Klares Signal für CO2-freie Kohlekraftwerke
Berlin (ots) -
- Bundesregierung stellt Weichen für Energie- und Klimaprogramm
Bei ihrer Kabinettsklausur am 23. und 24. August 2007 in Meseberg hat sich die Bundesregierung für die Weiterentwicklung von CO2-freien Kraftwerken ausgesprochen. Die Ergebnisse der Klausurtagung begrüßte das Informationszentrum klimafreundliches Kohlekraftwerk (IZ Klima) heute in Berlin. "Die von der Bundesregierung beschlossenen Ziele und Maßnahmen sind ein klares und zukunftsträchtiges Signal für die weitere Entwicklung und den Ausbau effizienter und klimafreundlicher Kraftwerkstechnologien in Deutschland", erklärte Klaus von Trotha, Vorstandsvorsitzender des IZ Klima.
"Insbesondere das Bekenntnis zur zügigen Ausgestaltung eines entsprechenden Rechtsrahmens auf europäischer und nationaler Ebene sowie zur Unterstützung von ersten Demonstrationskraftwerken und CO2-Speicherprojekten ist ein wichtiger Schritt, um die nötige Planungssicherheit für Investitionen und weitere Entwicklungsanstrengungen der involvierten Unternehmen zu schaffen", sagte von Trotha weiter. Hier sieht das IZ Klima große Entwicklungsmöglichkeiten: Im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung des Energiemixes und vor dem Hintergrund der ambitionierten Klimaschutzziele von Bundesregierung und Europäischer Union werden effiziente Kraftwerke mit hohen Wirkungsgraden und der Möglichkeit zur CO2-Abscheidung in Deutschland und Europa zukünftig eine zentrale Rolle spielen. Bei diesen Kraftwerken kann das entstehende CO2 zu über 90 Prozent abgetrennt und in geologischen Formationen gespeichert werden.
Die Europäische Kommission hat einen CCS-Richtlinienentwurf für November 2007 angekündigt. Das IZ Klima unterstützt die gestalterische Rolle der Bundesregierung auf europäischer Ebene. Gemeinsam mit seinem Beirat wird sich das IZ Klima in den kommenden Monaten an den anstehenden Fachdiskussionen zu einem verbindlichen europäischen Rechtsrahmen und zur parallelen Vorbereitung der nationalen Rechtssetzung beteiligen. Dem Beirat des IZ Klima gehören neben dem Bundesministerium für Bildung und Forschung, dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie auch Vertreter des GeoForschungsZentrums Potsdam, des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung sowie des Instituts für Energietechnik der Technischen Universität Hamburg-Harburg an.
Im Zusammenhang mit der von der Bundesregierung angekündigten Erarbeitung eines Nachrüstungsstandards zur CO2-Abscheidung bei Kraftwerksneubauten ("Capture ready") wies von Trotha darauf hin, dass angesichts der laufenden Entwicklungsarbeiten an verschiedenen Technologien zu diesem frühen Zeitpunkt keine Festlegung auf eine bestimmte CO2-Abscheidungstechnologie erfolgen sollte. "Den Erfolg einzelner Technologiearten wird letztlich der Markt bestimmen. Die Definition eines 'Capture ready'-Standards kann zum heutigen Zeitpunkt allein die grundsätzlichen Rahmenbedingungen einer Nachrüstbarkeit von Kraftwerksneubauten umfassen, nicht jedoch eine konkrete Technologie vorschreiben", sagte von Trotha. Dies muss die unternehmerische Entscheidung der betroffenen Kraftwerksbetreiber bleiben.
Über das IZ Klima:
Das Informationszentrum klimafreundliches Kohlekraftwerk e.V. i.G. (IZ Klima) ist Dialogpartner für alle Fragen rund um das CO2-freie Kraftwerk, bei dem das anfallende CO2 nahezu vollständig abgeschieden und anschließend gespeichert werden kann. Ziel des gemeinnützigen Vereins mit Sitz in Berlin ist die Verbreitung von Informationen über Abscheidung, Transport und Speicherung von CO2 sowie die Reduzierung des umweltschädlichen Klimagases durch die Förderung eines ökologisch-innovativen und effizienten Umgangs mit den natürlichen Ressourcen im industriellen Kontext. Das IZ Klima ist eine gemeinsame Kommunikationsplattform, die von Alstom Power, EnBW, E.ON, Hitachi Power Europe, RWE Power, Siemens Power Generation und Vattenfall Europe gegründet wurde. Mehr Informationen unter www.iz-klima.de.
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