Berlin Hyp

Berlin Hyp Zwischenergebnis zum 30. September 2010 (nach HGB)

Berlin (ots) - Berlin Hyp mit sehr erfolgreichem Neugeschäft im dritten Quartal

Zins- und Provisionsüberschuss wächst um 4,6 Prozent auf 173,9 Millionen Euro (9/12 von 2009: 166,3 Millionen Euro)

Ergebnis vor Risikovorsorge steigt um 6,2 Prozent auf 112,5 Millionen Euro (9/12 von 2009: 105,9 Millionen Euro)

Immobilienfinanzierungsneugeschäft steigt um rd. 35 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro

Vorstandsvorsitzender Bettink: "Wir sind zuversichtlich, unsere ehrgeizigen Ziele für 2010 zu erreichen. Die Bank ist aufgrund ihrer konservativen Strategie in sehr guter Verfassung."

Zins- und Provisionsüberschuss ausgebaut

Die Berlin Hyp hat in den ersten drei Quartalen ihren Zinsüberschuss um 2,6 Millionen Euro auf 163,1 Millionen Euro (160,5 Millionen Euro) ausgebaut. Durch das starke Neugeschäft vor allem im dritten Quartal dieses Jahres steigerte die Bank ihren Provisionsüberschuss deutlich auf 10,8 Millionen Euro (5,8 Millionen Euro).

Sehr gute Cost-Income-Ratio

Die Verwaltungsaufwendungen sanken um 2,0 Millionen Euro und lagen zum 30.09.2010 bei 55,4 Millionen Euro (57,4 Millionen Euro). Dazu trugen vor allem reduzierte Kosten für Beratungen, Prüfungen und Beiträge sowie reduzierte Gebäude- und Raumkosten bei. Damit konnte die Berlin Hyp ihre Cost-Income-Ratio auf im Branchenvergleich sehr gute 33,0 Prozent (35,1 Prozent) reduzieren.

Das Ergebnis vor Risikovorsorge stieg um 6,2 Prozent auf 112,5 Millionen Euro (105,9 Millionen Euro). Mit diesem Ergebnis sieht sich die Berlin Hyp in ihrer konservativen Geschäftsstrategie abermals bestätigt. Für die Bank gilt auch bei anziehendem Neugeschäft weiterhin: Qualität vor Quantität.

Für das Kreditgeschäft konnte die Berlin Hyp aufgrund der weiter zunehmenden Stabilisierungstendenzen am Immobilienmarkt die Risikovorsorge deutlich auf 34,8 Millionen Euro senken (49,8 Millionen Euro). Das Wertpapierergebnis schloss zum Stichtag mit einem Bewertungsaufwand von 21,1 Millionen Euro. Dabei handelt es sich teilweise um nach dem Niederstwertprinzip vorgenommene temporäre Abschreibungen auf Wertpapiere der Liquiditätsreserve. Gründe für darüber hinausgehende Wertminderungen waren nicht erkennbar. Zudem wurde Vorsorge für die zu erwartende Bankenabgabe getroffen.

Ergebnis vor Steuern solide

Damit ergab sich für die ersten neun Monate 2010 ein Betriebsergebnis nach Risikovorsorge von 56,6 Millionen Euro (58,9 Millionen Euro). Nach Berücksichtigung der sonstigen Positionen sowie außerordentlicher Aufwendungen von 3,4 Millionen Euro durch Erstanwendungseffekte des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes erzielte die Bank einen Vorsteuergewinn von 57,9 Millionen Euro (58,8 Millionen Euro). Nach Steuern verblieb ein Überschuss von 41,6 Millionen Euro (44,2 Millionen Euro).

Bilanzsumme und Eigenkapital

Die Bilanzsumme reduzierte sich um 1,6 Milliarden Euro auf 39,7 Milliarden Euro (Stand: 30.09.2010). Während die Bank strategiekonform Kommunaldarlehensbestände und festverzinsliche Schuldverschreibungen abbaute, stieg der Hypothekendarlehensbestand erneut erfreulich um 570 Millionen Euro an.

