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Verbriefungsmarkt - mehr Transparenz und Qualitätsstandards
BearingPoint-Studie zeigt: Experten fordern Qualitätssiegel und Aufsicht der Rating-Agenturen

Frankfurt am Main (ots) - Eine aktuelle Studie der Management- und Technologieberatung BearingPoint ( www.bearingpoint.de ) liefert erstmals Zahlen zur aktuellen Diskussion um die Wiederbelebung des Verbriefungsmarktes. Befragt wurden rund 60 Finanzinstitute, Dienstleister, Industrieunternehmen und Verbände. 96 Prozent der Experten halten Verbriefungen für notwendig, um einer drohenden Kreditklemme entgegenzuwirken. Mit einer Rückkehr der Investoren rechnen die Befragten jedoch frühestens ab 2011. "Im kommenden Jahr wird der Verbriefungsmarkt die gewünschte Entlastung der Wirtschaft noch nicht ermöglichen können. Deshalb werden auch 2010 marktstützende Maßnahmen, wie die Fortführung von staatlichen Liquiditätshilfen notwendig sein, um eine drohende Kreditklemme abzuwenden", so Werner Kreutzmann, Geschäftsführer und Leiter des Bereichs Financial Services bei BearingPoint.

Einführung eines Qualitätssiegels und Abkehr von Wiederverbriefungen

Um das Vertrauen wiederherzustellen, fordern die Befragten deutlich mehr Transparenz, Standards und weniger komplexe Transaktionsstrukturen. Dies könnte nach Meinung von Experten mit der Einführung eines neuen Premium-Segments für qualitativ hochwertige, transparente und einfach verständliche Verbriefungen erreicht werden. So lautet der Vorschlag des Bundesverbands deutscher Banken (BdB). 74 Prozent der Befragten bestätigen dies und fordern die Einführung eines Qualitätssiegels, das Mindestanforderungen an die Ausgestaltung der Verbriefungen stellt. Ein standardisiertes Reporting (96 Prozent), eine regelmäßige Prüfung des Originators (87 Prozent) sowie ein standardisiertes Vertragswerk (75 Prozent) sollten zentrale Kriterien des Siegels sein.

Notwendig ist für 84 Prozent der Befragten auch die Abkehr von sogenannten Wiederverbriefungen. Verbriefungsgeschäfte sollten sich grundsätzlich auf realwirtschaftliche Forderungen wie zum Beispiel Leasing-, Handelsforderungen oder Konsumentendarlehen beschränken. Papiere mit kürzeren Laufzeiten und damit kürzeren Risikobindungen für den Investor sollten künftig im Vordergrund stehen.

Aufsicht für Ratingagenturen statt staatlicher Garantien

Erforderlich ist nach Ansicht der Studienteilnehmer (73 Prozent) auch eine Aufsicht der Rating-Agenturen. 82 Prozent misstrauen den Ratings auf Verbriefungstransaktionen und sogar 94 Prozent den Agenturen selbst.

In Hinblick auf staatliche Unterstützung ist der Markt unschlüssig: Jeweils rund die Hälfte der Befragten hält staatliche Garantien (47 Prozent) und EU-Darlehensprogramme (53 Prozent) für wenig sinnvoll, um den Verbriefungsmarkt wieder anzukurbeln - der Rest befürwortet diese Maßnahmen. "Sinnvoller ist es, Verbriefungstransaktionen über Qualitätsstandards und Transparenz so attraktiv zu gestalten, dass sie auch ohne staatliche Garantien Investoren finden. Die Banken sind in ihrer Gremienarbeit gefordert, tragfähige Qualitätsstandards zu entwickeln. Garantien bergen die Gefahr, die Weiterentwicklung des Verbriefungsmarktes zu verzögern", sagt Hendrik Kollmann, Senior Manager im Bereich Financial Services und Asset Backed Finance Experte bei BearingPoint.

Die Studie "Zukunft der Verbriefung in Europa" steht zum kostenfreien Download unter http://www.bearingpoint.de/content/library/138_8257.htm bereit.

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