W&V Werben & Verkaufen

w&v: "Bedeutung der Werbung nimmt zu"

    München (ots) - Die Chefs der fünf Trendsetter unter den
Werbeagenturen sehen die Bedeutung ihrer Branche weiterhin wachsen.
Mit Sparmaßnahmen wollen sie trotz des Stimmungswechsels vom Boomjahr
2000 ins schwere Jahr 2001 nicht übertreiben: "Wir werden die
Mitarbeiter schon sehr bald wieder brauchen", prophezeit
BBDO-Agenturchef Rainer Zimmermann im Interview mit w&v - werben und
verkaufen.
    
    Die Chefs fünf wichtiger deutscher Werbeagenturen des Jahres 2001
diskutieren in der aktuellen Ausgabe des führenden deutschen
Marketingmagazins über Gegenwart und Zukunft ihrer Branche. Sie
zeigen sich insgesamt optimistisch: "Die Bedeutung dessen, was wir
Werber machen, nimmt zu", meint Sebastian Turner,
Vorstandsvorsitzender der Agentur Scholz & Friends und Präsident des
Art Directors Club von Deutschland (ADC).
    
    Auch Holger Jung, Mitbegründer der Agentur Jung von Matt, sieht im
Kern "keinen Grund, der Zukunft wankelmütig gegenüber zu stehen."
Denn: "Das Entscheidende heutzutage ist der Markenwert, die
Unternehmen wissen das sehr genau." Werbeagenturen seien "die, die
sich am längsten und professionellsten mit Marken auseinandergesetzt
haben."
    
    Zur Werbung für politische Parteien gibt es unter den
Top-5-Werbern unterschiedliche Auffassungen. Eine Partei als Kunde
sei "für die Werbefirma vor allem sehr prestigeträchtig und
öffentlichkeitswirksam", denkt Axel Prey, Geschäftsführer von Rempen
& Partner München. Sein Kollege Hubertus von Lobenstein, Chef von
Saatchi & Saatchi, sieht als Problem der Parteiwerbung, "dass in
Parteien Gremien entscheiden, wo jeder seine Interessen durchsetzen
will." Die "Kampa" der SPD zur Bundestagswahl 1998 sei dagegen ein
positives Vorbild.
    
    Lobenstein hat bereits klare Erwartungen, wie die Wahlwerbung zur
Bundestagswahl 2002 aussieht: Eine Kanzlerkandidatin Angela Merkel
werde als "ungeheuer wirtschaftskompetent" dargestellt, während
Gerhard Schröder eher "emotionalisieren und von Wirtschaftsthemen
ablenken" werde.
    
    Einig sind sich die Werber darüber, dass sich die Agenturen
künftig mehr auf Europa ausrichten. "Die Agentur der Zukunft müsste
in ihrer Gesellschafter-, Mitarbeiter- und Kundenstruktur europäisch
sein", sagt BBDO-Chef Zimmermann. "Solche Agenturen werden sich
jetzt, spätestens mit dem Euroland, entwickeln."
    
    Auch die Imagepflege und das Lobbying der Branche verschiebe sich
auf die europäische Ebene, meint Sebastian Turner von Scholz &
Friends. Das sei auch notwendig: "Wir müssen deutlicher machen, dass
Werbegesetze oft nur Ablenkungsmanöver sind, wie etwa bei der Pharma-
und Tabak-Werbebeschränkung."
    
ots Originaltext: w&v werben und verkaufen
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

Weitere Informationen zu diesem Thema: chefredaktion@wuv.de

Original-Content von: W&V Werben & Verkaufen, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: W&V Werben & Verkaufen

Das könnte Sie auch interessieren: