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Reform der Arbeitsvermittlung und der Bundesanstalt für Arbeit / Arbeitsministerin Stewens und BA-Vorstandsvorsitzender Gerster: Private Arbeitsvermittler sind sinnvolle Ergänzung zu Arbeitsämtern

    Nürnberg (ots) - "Der verstärkte Einsatz privater
Arbeitsvermittler ist eine sinnvolle Ergänzung zu den
öffentlich-rechtlich organisierten Arbeitsämtern.
Privatwirtschaftliche Konkurrenz stellt für öffentliche Einrichtungen
einen starken Anreiz zur Steigerung der eigenen
Dienstleistungsqualität dar. Durch zügige Reformen muss die
Vermittlung als "Kerngeschäft" der Arbeitsämter effizienter und
passgenauer gestaltet werden". Hierin stimmten am Donnerstag Bayerns
Arbeitsministerin Christa Stewens und der Vorsitzende des Vorstands
der Bundesanstalt für Arbeit, Florian Gerster, bei einem Gespräch in
Nürnberg überein. Gegenstand der Unterredung waren die Reform der
öffentlichen Arbeitsvermittlung und die zukünftige Struktur der
Bundesanstalt.
    
    Stewens sprach sich dabei für die Wiedereinführung der
Erlaubnispflicht für Privatvermittler aus, um der Gefahr von
Missbrauch vorzubeugen. "Die Zuständigkeit für die Erteilung der
Erlaubnis darf allerdings nicht mehr bei den Arbeitsämtern liegen, da
diese ihre eigene Konkurrenz zulassen müssten", so die Ministerin.
Gerster setzte sich für eine Zertifizierung der privaten
Arbeitsvermittler durch deren eigene Verbände ein. "Zunächst sollte
auf eine Selbstverpflichtung zu seriöser Arbeit gesetzt werden, bevor
neue bürokratische Hürden aufgebaut würden", sagte Gerster.
    
    Gerster und Stewens erklärten, die Arbeitsämter müssten sich in
Zukunft mehr auf ihre eigentlichen Aufgaben konzentrieren. Neben der
Vermittlung gehöre dazu die Gewährung von Lohnersatzleistungen und
die aktive Arbeitsmarktpolitik. Die Unternehmen müssten ihre freien
Stellen auch wirklich den Ämtern mitteilen und sie in Zukunft auch
mehr als bisher mit älteren Arbeitslosen besetzen.
    
    Stewens sprach sich für den Erhalt und die funktionale Aufwertung
der Landesarbeitsämter als wichtige Koordinations- und Servicestellen
aus. Was die zukünftige Funktion der Landesarbeitsämter betreffe,
müsse man, so Gerster, ergebnisoffen prüfen. Er sähe zwar
grundsätzlich die Notwendigkeit einer Verzahnung bundes- und
landesweiter Strukturen im Bereich der Arbeitsmarkt- und
Sozialpolitik. Für die bisherigen Verhältnisse könne es aber keine
Ewigkeitsgarantie geben.
    
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