Bundesagentur für Arbeit (BA)

Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im Januar 2001
Saisonbedingter Anstieg der Arbeitslosigkeit Teil 4 von 6

Nürnberg (ots) - Arbeitsmarktpolitik flankiert Arbeitsmarkt Die Förderung beruflicher Bildung ist weiterhin von größerer Bedeutung als vor Jahresfrist. Die Bundesanstalt reagiert auch so auf den wachsenden Fachkräftebedarf. Ende Januar befanden sich 268.000 Teilnehmer in Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung, der Wiedereingliederung Behinderter sowie in Deutsch-Sprachlehrgängen, 7 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Zunahme entfiel allein auf Weiterbildung (+11 Prozent auf 215.400); dagegen gab es bei beruflicher Rehabilitation und Deutsch-Sprachlehrgängen Abnahmen (-4 Prozent auf 32.300 bzw. -7 Prozent auf 20.300). Im Berichtsmonat haben 32.200 Menschen eine dieser Maßnahmen begonnen, 2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang entfällt auf Reha-Maßnahmen und Deutsch-Sprachlehrgänge (-14 Prozent auf 4.300 bzw. -29 Prozent auf 2.900); in Maßnahmen beruflicher Weiterbildung traten dagegen mehr Personen ein (+5 Prozent auf 25.000). Die Zahl der Teilnehmer in Beschäftigungschaffenden Maßnahmen am zweiten Arbeitsmarkt hat sich auch zuletzt leicht verringert; damit lag der Bestand nach wie vor unter Vorjahresniveau. Im Januar befanden sich 63.200 Personen in Arbeitsbeschaffungs- und traditionellen Strukturanpassungsmaßnahmen, dies ist ein Minus von 3 Prozent. Die Abnahme ging auch zuletzt vor allem auf traditionelle SAM zurück, während sich ABM nur wenig verringerten (-13 Prozent auf 9.100 bzw. -2 Prozent auf 54.100). Seit Jahresanfang haben insgesamt 5.200 Menschen eine derartige Tätigkeit aufgenommen, 10 Prozent weniger als im Vorjahresmonat (ABM: -11 Prozent auf 4.500; traditionelle SAM: -6 Prozent auf 700). Der Teilnehmerbestand in Maßnahmen zur direkten Förderung regulärer Beschäftigung hat zuletzt wieder abgenommen; er unterschreitet immer noch den Stand des Vorjahres. Im Januar befanden sich 103.200 Personen in solchen Tätigkeiten (ohne Arbeitnehmerhilfe; -4 Prozent). Dabei lag vor allem die Zahl der mit Eingliederungszuschüssen Beschäftigten weiterhin merklich unter dem Vorjahreswert, wenngleich nicht mehr ganz so stark (-6 Prozent auf 51.100). Überbrückungsgeld wurde in ähnlicher Größenordnung in Anspruch genommen (+1 Prozent auf 24.700), Beschäftigungshilfen für Langzeitarbeitslose immer noch deutlich mehr (+14 Prozent auf 20.700). Im Berichtsmonat haben mit Unterstützung dieser Instrumente (einschl. Arbeitnehmerhilfe) 11.100 Personen eine Beschäftigung begonnen, 2 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Zur Abnahme trugen insbesondere Beschäftigungshilfen für Langzeitarbeitslose und Einstellungszuschüsse bei Neugründungen bei (-26 Prozent auf 1.500 bzw. -21 Prozent auf 500); dagegen wurden Eingliederungszuschüsse deutlich und Überbrückungsgeld etwas stärker genutzt (+15 Prozent auf 4.800 bzw. +2 Prozent auf 4.200). In Maßnahmen des Sofortprogramms zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit befanden sich zuletzt 38.200 junge Menschen (-27 Prozent). Die Arbeitsämter haben im Januar 1.200 Jugendliche in die verschiedenen Maßnahmen gebracht (-6 Prozent). Freie Förderung wird weiterhin deutlich stärker genutzt. Im Januar wurden insgesamt 37.000 Leistungen bewilligt, mehr als doppelt so viele wie vor einem Jahr (+124 Prozent). Ein Großteil des Zuwachses entfällt auf Maßnahmen, die zu einem Internetzertifikat führen (3.800). In ähnlichem Umfang wie bisher wurde die vorruhestandsähnliche Regelung gem. § 428 SGB III in Anspruch genommen. (Danach müssen 58-Jährige oder Ältere dem Arbeitsmarkt nicht mehr voll zur Verfügung stehen und werden dann auch nicht mehr als Arbeitslose gezählt). Im Berichtsmonat gab es unverändert ca. 110.000 derartige Leistungsempfänger, praktisch gleich viele wie vor einem Jahr. Dagegen lag die von der Bundesanstalt geförderte Altersteilzeit stark über dem Vorjahresstand. Zuletzt befanden sich 31.000 Personen in der Freistellungsphase (+57 Prozent). III. Neue Länder Keine Fortschritte am Arbeitsmarkt Die Beschäftigung hat saisonbereinigt wohl auch im November nicht zugenommen; dafür sprechen jedenfalls die Statistiken der Sozialversicherung und die Entwicklung der Arbeitslosigkeit. Zudem dürfte die Erwerbstätigkeit den Vorjahresstand weiterhin deutlich unterschritten haben, was wohl auch dadurch beeinflusst wurde, dass im November 61.000 Arbeitnehmer weniger in Beschäftigungschaffenden Maßnahmen gefördert wurden (darunter: SAM OfW: -68.000; ABM: +9.000). Die Arbeitslosigkeit entwickelte sich auch im Januar nicht günstig. Saisonbereinigt hat sie sich nicht verändert, nach -8.000 im Dezember und +2.000 im November. Dabei ist aber zu berücksichtigen, dass der Einsatz arbeitsmarktpolitischer Instrumente im Januar weniger stark abgenommen hat als meist in dieser Jahreszeit. Stellt man dies in Rechnung, dürfte die so bereinigte Arbeitslosigkeit zuletzt wieder leicht gestiegen sein, während sie sich im Dezember und November etwas verringert hatte. Teil 5 folgt Original-Content von: Bundesagentur für Arbeit (BA), übermittelt durch news aktuell

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