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w&v: Fernsehwerbung soll sich durch Digital-TV stark verändern

München (ots) - Fernsehwerbung wird sich in den nächsten Jahren zu einer interaktiven Spielwiese entwickeln. Was in England mittlerweile zum Fernsehalltag gehört, wird in Deutschland spätestens 2010 Realität: Digitales Fernsehen, das den Zuschauern ermöglicht, ins Programm einzugreifen. Dann nämlich sollen nach einem Beschluss der Bundesregierung alle 18 Millionen Kabelhaushalte auf den digitalen Empfang umgestellt sein. Das berichtet das führende deutsche Marketingmagazin w&v - werben und verkaufen in seiner aktuellen Ausgabe. "Will Fernsehen auch in Zukunft als Massenmedium erfolgreich sein, muss es sich an die sich wandelnden Nutzungsmotive des Zuschauers anpassen", sagt der Trendforscher Peter Wippermann. Der Zuschauer wolle sich stärker identifizieren und mehr Einfluss auf den Inhalt nehmen, das gelte auch für die Werbung. Englische Fernsehzuschauer sind in der Fernsehzukunft längst angekommen. Per Fernbedienung können sie sich, während ein Werbespot läuft, in ein Gewinnspiel einwählen oder nach weiterführenden Informationen suchen. Die Reaktionen auf die neuen Nutzungsmöglichkeiten waren in England im Rahmen eines Feldversuches, der im März des vergangenen Jahres startete, sehr positiv: Während bei konventionellen Anrufsendungen nur einer von 2000 Zuschauern sich für einem Anruf entscheidet, hat bei einem interaktiven Spot des Mobilfunkanbieters Virgin jeder Hundertste per Fernbedienung reagiert. Mehr als 30.000 Zuschauer hatten einen erhöhten Informationsbedarf und fast 25.000 Seher forderten eine Broschüre an. In England allerdings ist die Entwicklung des digitalen Fernsehens wesentlich weiter fortgeschritten als in Deutschland. Noch ist die Kabellandschaft hierzulande eine Baustelle, an der nur langsam gearbeitet wird. Größter Unsicherheitsfaktor ist derzeit der amerikanische Kabelkonzern Liberty Media. Dessen Chef John Malone will bis Ende 2002 digitales Fernsehen in alle Haushalte bringen. Die Entscheidung der Kartellbehörde steht noch aus, Malone hat für den Fall zu hoher Auflagen angekündigt, sich aus dem Digital-TV zurückzuziehen. Der Durchbruch des digitalen Fernsehens wäre weiter verschoben. ots Originaltext: w&v Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Weitere Informationen zu diesem Thema: chefredaktion@wuv.de Original-Content von: W&V Werben & Verkaufen, übermittelt durch news aktuell

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