Berlin Hyp

Berlin Hyp legt Zwischenergebnis (nach HGB) zum 30. September 2008 vor:

Berlin (ots) -

   - Nahezu unverändertes Zinsergebnis, erfreulicher Anstieg im 
     Provisionsüberschuss sowie leicht rückläufige 
     Verwaltungsaufwendungen
   - Operatives Ergebnis (Betriebsergebnis vor Risikovorsorge) auf 
     Vorjahresniveau: 119,6 Mio. EUR (9/12 von 2007: 119,0 Mio. EUR)
   - Überschuss zum Ablauf des 3. Quartals 2008 von 37,7 Mio. EUR 
     (41,4 Mio. EUR) 
   Immobilienfinanzierungsneugeschäftsvolumen: 2,8 Mrd. EUR (per 
   30.09.2007: 2,2 Mrd. EUR) 

In den vergangenen Wochen weitete sich die internationale Finanzkrise deutlich aus. Trotz dieser Marktturbulenzen konnte die Berlin Hyp zum Ablauf des dritten Quartals 2008 ein Betriebsergebnis vor Risikovorsorge von 119,6 Mio. EUR (9/12 von 2007: 119,0 Mio. EUR) ausweisen. Ausschlaggebend dafür waren ein nahezu unverändertes Zinsergebnis, ein erfreulicher Anstieg des Provisionsüberschusses sowie leicht rückläufige Verwaltungsaufwendungen. "Angesichts der Finanzkrise zeigt die Berlin Hyp mit einem Überschuss von 37,7 Mio. EUR (41,4 Mio. EUR) ein ordentliches Ergebnis", sagte Jan Bettink, Vorstandsvorsitzender der Bank, zum vorliegenden Quartalsabschluss. "Dank unserer Zugehörigkeit zur LBB-Gruppe befinden wir uns außerdem in einem leistungsstarken Unternehmensverbund." Die Berlin Hyp sei bislang vergleichsweise wenig betroffen, wobei sich die Rahmenbedingungen seit Ende des III. Quartals 2008 für alle Banken allerdings weiter deutlich verschlechtert hätten.

Ertragslage und Risikovorsorge

Der Zinsüberschuss hielt sich mit 166,8 Mio. EUR nahezu auf Vorjahresniveau (169,3 Mio. EUR). Der Provisionsüberschuss entwickelte sich aufgrund des in den ersten Monaten sehr regen Finanzierungsneugeschäfts sehr erfreulich und stieg auf 10,8 Mio. EUR (6,7 Mio. EUR). Die Verwaltungsaufwendungen sanken um 3,9 Prozent auf 57,0 Mio. EUR (59,3 Mio. EUR).

Das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge stellte sich auf 119,6 Mio. EUR (119,0 Mio. EUR). Aufgrund der konsequenten Risikopolitik der Bank ging die Kreditrisikovorsorge mit 35,3 Mio. EUR weiter zurück (44,8 Mio. EUR). Das schwierige Marktumfeld führte jedoch zu Kursabschlägen bei allen Assetklassen, so dass die Bank Belastungen aus der Bewertung von Wertpapieren hinnehmen musste, obwohl sie nicht in strukturierten Produkten investiert ist. Die Bewertungsaufwendungen für Wertpapiere der Liquiditätsreserve betrugen 36,3 Mio. EUR (16,4 Mio. EUR). Insgesamt umfasste der Risikovorsorgesaldo 71,6 Mio. EUR (61,2 Mio. EUR) und das Betriebsergebnis nach Risikovorsorge 48,0 Mio. EUR (57,8 Mio. EUR).

Nach Abzug der sonstigen Positionen von 0,1 Mio. EUR (0,1 Mio. EUR) und der Ertragsteuern von 10,2 Mio. EUR (16,3 Mio. EUR) beläuft sich das Zwischenergebnis der Bank auf 37,7 Mio. EUR (41,4 Mio. EUR).

Refinanzierungssituation

Bis Ende September 2008 platzierte die Bank Refinanzierungsmittel mit einem Gesamtvolumen von 6,6 Mrd. EUR und einer guten Konditionierung. Durch diese vorausschauenden Maßnahmen ist die Liquidität der Bank gesichert, jedoch sind seit Anfang Oktober 2008 die Möglichkeiten, Pfandbriefe zu emittieren, für alle Marktteilnehmer sehr deutlich eingeschränkt.

Volumenentwicklung und wichtige Kennziffern

Aufgrund der genannten bislang erfolgreichen Refinanzierungsaktivitäten stieg die Bilanzsumme auf 46,3 Mrd. EUR (31.12.2007: 41,2 Mrd. EUR). Dank der guten Neugeschäftsentwicklung verzeichnete die Bank außerdem einen erfreulichen Anstieg ihres Hypothekendarlehensbestandes auf 14,9 Mrd. EUR (31.12.2007: 14,2 Mrd. EUR). Die Kernkapitalquote lag am 30. September 2008 gemäß Solvabilitätsverordnung bei 6,1 Prozent und die Gesamtkennziffer bei 11,1 Prozent. Die Cost-Income-Ratio lag bei guten 32,3 Prozent (31.12.2007: 33,3 Prozent).

Immobilienfinanzierungsgeschäft

Gemeinsam mit der Landesbank Berlin führte die Berlin Hyp ihre Finanzierungsaktivitäten vor dem Hintergrund der rezessiven Marktbedingungen mit viel Augenmaß fort: Das Neugeschäftsvolumen betrug zum 30.09.2008 insgesamt 2,8 Mrd. EUR (per 30.09.2007: 2,2 Mrd. EUR). Seit Anfang Oktober 2008 wurden die Aktivitäten allerdings angesichts der erschwerten Refinanzierungsbedingungen deutlich heruntergefahren.

Ausblick

Die Folgen der Systemkrise des Finanzmarkts sind derzeit nicht abzusehen: Der Vertrauensverlust am Kapitalmarkt, das stark ausgeweitete Spreadniveau auch bei sehr guten Bonitäten und die schwierige Situation am Pfandbriefmarkt belasten die Kreditwirtschaft in einem bislang unbekannten Ausmaß. Die Bank erwartet, dass dadurch die Transaktionsvolumina am Immobilienmarkt in den kommenden Monaten weiter deutlich zurückgehen werden.

Durch die erfolgreichen Funding-Aktivitäten verfügt die Berlin Hyp über eine gesicherte Liquiditätsausstattung. Wenn sich der zurzeit stark eingeschränkte Pfandbriefmarkt öffnet, können die seit Anfang Oktober 2008 selektiv betriebenen Neugeschäftsaktivitäten wieder intensiviert werden. Darüber hinaus wird die Bank ihr konsequentes Risikomanagement zur Aufrechterhaltung der Qualität des Kreditportfolios fortsetzen. Im Wertpapiergeschäft hält die Berlin Hyp nur erste Adressen im Bestand, so dass nach wie vor davon auszugehen ist, dass die aktuellen Wertminderungen vorübergehender Natur sind.

Da das Ende der Finanzkrise jedoch noch immer nicht absehbar ist, geht die Bank aus heutiger Sicht von weiteren Belastungen des Wertpapierergebnisses aus. Die angespannten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden die Geschäftstätigkeit der Berlin Hyp zudem auch künftig beeinflussen. Es ist daher nicht möglich, eine seriöse Prognose für den weiteren Geschäftsverlauf abzugeben.

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