Berlin Hyp

Berlin Hyp mit kräftiger Gewinnsteigerung trotz Finanzmarktkrise

Berlin (ots) -

   Starkes Ergebnis: Jahresüberschuss steigt um 31,8 Prozent auf 58,9
   Millionen Euro 

   Solides Geschäft: Zins- und Provisionsüberschuss stabil bei 221,8 
   Millionen Euro (227,2 Millionen Euro) 

   Gutes Risikomanagement: Vorsorge um 32,8 Prozent auf 62,8 
   Millionen Euro gesunken 

   Höhere Eigenkapitalrendite: Anstieg von 8,1 auf 11,3 Prozent 

Die Berlin Hyp hat trotz der schwachen Konjunktur im Geschäftsjahr 2009 ihre positive Entwicklung fortgesetzt und die Profitabilität deutlich gesteigert. Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 36,6 Prozent auf 78,3 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss von 58,9 Millionen Euro lag um 31,8 Prozent über dem Vorjahresergebnis und übertraf auch den Wert aus dem Jahr 2007 von 55,1 Millionen Euro. Dies ist vor allem auf eine trotz der Wirtschaftskrise stabile Geschäftsentwicklung und eine deutlich gesunkene Risikovorsorge zurückzuführen.

Jan Bettink, Vorstandsvorsitzender der Berlin Hyp: "Angesichts dieses starken Ergebnisses fühlen wir uns in unserer konservativen Geschäftspolitik mehr als bestätigt. Wir haben die Berlin Hyp bisher solide und stabil durch die schwerste Rezession der Nachkriegsgeschichte gesteuert."

Stabiler Zins- und Provisionsüberschuss

Der Zins- und Provisionsüberschuss war mit 221,8 Millionen Euro (227,2 Millionen Euro) nahezu auf Vorjahresniveau. Dies lag vor allem an der stabilen Entwicklung des Zinsüberschusses, der mit 214 Millionen Euro konstant blieb (2008: 214,4 Millionen Euro). Die Auswirkungen der globalen Rezession waren für die Berlin Hyp vorrangig im Provisionsgeschäft spürbar. Aufgrund des niedrigeren Neugeschäfts sank der Provisionsüberschuss im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 7,8 Millionen Euro (12,8 Millionen Euro).

Die Summe der Verwaltungsaufwendungen stieg leicht um 3,1 Prozent auf 76,6 Millionen Euro. In Folge dessen erhöhte sich die Cost-Income-Ratio auf ein im Branchenvergleich immer noch sehr gutes Niveau von 35,1 Prozent (33,0 Prozent). Ursache für die höheren Kosten waren vor allem die gestiegenen Personalaufwendungen von 41,2 Millionen Euro (38,2 Millionen Euro). Sie sind vorrangig Folge höherer Aufwendungen für die Altersvorsorge sowie der gestiegenen Mitarbeiterzahl. Auch die anderen Verwaltungsaufwendungen lagen mit 30,3 Millionen Euro über dem Vorjahreswert von 28,8 Millionen Euro, was vor allem auf Renovierungsarbeiten an den Gebäuden am Standort Berlin zurückzuführen ist. Die Abschreibungen auf Sachanlagen fielen um 2,2 Millionen Euro auf 5,1 Millionen Euro.

Erfolgreiches Risikomanagement

Die Risikovorsorge der Berlin Hyp sank gegenüber dem Vorjahr um 32,8 Prozent auf 62,8 Millionen Euro. Dies lag vor allem an einem deutlich verbesserten Ergebnis im Wertpapiergeschäft in Höhe von 3,7 Millionen Euro, nach minus 50 Millionen Euro im Vorjahr. Temporäre Bewertungsabschläge auf Wertpapiere konnten 2009 teilweise wieder zurück genommen werden. Sinkende Miet- und Kaufpreise sowie steigende Leerstände im Gewerbeimmobilienbereich führten jedoch bei der Kreditrisikovorsorge zu einem erhöhten Aufwand von 66,5 Millionen Euro nach 43,5 Millionen Euro im Vorjahr.

Jan Bettink: "Wir sind sehr zufrieden, dass es 2009 trotz der schwierigen Randbedingungen bei der Berlin Hyp weder zu einem Zahlungsverzug noch zu Ausfällen im Wertpapierportfolio kam. Strukturierte Produkte halten wir bis heute nicht."

