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ots.Audio: Stones-Keyboarder Chuck Leavell auf Imagetournee für Waldbesitzer
Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e.V. präsentiert "Green Leaves & Blue Notes"

    Frankfurt (ots) -

    Die dazugehörige Pressemitteilung, das Interview ohne Voice-Over sowie     drei Musiktitel jeweils (im mp3-Format) von Chuck Leavell finden Sie zum     Download unter     http://www.presseportal.de/go2/hessischerwaldbesitzerverband

    Interview mit Chuck Leavell, Transkript

    1. Ray Charles hat Sie inspiriert, Profimusiker zu werden. Wie war es, zum ersten Mal Ray Charles live zu sehen?

    O-Ton: 33 Sekunden

    "Ich war fasziniert. Die Band klang großartig, es müssen so zwölf bis 15 Musiker gewesen sein. Die Musik war so präzise und gut gespielt, voller Seele und Kraft. Die Mischung der Songs war gut, meine Augen wurden größer und größer. An dem Abend sagte ich mir: Mann, genau das will ich auch. Ich muss mir eine Band suchen und genau das machen."

    2. Wie sind Sie Mitglied bei der Allman Brothers Band geworden? (Leavell hatte als Gast bei der ABB gespielt und auf Gregg Allman's Soloalbum mitgewirkt.)

    O-Ton: 40 Sekunden

    "Eines Tages bekam ich einen Anruf aus dem Büro von Capricorn Records. !Kannst du zu einem Treffen kommen?' Ja klar, sagte ich und als ich ins Büro komme, sitzen da alle Allman Brothers. Dickey und Gregg, Butch und Jaimoe und Berry Oakley, Phil Walden war auch da. Wir haben ein bisschen geschwätzt und dann kam die Frage: Willst du bei der Allman Brothers Band einsteigen? Das hat mich umgehauen, es war eine Riesenüberraschung für mich. Natürlich habe ich ja gesagt."

    3. Wie kam es zur Zusammenarbeit mit Eric Clapton? (Die Rolling Stones hatten Clapton als Gast bei einer Konzertreihe 1989 im New Yorker Shea Stadium dabei.)

    O-Ton: 51 Sekunden

    "Den Song, den wir mit ihm als Gast gespielt haben, war 'Little Red Rooster'. Zwischen Eric und mir hat sich ein guter musikalischer Dialog entwickelt. Ich habe ein paar Blues-Licks auf dem Piano gespielt, er hat zu mir rübergeschaut, dann sein Solo gespielt - ich dachte nur 'Wow Eric Clapton!'.

    Nach der Tour komme ich nach Hause und auf meinem Anrufbeantworter ist Eric Clapton. 'Hallo ich wollte fragen, ob Chuck Leavell ein paar Auftritte mit mir in der Royal Albert Hall spielen kann'. Klar kann Chuck das. Kein Problem! Also habe ich mit ihm gespielt, danach hat Eric mich gefragt, ob ich bei seinem Unplugged-Projekt dabei sein will. Gleich am nächsten Tag habe ich zugesagt".

    4. Bei den Auftritten der Stones halten Sie die Fäden zusammen. Warum haben Sie diese Funktion?

    O-Ton: 40 Sekunden

    "Wenn Mick auf der Bühne ist, muss er auf so vieles achten. Er animiert das Publikum, rennt die Bühne auf und ab, hält den Kontakt zur Band, Keith steht irgendwo ganz weit weg und spielt Gitarre. Wenn dann einer mal die Tonart vergisst kann er mich fragen. Wenn Charlie nicht sicher ist, wann er am Schlagzeug eine Überleitung spielen soll, zeige ich ihm das an. So fühlt sich die Band wohl und ich mache das gerne."

