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Shared Service Center sind Erfolgsfaktor für europäische Finanzdienstleister

Frankfurt (ots) -

Studie von BearingPoint und E-Finance Lab zeigt: Kostenersparnis von 
20 Prozent und mehr möglich, Return on Investment häufig in drei 
Jahren oder weniger 

Shared Service Center (SSC) - interne Bereiche, die prozessorientierte Dienstleistungen bündeln, konzentrieren und in Konzernen bzw. Unternehmen zur Verfügung stellen - sind mittlerweile ein wichtiger Erfolgsfaktor für die Finanzindustrie. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Management- und Technologieberatung BearingPoint (www.bearingpoint.de) mit Unterstützung des E-Finance Lab unter 138 europäischen Bank- und Versicherungsunternehmen. Laut Studie hat sich das Modell etabliert: Über 40 Prozent der bestehenden SSCs sind bereits seit drei Jahren und länger im Einsatz. Die Befragten geben an, bedeutende Kosteneinsparungen erreicht zu haben. So konnten nahezu vier von fünf Unternehmen ihre Ausgaben um 20 Prozent und mehr senken. Die meisten erreichten eine Refinanzierung innerhalb von drei Jahren oder schneller. Die SSCs haben die Standardisierung von Prozessen und Methoden verbessert und mehr Zeit für komplexere Aufgaben freigesetzt. So werden beispielsweise etwa 50 Prozent aller Kunden- und Zahlungsprozesse bereits heute oder in naher Zukunft über ein SSC abgewickelt. "Der Shared-Services-Ansatz hat sich in der Branche behauptet und wird zunehmend Anwendung finden. Er birgt nicht nur hohes Einsparpotenzial, sondern kann auch die Qualität von Kern- und Supportprozessen von Finanzdienstleistungen deutlich verbessern und damit den jüngsten Marktentwicklungen entgegenwirken", sagt Jens Raschke, Partner bei BearingPoint.

Zukunft der Shared Service Center

Durch die kontinuierliche Entzerrung der Wertschöpfungskette, strukturelle Veränderungen sowie eine anhaltende Finanzmarktkonsolidierung und -regulierung, müssen SSCs steigenden Ansprüchen gerecht werden. Die BearingPoint-Studie identifiziert vier wesentliche Trends, die künftige SSCs und ihre Funktion prägen werden:

   - Neue SSC-Modelle werden die traditionelle Form ablösen: 
     Sogenannte "Centres of Expertise" (32 Prozent), die 
     Experten-Know-how sammeln und unternehmensweit zur Verfügung 
     stellen, gewinnen an Relevanz. 
   - Mitarbeiter werden zu internen Kunden der SSCs, die für 
     Leistungen zahlen. Demnach werden Qualität, Risiko- und 
     Service-Level-Management immer wichtiger, um den reibungslosen 
     Betrieb der Zentren zu gewährleisten. 
   - Zusätzlich werden komplexe "nicht-transaktionsbasierte" Prozesse
     das Leistungsspektrum der SSCs erweitern und den Mehrwert für 
     interne Kunden erhöhen. 
   - Der Standort Ost-Europa wird relevanter: Während heutige Zentren
     vorrangig im eigenen Land (47 Prozent) operieren, plant ein 
     Drittel der Befragten künftige Zentren in Ost-Europa 
     (gegenwärtig 23 Prozent) und Asien (30 Prozent, inklusive 
     Indien). 

Unternehmensgröße und -strategie sind Schlüssel zum Erfolg

Die Ergebnisse machen deutlich, dass große internationale Firmen durch den Einsatz von SSCs relativ gesehen eine höhere Kosteneinsparung erreichen können als kleine. 80 Prozent der Institute mit mehr als 50.000 Mitarbeitern haben ihre Ausgaben um ein Fünftel und mehr gesenkt. Auch eine Top-Down-Implementierung wurde als Erfolgsfaktor identifiziert: Fast alle Befragten, die diesem Ansatz folgen (70 Prozent), haben große Einsparungen erzielt und waren erfolgreicher als Unternehmen, in denen die Nutzung der Shared Services optional ist. Desweiteren werden alle durch den Einsatz von SSCs verbesserten qualitativen Kriterien und Aspekte der Prozessexzellenz von einer optimierten IT-Infrastruktur sowie gesteuerten Service-Level-Agreements unterstützt. Unternehmen, bei denen Innovation Priorität hat, sind erfolgreicher: Sie haben früher mit der Einführung von SSCs begonnen, erste Hürden bereits gemeistert und eine höhere Kostensenkung erzielt.

"Trotz der beachtlichen Erfolge, die wir durch den Einsatz von SSCs beobachten, konzentriert sich die Branche derzeit noch auf die schnell zu erreichenden Ergebnisse. Nun gilt es, bestehende Leistungen weiter zu optimieren, die Kundenzufriedenheit zu steigern, weitere Prozesse einzubinden und neue Leistungen zu entwickeln, durch die zusätzlicher Mehrwert für die Kunden realisiert werden kann", fügt Jens Raschke hinzu. "Mit Prozessoptimierung und Maßnahmen zur IT-Anpassung können finanzielle und qualitative Vorteile weiter ausgebaut werden."

Die vollständige Studie "Shared Services Industry Specifics and Trends in the European FS Market" finden Sie unter: http://www.bearingpoint.de/content/library/138_8257.htm .

Über BearingPoint

BearingPoint berät Unternehmen und Organisationen in den Bereichen Commercial Services, Financial Services und Public Services bei der Lösung ihrer dringendsten und wichtigsten Aufgaben. In enger partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit dem Kunden definieren BearingPoint-Berater anspruchsvolle Ziele und entwickeln Lösungen, Prozesse und Systeme entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Dies bildet die Grundlage für einen außerordentlichen Beitrag zum Geschäftserfolg - und eine außergewöhnliche Kundenzufriedenheit. Seit der Übernahme durch seine Partner im Rahmen eines Management Buy-Out ist BearingPoint eine unabhängige Unternehmensberatung, die Unternehmertum sowie Management- und Technologiekompetenz auf einzigartige Weise vereint. Das Unternehmen beschäftigt rund 3.250 Mitarbeiter in 14 europäischen Ländern. Das Unternehmen hat europäische Wurzeln, agiert aber global. In Deutschland belegt BearingPoint laut Lünendonk-Liste derzeit Platz sechs unter den Top 25 Managementberatungen. Für weitere Informationen: www.bearingpointconsulting.com und www.bearingpoint.de

Über E-Finance Lab

Das E-Finance Lab ist ein gemeinsames Forschungsinstitut der Universität Frankfurt und der TU Darmstadt. In Zusammenarbeit mit namhaften Partnern aus der Praxis forschen und lehren rund 40 Professoren und Doktoranden mit dem Ziel, die Industrialisierung im Finanzdienstleistungssektor zu fördern. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen Banken und Sparkassen sowie deren unterstützende IT-Unternehmen. Praxisnahe Forschung unter aktiver Mitwirkung der Unternehmen, ein intensiver Wissenstransfer sowie eine enge institutsübergreifende Zusammenarbeit im Rahmen des House of Finance ermöglichen wichtige Impulse für die Finanzbranche. Derzeit unterstützen zehn Praxispartner die Arbeit des E-Finance Lab: BearingPoint, Deutsche Bank, Deutsche Börse Group, DZ BANK Gruppe, Finanz Informatik, IBM und T-Systems, 360 Treasury Systems, sowie Interactive Data Managed Solutions und DAB bank.

Für weitere Informationen: www.efinancelab.de

Pressekontakt:

Wiebke Hinz
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Tel. 0049-69 13022-5991
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