Bundesagentur für Arbeit (BA)

Die Entwicklung des Arbeitsmarktes im Mai 2000 - Teil 6/9

Nürnberg (ots) - Arbeitsmarktpolitik unterstützt Ausgleichsprozesse Von der Bundesanstalt geförderte berufliche Bildung hat nach wie vor ein etwas kleineres Gewicht als vor einem Jahr. Ende Mai befanden sich insgesamt 278.300 Teilnehmer in Maßnahmen der beruflichen Weiterbildung, der Wiedereingliederung Behinderter sowie in Deutsch-Sprachlehrgängen, dies sind 4 Prozent weniger. Das Minus entfällt vor allem auf Weiterbildung (-5 Prozent auf 219.400); dagegen konnten Deutsch-Sprachlehrgänge merklich zulegen (+12 Prozent auf 23.500). Seit Januar begannen 191.300 Menschen eine der genannten Maßnahmen, 7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang betrifft erneut allein Weiterbildung (-10 Prozent auf 146.900), während Reha-Maßnahmen und Deutsch-Sprachlehrgänge wiederum gewinnen konnten (+3 Prozent auf 23.100 bzw. +6 Prozent auf 21.300). Die Zahl der Teilnehmer in Beschäftigungschaffenden Maßnahmen des zweiten Arbeitsmarktes hat sich auch zuletzt nur leicht erhöht; weiterhin liegt sie merklich unter Vorjahresniveau. Im Mai befanden sich 69.400 Personen in Arbeitsbeschaffungs- und traditionellen Strukturanpassungsmaßnahmen, ein Minus von 15 Prozent. Die Abnahme geht wie bisher allein auf ABM zurück (-18 Prozent auf 58.600; traditionelle SAM: +8 Prozent auf 10.900). Seit Jahresbeginn nahmen insgesamt 36.700 Menschen eine derartige Tätigkeit auf, 7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum (ABM: -10 Prozent auf 32.000; traditionelle SAM dagegen: +27 Prozent auf 4.700). Der Bestand an Teilnehmern in Maßnahmen zur direkten Förderung regulärer Beschäftigung ist etwas größer geworden, unterschreitet aber unverändert deutlich das Vorjahresniveau. Im Mai befanden sich 106.600 Personen in solchen Tätigkeiten (ohne Arbeitnehmerhilfe: -16 Prozent). Dabei lag die Zahl der mit Eingliederungszuschüssen Beschäftigten immer stärker unter dem Vorjahreswert (-21 Prozent auf 48.000; April: -14 Prozent). Auch Beschäftigungshilfen für Langzeitarbeitslose und Überbrückungsgeld wurden nach wie vor weniger in Anspruch genommen, allerdings verringerte sich der Rückgang deutlich (-4 Prozent auf 22.500 bzw. -5 Prozent auf 28.700). In den ersten fünf Monaten d.J. nahmen mit Unterstützung dieser Instrumente (einschl. Arbeitnehmerhilfe) 76.100 Personen eine Beschäftigung auf, 14 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Zur Abnahme trugen wiederum insbesondere Eingliederungszuschüsse und Überbrückungsgeld bei (-25 Prozent auf 29.900 bzw. -11 Prozent auf 27.500). Beschäftigungshilfen für Langzeitarbeitslose wurden dagegen erheblich häufiger gewährt (+44 Prozent auf 13.900). Freie Förderung wird nach wie vor zunehmend genutzt. In diesem Rahmen wurden seit Jahresbeginn 102.800 Leistungen bewilligt, 29 Prozent mehr als vor einem Jahr. Etwas weniger in Anspruch genommen wird die vorruhestandsähnliche Regelung gem. § 428 SGB III. Danach müssen 58-Jährige oder Ältere dem Arbeitsmarkt nicht mehr voll zur Verfügung stehen und werden dann auch nicht mehr als Arbeitslose gezählt. Im Mai gab es ca. 110.000 derartige Leistungsempfänger, dies sind ca. 3 Prozent weniger als im Vorjahr. Stark zugelegt hat dagegen die Förderung von Altersteilzeit. Zuletzt befanden sich bereits ca. 23.800 Personen in der Freistellungsphase (ca. +103 Prozent). Das Sofortprogramm zum Abbau der Jugendarbeitslosigkeit wurde bis 31. Dezember 2000 verlängert. Die Arbeitsämter brachten seit Januar 25.800 Jugendliche in die verschiedenen Maßnahmen. Im Mai befanden sich 40.300 Teilnehmer in diesem Programm. Ausbildungsstellenmarkt: weiterhin günstige Entwicklung Die positive Tendenz am Ausbildungsstellenmarkt setzte sich fort. Von Oktober 1999 bis Mai 2000 sind den Arbeitsämtern 432.000 Ausbildungsstellen gemeldet worden, 2 Prozent oder 8.600 mehr als im Vorjahreszeitraum. Dabei ist das Angebot an betrieblichen Ausbildungsstellen mit 427.500 deutlich stärker, nämlich um mehr als 5 Prozent oder 22.100, angestiegen. Die Zahl der außerbetrieblichen Ausbildungsstellen war hingegen, insbesondere wegen der veränderten Konditionen des Jugendsofortprogramms, deutlich kleiner als vor einem Jahr (-75 Prozent oder -13.500 auf 4.600). Gleichzeitig haben 469.400 Jugendliche die Berufsberatung bei der Vermittlung eines Ausbildungsplatzes eingeschaltet, 5 Prozent oder 24.400 weniger. Dies ist sowohl auf das Jugendsofortprogramm als auch den ASIS zurückzuführen (s.o. Teil I). Ende Mai gab es 144.800 noch nicht besetzte Ausbildungsstellen, 17 Prozent oder 20.700 mehr als vor einem Jahr. Noch nicht vermittelt waren 188.600 Bewerber, 1/2 Prozent oder 700 weniger. III. Neue Länder Arbeitsmarkt kommt nicht voran Die Zahl der Erwerbstätigen dürfte sich auch im März saisonbereinigt nicht erhöht haben. Dafür sprechen jedenfalls u.a. die Statistik der Beitragspflichtigen nach dem SGB III, der Pflichtversicherten in der gesetzlichen Krankenversicherung, die Beschäftigtenstatistik, aber auch die Entwicklung der Arbeitslosigkeit. Zudem hat die Erwerbstätigkeit weiter den Vorjahresstand deutlich unterschritten. Von erheblichem Einfluss darauf war, dass im März die Zahl der in Beschäftigungschaffenden Maßnahmen Tätigen um 138.000 kleiner war als ein Jahr zuvor (darunter SAM OfW: -78.000). Es folgt Teil 7 Original-Content von: Bundesagentur für Arbeit (BA), übermittelt durch news aktuell

Themen in dieser Meldung


Das könnte Sie auch interessieren: