Caritas international

Deutsch-polnischer Konvoi: Caritas verteilt Hilfsgüter in Ostukraine

Freiburg (ots) - Auswärtiges Amt stellt 350.000 Euro für Vertriebenenhilfe bereit - Caritas: "Opfer dieses Krieges in Europa nicht vergessen"

Die Caritas und ihre lokalen Partner sind für die Verteilung von Hilfsgütern eines deutsch-polnischen Konvois für Opfer des Ukraine-Konflikts verantwortlich. Gemeinsam mit dem stellvertretenden polnischen Außenminister Konrad Pawlik besucht Christoph Strässer, der Beauftragte der Bundesregierung für Humanitäre Hilfe, am heutigen Dienstag das Land, in dem die Gefechte zuletzt wieder aufgeflammt sind.

"In der Ukraine befinden sich rund fünf Millionen Menschen in einer humanitären Notlage. Die Leidtragenden des Konflikts benötigen dringend unsere Hilfe und es ist unsere ethische Verantwortung zu handeln und das Leid der Betroffenen zu lindern", sagte Strässer in Kiew.

Der Leiter von Caritas international, Oliver Müller, zeigte sich erfreut über das Engagement: "Dass Deutschland und Polen die Menschen in der Ostukraine in diesen Tagen unterstützen, ist ein wunderbares Zeichen der Solidarität. Wir dürfen die Opfer dieses Krieges mitten in Europa nicht vergessen. Die Caritas Ukraine und ihre lokalen Partner werden dafür Sorge tragen, dass die Hilfsgüter dort verteilt werden, wo sie besonders gebraucht werden."

Die deutsch-polnische Hilfslieferung macht sich von Kiew aus auf den Weg in den Bezirk Saporischschja, um über 11.000 Menschen, die vom andauernden Konflikt besonders betroffen sind, mit lebenswichtigen Gütern zu versorgen. Dort wird die Caritas Ukraine zusammen mit lokalen Partnern sicherstellen, dass die Vertriebenen etwa mit Nahrungsmitteln und Hygiene-Artikeln versorgt werden.

Für die deutsch-polnische Hilfsinitiative stellt das Auswärtige Amt 350.000 Euro bereit. Sie zielt vor allem darauf ab, die besonders Bedürftigen, also Kinder, ältere und kranke Menschen mit dem Nötigsten auszustatten. Erst vor kurzem machte sich Außenminister Steinmeier selbst ein Bild von der Lage der Binnenflüchtlinge bei seinem Besuch in Dnipropetrowsk, wo etwa 90.000 Menschen Zuflucht gefunden haben.

In der Ukraine gelten nach Zahlen der Vereinten Nationen mehr als 1,3 Millionen Menschen als intern Vertriebene. Die Caritas Ukraine hat bisher mehr als 50.000 von ihnen mit ihren Hilfen erreicht.

Der Konvoi ist ein weiterer Teil der Nothilfemaßnahmen der Caritas Ukraine, die vom Auswärtigen Amt gefördert werden. Darüber hinaus stellte das Ministerium bereits 2,5 Millionen Euro für die Vertriebenenhilfe der Caritas in dem Land bereit. Auch auf russischer Seite, im Westen des Landes, ist die Caritas mit einem Hilfsprojekt für Flüchtlinge aktiv.

Für ihre Hilfsprogramme ruft Caritas international zu Spenden auf.

Spenden mit Stichwort "Nothilfe Ukraine" werden erbeten auf:

   - Caritas international, Freiburg, Spendenkonto 202 bei der Bank 
     für Sozialwirtschaft Karlsruhe BLZ 660 205 00, IBAN Nr.: 
     DE88660205000202020202, BIC: BFSWDE33KRL  oder online unter: 
  www.caritas-international.de 
   - Charity SMS: SMS mit CARITAS an die 8 11 90 senden (5 EUR zzgl. 
     üblicher SMS-Gebühr, davon gehen direkt an Caritas international
     4,83 EUR) 
   - Diakonie Katastrophenhilfe, Spendenkonto 502 502, BLZ 520 604 
     10, Evangelische Bank, IBAN DE68520604100000502502, BIC 
     GENODEF1EK1 oder online unter 
  www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/ 
   - Charity SMS: SMS mit NOT an die 8 11 90 senden (5 EUR zzgl. 
     üblicher SMS-Gebühr, davon gehen direkt an Diakonie 
     Katastrophenhilfe 4,83 EUR) 

Caritas international ist das Hilfswerk der deutschen Caritas und gehört zum weltweiten Netzwerk der Caritas mit 162 nationalen Mitgliedsverbänden.

Pressekontakt:

Deutscher Caritasverband, Caritas international,
Öffentlichkeitsarbeit, Karlstr. 40, 79104 Freiburg.
Telefon 0761 / 200-0. Michael Brücker (verantwortlich, Durchwahl
-293), Holger Vieth (Durchwahl -296)
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