Überzeugendes Ergebnis im Krisenjahr

Das Ergebnis vor Steuern und nach Risikovorsorge stieg im schwierigen Jahr 2009 um mehr als ein Drittel auf 78,3 Millionen Euro. Nach Steuern lag der Jahresüberschuss bei 58,9 Millionen Euro und damit 31,8 Prozent über dem Vorjahresergebnis.

Stärkung des Eigenkapitals

Die Bilanzsumme hat sich im Geschäftsjahr um 0,2 Milliarden Euro auf 41,3 Milliarden Euro leicht verringert. Aufgrund einer im November beschlossenen Kapitalerhöhung erhöhte sich das gezeichnete Kapital um 84,9 Millionen Euro auf 658,3 Millionen Euro. Die Gesamtkennziffer gemäß Solvabilitätsverordnung und die Kernkapitalquote lagen zum 31. Dezember 2009 bei 13,3 Prozent bzw. 7,6 Prozent.

Neugeschäft trotz Finanzkrise erfreulich

Jan Bettink: "Wir haben uns, gemeinsam mit der LBB, als führende Anbieter im deutschen Immobilienfinanzierungsmarkt etabliert. Das realisierte Neugeschäftsvolumen ist vor dem Hintergrund der Finanzkrise erfreulich." Die Berlin Hyp hat ihr Immobilienkreditneugeschäft konsequent verfolgt und dabei weiterhin strenge Risiko- und Ertragskriterien angelegt. Trotz rezessionsbedingt niedrigerer Transaktionsvolumina konnte die Berlin Hyp im abgeschlossenen Geschäftsjahr Neugeschäftsaktivitäten mit einem Volumen von insgesamt 4,8 Milliarden Euro inklusive Prolongationen (2008: 6,0 Milliarden Euro) abschließen. Die Neugeschäftsstruktur präsentierte sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr ähnlich dem Vorjahr. Die größten Volumina entfallen nach wie vor auf Büro- und Geschäftshäuser sowie Wohnimmobilien. Die mit Abstand größte Kundengruppe bleiben Investoren. Nach Regionen hat das Neugeschäft im Ausland zugenommen. Darunter fallen zahlreiche Aktivitäten deutscher Kunden im europäischen Ausland. Der Anteil im Ausland gelegener Objekte lag gemessen am Gesamthypotheken-Bestand bei strategiekonformen 14 Prozent.

Auch die Refinanzierungsposition der Berlin Hyp ist sehr solide. Insgesamt platzierte die Berlin Hyp Refinanzierungsmittel mit einem Gesamtvolumen von gut 3,1 Milliarden Euro zu guten Konditionen. Damit verfügt die Bank über eine bewusst großzügig ausgelegte Liquidität.

Ausblick - Qualität vor Quantität

Der Konjunkturausblick der Berlin Hyp ist verhalten optimistisch. Von einer Trendwende auf den Immobilienmärkten geht die Berlin Hyp erst in ein bis zwei Jahren aus und erwartet, dass die Transaktionsvolumina auf den Immobilienmärkten auch 2010 auf dem aktuellen Niveau verharren werden.

Das klare Ziel der Berlin Hyp bleibt vor diesem Hintergrund ein konsequentes Immobilienkreditneugeschäft, bei dem Qualität immer Vorrang vor Quantität hat. Daher wird auch das Auslandsgeschäft in diesem Jahr weiter mit Augenmaß und einer risikobewussten Kreditpolitik ausgebaut. Die Bank wird dabei an ihrer konservativen Geschäftspolitik festhalten und ausschließlich in ausgewählten wirtschaftsstarken Ballungsräumen im europäischen Ausland investieren. So wird die Berlin Hyp mit der Eröffnung einer Repräsentanz in Paris im Frühjahr 2010 zusammen mit der LBB ihre Präsenz im französischen Immobilienmarkt verstärken.

Die Fragilität der Finanzmärkte und die unsichere konjunkturelle Entwicklung erschweren aktuell eine belastbare Prognose. Unter der Bedingung, dass sich die Verhältnisse an den Geld-, Kapital- und Kreditmärkten weiter stabilisieren und entspannen, ist die Bank zuversichtlich, an ihr gutes Ergebnis 2009 anzuknüpfen. Die Bank will dazu ihren soliden Kurs und ihre risikoarme, konservative Strategie fortsetzen.

Jan Bettink: "Die Berlin Hyp ist für die Zukunft im stark wettbewerbsorientierten Immobilienmarkt sehr gut aufgestellt und profitiert von ihrem stabilen Gesellschafterhintergrund."

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