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Klimawandel: Caritas fordert mehr Mittel für Katastrophenvorsorge / In Kopenhagen legt der internationale Verbund der Caritas-Organisationen ein Positionspapier zu Klimagerechtigkeit vor

Freiburg (ots) - Wenn bei der UN-Klimakonferenz in Kopenhagen keine umfangreiche und verbindliche Regelung zur Reduzierung der Treibhausgase erzielt wird, droht laut Caritas international in den kommenden Jahren ein weiterer Anstieg an Zahl und Ausmaß klimabedingter Katastrophen. "Jede Maßnahme, die im Klimaschutz unterlassen wird", sagt Oliver Müller, Leiter des Hilfswerks der deutschen Caritas, "kann mehr Katastrophen, mehr Opfer und damit mehr notwendige Katastrophenhilfe bedeuten".

In der weltweiten Not- und Katastrophenhilfe ist Caritas international immer häufiger mit Katastrophen konfrontiert, die durch extreme Wetterereignisse ausgelöst wurden. Allein in diesem Jahr erlebten viele Länder Ostafrikas verheerende Dürren, während weite Teile Westafrikas überflutet wurden. Auch in Indien und ganz Südasien kam es wieder zu folgenschweren Überschwemmungen. Zahlreiche heftige Wirbelstürme auf den Philippinen und in Südost- und Ostasien haben in diesem Herbst Tausende Todesopfer gefordert. Niemand kann zwar nachweisen, dass jedes dieser Ereignisse durch den Klimawandel ausgelöst wurde. Doch der Trend ist eindeutig: Seit den 1960er Jahren ist die Zahl der Opfer von "Naturkatastrophen", die immer häufiger von Menschen gemacht sind, um durchschnittlich 900 Prozent gestiegen. Dazu kommen die schleichenden Folgen des Wandels: Der Weltklimarat schätzt, dass bis 2020 die landwirtschaftlichen Erträge in vielen afrikanischen Ländern um mehr als 50 Prozent zurückgehen könnten. Inseln in Ozeanien und anderen Regionen sind durch den Anstieg des Meeresspiegels gar in ihrer Existenz bedroht.

"Um den Folgen des Klimawandels nicht gänzlich hilflos ausgesetzt zu sein," sagt Oliver Müller, "brauchen die Menschen in den besonders betroffenen Regionen dringend Hilfe, damit sie sich auf die veränderten Bedingungen einstellen können." In Kopenhagen drängt der internationale Verbund der Caritas-Organisationen daher nicht nur auf eine Reduzierung der Emission von Treibhausgasen, sondern auch auf finanzielle und logistische Transferleistungen an die besonders betroffenen Regionen, damit zumindest die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels abgefedert werden können.

Insgesamt 37 anwesende Caritas-Vertreter aus Bangladesch, Belgien, Chile, Dänemark, Deutschland, El Salvador, Ghana, Großbritannien, Honduras, Indien, Indonesien, Kambodscha, Kenia, Mexiko, Mosambik, Nauru, Norwegen, Sambia, Schweiz, Spanien, Südafrika, Uganda, USA sowie aus dem Vatikan werden in Kopenhagen einerseits zeigen, wie sich der Klimawandel in unterschiedlichen Ländern und Regionen auswirkt. Andererseits macht die weltweite Kooperation deutlich, wie Katastrophenhilfe und -vorsorge effektiv und sinnvoll geleistet werden kann. Das Ziel des gemeinsamen Auftretens in Kopenhagen ist es, Klimagerechtigkeit durchzusetzen.

Hinweis: Die Caritas-Vertreter aus der ganzen Welt stehen in Kopenhagen für Interviews und Hintergrundgespräche bereit. Unsere deutschsprachigen Mitarbeiter vermitteln Ihnen Ansprechpartner und Termine. Kontakt über 0761/200-515 (Achim Reinke)

Für ihre Projekte zur Katastrophenvorsorge ruft Caritas international zu Spenden auf.

Spenden mit Stichwort "Katastrophenhilfe" werden erbeten auf:

Caritas international, Freiburg, Spendenkonto 202 bei der Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe BLZ 660 205 00 oder online unter: www.caritas-international.de

Diakonie Katastrophenhilfe, Stuttgart, Spendenkonto 502 707 bei der Postbank Stuttgart BLZ 600 100 70 oder online www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

Caritas international ist das Hilfswerk der deutschen Caritas und gehört zum weltweiten Netzwerk der Caritas mit 162 nationalen Mitgliedsverbänden.

Pressekontakt:

0761/200-515 (Achim Reinke, Pressereferent Caritas international) 
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