Im Oktober reagierte die Berlin Hyp mit einer Kapitalerhöhung von rund 100 Millionen Euro auf neue Regulierungsbestrebungen. "Diese Kapitalerhöhung stärkt unseren Handlungsrahmen für künftige Neugeschäftsaktivitäten und dient dem weiteren Ausbau unserer Marktposition", erläutert Bettink.

Fitch stuft Berlin Hyp hoch

Das leistungsfähige Risikomanagement, das erfolgreiche Refinanzierungsmanagement der Bank sowie die Einbindung in den Konzern LBB waren wesentliche Grundlagen dafür, dass die Ratingagentur Fitch im Oktober ihre Bewertung der Berlin Hyp auf AA- (stabiler Ausblick) hochstufte. "Zudem honoriert es unsere während der Krise durchgängig guten Geschäftsergebnisse", so Bettink weiter.

Neugeschäft im dritten Quartal sehr erfolgreich

Im bisherigen Jahresverlauf konnte die Berlin Hyp ein Neugeschäftsvolumen von 2,4 Milliarden Euro (ohne Prolongationen) erzielen. Das Neugeschäft wird im Wesentlichen durch Investoren geprägt, die sich überwiegend auf Gewerbeimmobilien in den alten Bundesländern konzentrieren. Bettink: "Wir beobachten, dass sich die Stimmung der Investoren in den letzten Monaten positiv gedreht hat. Im dritten Quartal konnten deswegen mehr Neugeschäftsabschlüsse getätigt werden als in den beiden vorangegangenen Quartalen. Nichtsdestotrotz agiert die Berlin Hyp weiter mit Augenmaß und hält strikt an ihren strengen Risiko- und Ertragskriterien fest."

Vorsichtig optimistischer Ausblick

Die volkswirtschaftliche Situation in Deutschland ist aktuell erfreulich, wenngleich die Nachhaltigkeit der konjunkturellen Entwicklung noch nicht gesichert erscheint. Weiterhin stellen die wachsenden Staatsverschuldungen und umfangreiche regulatorische Änderungen die Branche und auch die Berlin Hyp vor Herausforderungen. Zum Ende des Jahres wird der Vorstandsvorsitzende Jan Bettink in den Vorstand der LBB wechseln und dort das gemeinsame Geschäftsfeld Immobilienfinanzierung verantworten. Zudem wird er der außerordentlichen Hauptversammlung am 9. Dezember 2010 als Aufsichtsratsmitglied der Berlin Hyp vorgeschlagen.

Ebenfalls soll dort ein Gewinnabführungsvertrag und ein sogenannter Squeeze-out beschlossen werden. "Von diesen beiden Maßnahmen versprechen wir uns eine auch nach außen dokumentierte Stärkung des Verbunds und eine positive Wirkung bei Kapitalmarktteilnehmern und Ratingagenturen", erläutert Bettink weiter.

Der Squeeze-out, d. h. die Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre auf die LBB, wird dadurch möglich, dass die LBB bereits im Oktober die bislang von der Nord/LB an der Berlin Hyp gehaltene Beteiligung erworben hat.

Am 1. November hatte die Bank mitgeteilt, dass die LBB plant, den verbleibenden Minderheitsaktionären eine Barabfindung von 7,15 Euro je Aktie zu zahlen.

Jan Bettink: "Ich bin zuversichtlich, dass die Berlin Hyp ihre ehrgeizigen Ziele für 2010 erreicht. Die Bank ist aufgrund ihrer konservativen Strategie in sehr guter Verfassung. Sie zählt heute - gemeinsam mit der LBB - zu Deutschlands führenden Immobilienfinanzierern."

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Nicole Hanke, Unternehmenskommunikation
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