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w&v: Sponsoren ziehen sich aus Formel 1 zurück

    München (ots) - Immer mehr Sponsoren wollen ihr Engagement in der
Formel 1 zurückfahren oder sogar ganz aussteigen. Der Chip-Hersteller
Infineon bestätigte entsprechende Pläne gegenüber dem führenden
deutschen Marketingmagazin w&v - werben und verkaufen. Meldungen,
wonach sich auch Lucent und Siemens Mobile aus der Formel 1
zurückziehen wollten, wurden von den beiden Unternehmen nicht
bestätigt.
    
    "Wir prüfen, wo wir kürzer treten können, ohne dass unser Image
darunter leidet", heißt es beim Chip-Hersteller Infineon. Die
Münchner sind Sponsor des Jordan-Teams in der Formel 1 und des
Porsche-Supercup. Ein Ausstieg aus der Formel 1 sei derzeit zwar
nicht geplant. "Wir überlegen aber, wie es um die Werbewirksamkeit
nach dem Rauswurf von Heinz-Harald Frentzen bei Jordan bestellt ist",
sagt eine Infineon-Sprecherin.
    
    Wie die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" berichtet hatte,
wollen angeblich auch die Firmen Lucent (Jordan-Sponsor) sowie
Siemens Mobile (unter anderem McLaren-Mercedes) "lieber heute als
morgen" aus ihren Verträgen aussteigen. Eine Sprecherin im deutschen
Hauptsitz von Lucent wollte die Meldung nicht bestätigen. Siemens
Mobile dementierte den Bericht und bezeichnete ihn als "Humbug".
    
    Unterdessen hat sich neben dem VW-Betriebsrat auch ein
Automobil-Experte ablehnend zum Formel 1 - Einstieg von VW geäußert.
"Kurzarbeit auf der einen Seite und der Einstieg in die Formel 1 auf
der anderen passen nicht zusammen", sagte Willi Diez, Professor am
Institut für Automobiltechnik Geislingen, in einem Interview mit
werben&verkaufen.
    
    "VW drängt mit aller Macht ins Premium-Segment, statt seine
Kernwerte Qualität, Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit zu
stärken", so Diez in w&v. Zwar könne das VW-Image von der Formel 1
profitieren, "aber nur, wenn man an der Spitze mitfährt. Dafür
braucht man aber viel Geld. Und das sehe ich nicht."
    
    
ots Originaltext: w&v
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