzten Jahres im Insurance Journal Online, dass die Versicherungsbranche unter der Verwendung von Big Data "explodieren" werde. Nun drohen risikoscheue Versicherungsgesellschaften den Anschluss zu verlieren und von neuen agileren Daten-Sammlern überholt zu werden, da sie vielfach mit traditionellen Geschäftsmodellen weiterarbeiten. Dies zeigt eine aktuelle Studie des BearingPoint Institute unter 30 europäischen und US-amerikanischen Versicherungsunternehmen. Die Branche bescheinigt Big Data und Advanced Analytics zwar einen erheblichen Einfluss auf deren Geschäftsmodelle, doch die meisten Unternehmen sind noch nicht auf den Wandel vorbereitet:

   - 71 Prozent der Befragten räumten den Themen Big Data und 
     Advanced Analytics eine maximale Priorität bis zum Jahr 2018 ein
   - Doch nur 24 Prozent attestierten ihrem Unternehmen dabei einen 
     fortgeschrittenen oder einen führenden Reifegrad
   - Nur zehn Prozent gaben an, einen firmenweiten 
     Implementierungsprozess gestartet zu haben. 

Die Verzögerung von Big Data und Advanced Analytics wird zum Teufelskreis in der Versicherungsbranche

Auf die Frage, weshalb Big Data eine Herausforderung für Führungskräfte von Versicherungsunternehmen quer über Ländergrenzen hinweg darstellt, ergab sich ein schwer zu durchbrechendes zyklisches Muster:

   - Mangelndes Know-how: für 53 Prozent der Befragten stellt die 
     Rekrutierung geeigneter Fachkräfte ein Problem dar
   - Mangel an klarem Verständnis: 16 Prozent gaben an, dass sie 
     nicht genug über Big Data wissen
   - Keine einheitliche Unternehmensstrategie: nur zehn Prozent der 
     Befragten haben eine firmenweite Big Data Strategie
   - Keine klare Verantwortlichkeit: 53 Prozent der IT-Führungskräfte
     werden mit den Herausforderungen von Big Data alleine gelassen
   - Risikoaversion: nur 37 Prozent halten ihr Unternehmen für reif, 
     um neue Ideen in Verbindung mit Big Data zu implementieren. 

Die intelligentere Zukunft: Die fünf Säulen der erfolgreichen Big Data und Advanced Analytics Nutzung

Patrick Mäder, firmenweiter Segmentleiter Versicherungen bei BearingPoint und Autor der Studie, sieht jedoch noch eine Chance für eine erfolgreiche Big Data Strategie: "Wir stellen fest, dass sich die Kluft zwischen Führern und Nachzüglern beim Thema Big Data und Advanced Analytics in der Versicherungsbranche vergrößert. Dennoch ist es für die Nachzügler nicht zu spät, aufzuholen. Auf Basis unserer Studie und Beratungserfahrung haben wir fünf Kernkompetenzen für Versicherer identifiziert, die sie entwickeln sollten, um in diesem Bereich erfolgreich zu sein."

Die fünf Säulen von Big Data:

   - Spezialwissen: für die befragten Führungskräfte ist dies die 
     wichtigste Säule (66 Prozent), aber nur 33 Prozent rekrutieren 
     bzw. bilden Daten-Spezialisten aus
   - Partner-Netzwerke: diese wurden von den Befragten als 
     zweithöchste Priorität bewertet (59 Prozent). Aber nur ein 
     Viertel gab an, selbst ein starkes Partner-Netzwerk zu besitzen,
     um Zugang zu wertvollen Daten zu erhalten
   - Externe Datenquellen: vor dem Hintergrund, dass Versicherer eine
     ganzheitliche Sicht auf ihre Kunden erreichen wollen, wurde 
     Social Media als vielversprechendste Form einer externen 
     Datenquelle bewertet (59 Prozent)
   - Schnelligkeit: Fehler zu machen, gehört zum Prozess. Aber 
     diejenigen, die ihre Fehler schnell korrigieren, werden einen 
     deutlichen Vorsprung erzielen; 71 Prozent der 
     "fortgeschritteneren" Unternehmen glauben, dass Schnelligkeit 
     wichtig ist, im Vergleich zu 51 Prozent der "weniger 
     entwickelten" Unternehmen
   - Ethik und Datenschutz: die BearingPoint-Studie belegt, dass sich
     Versicherungsunternehmen der Risiken von Big Data bewusst sind 
     (Datenklau und Datenschutz sind die beiden Top-Bedenken der 
     Unternehmensführung), aber nur 23 Prozent der befragten 
     Unternehmen bestätigten, einen Kontrollprozess installiert zu 
     haben. 

Haupttreiber wird die Generierung von neuen Erkenntnissen entlang der gesamten Wertschöpfungskette sein. Oder wie es Studienteilnehmer Marc Schreiner, Head of Innovation, Generali, ausdrückt: "Die Nutzung von Big Data sollte sich auf den Unternehmenswert konzentrieren."

Die vollständige Studie des BearingPoint Institute "The smart insurer: embedding big data in corporate strategy" finden Sie hier: http://inst.be/004BDI

Über die Studie

Die vorliegende Studie zeigt die Entwicklung im Bereich Big Data und Advanced Analytics in der Versicherungsbranche und bietet Einblicke in ihre Nutzung. Sie erläutert den aktuellen Stand der Verfahren, zeigt Best-Practices und gibt Hinweise darauf, wie Versicherer in einer datenreichen Zukunft wettbewerbsfähig bleiben können. Die Ergebnisse der Artikel basieren auf einer Umfrage mit Befragten aus 30 Versicherungsunternehmen in Europa und den USA zwischen Januar und Februar 2014. Die Umfrage wurde in enger Zusammenarbeit mit TekPlus durchgeführt, einem Beratungsunternehmen, das sich auf die Bereitstellung von Lösungen für Business Transformation und Strategie fokussiert und eine tiefe Erfahrung in der Versicherungswirtschaft und Big Data-Themen besitzt.

Über das BearingPoint Institute

Das BearingPoint Institute verbindet wissenschaftliche Forschung mit praktischer Erfahrung und realen Herausforderungen, denen BearingPoint Berater aktuell begegnen. Diese Kombination verschiedener Perspektiven hilft Führungskräften, die Entwicklung der globalen Wirtschaft tiefer zu verstehen. Das BearingPoint Institute wird von einem international besetzten Gremium aus BearingPoint Partnern geführt und von einem Beirat anerkannter Praktiker und Wissenschaftler von Elite-Universitäten und Wirtschaftsschulen weltweit begleitet. In regelmäßigen Abständen publiziert das BearingPoint Institute seine Stellungnahmen zu Trends, Strategien und vorherrschenden Meinungen in einem Report.

Weitere Informationen finden Sie unter www.bearingpointinstitute.com

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