    5. Wie bewirtschaftet man einen Wald richtig?

    O-Ton: 50 Sekunden

    "Darauf gibt es keine einfache Antwort. Aber das Wichtigste ist: Der Mensch ist Teil des Ganzen. Wir sind die Hüter und haben die Verantwortung, den Wald so gesund leben zu lassen wie möglich. Dafür können wir einiges tun. Den Wald auslichten zum Beispiel. Wie man ein Salatbeet ausdünnt. Man rupft die schwachen Pflanzen und das Unkraut raus und lässt die starken Pflanzen wachsen. Genauso machen wir das im Wald auch. Die kleinen schwachen Bäume fällen wir, damit die anderen Bäume groß und stark werden."

    6. Warum fasziniert Sie Waldwirtschaft so?

    O-Ton: 25 Sekunden

    "Holz wächst nach, es ist organisch und natürlich. Außerdem: Wenn ich in meinem Wald Bäume fälle, denke ich mir: 'Daraus wird sich jemand ein Haus bauen, oder daraus wird Papier, auf dem jemand einen Liebesbrief schreibt oder einen Song'. Dabei fühle ich mich einfach gut und denke mir: was für eine Gabe!"

    7. Mit den Stones auf Tour sein und große Wäldereien bewirtschaften - ist das nicht zuviel auf einmal?

    O-Ton: 50 Sekunden

    "Mit den Rolling Stones oder Eric Clapton zusammen zu sein oder Solokonzerte zu spielen, ist aufregend und gibt mir Kraft. Die Leute fragen mich manchmal: Strengt dich das nicht zu sehr an, bist du nicht schlapp, wenn du soviel auf Tournee bist? Nein, sage ich da, weil es genau das ist, was ich machen will und ich mache es seit ich 15 bin. Ich bin es also gewohnt.

    Genauso genieße ich es zu Hause. Vor Sonnenaufgang aufstehen, die Schönheit der aufgehenden Sonne sehen, den Wind in den Kiefernbäumen hören, Hirsche und Wildschweine beobachten, Eichhörnchen, Bären und alle anderen Waldtiere. Jeder Tag ist aufregend!"

    8. Warum sind die Stones immer noch so erfolgreich?

    O-Ton: 47 Sekunden

    "Jedes Mal, wenn wir eine neue Tour ansetzen, macht sich Unsicherheit breit. Interessiert das die Leute überhaupt noch? Werden sie zu den Konzerten kommen? Wie läuft der Ticketverkauf? Berichtet die Presse über uns? Werden die Leute das neue Album mögen? Dann kommt die neue Platte raus, der Vorverkauf beginnt und dann heißt es: 'Jetzt geht's wieder los!' Wir spielen in Stadien vor vierzig-, fünfzigtausend Menschen, das ist faszinierend, einfach faszinierend. Wir wollen den Erwartungen der Fans gerecht werden und die bestmögliche Show liefern, mit jedem Quäntchen unserer Seele dabei sein."

    9. Wie ist die Idee zum Soloprogramm entstanden?

    O-Ton: 22 Sekunden

    "Es gab immer wieder Zeiten in meiner Karriere, in denen ich solo spielen musste, wenn ich Geld verdienen wollte. In den eineinhalb, zwei Jahren, in denen die Stones nicht auf Tour sind, muss ich trotzdem Geld als Musiker verdienen. So ist meine Solokarriere entstanden."

    10. Welche Art von Auftritten spielen Sie bei der Solotour?

    O-Ton: 30 Sekunden

    "Entweder in Clubs oder manchmal zu privaten Anlässen für die Waldwirtschaft. Ich plane eine Tour, bei der ich zu meiner Musik auch über wichtige Anliegen der Waldwirtschaft und des Umweltschutzes spreche. Ich möchte auch in verschiedenen Konstellationen spielen. Nur ich am Piano und am Gesang oder auch mit einer ganzen Band."

    Das Interview wurde von Henning Eichler geführt.

    ACHTUNG REDAKTIONEN:        Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Wir bitten jedoch um einen Hinweis, wie Sie den Beitrag eingesetzt haben an desk@newsaktuell.de.

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