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w&v: Medienpsychologe lobt USA-Berichterstattung

München (ots) - Die deutschen Medien haben Anerkennung für ihre Berichte über den Terror in den USA erhalten. "Alle Medien haben würdig und angemessen berichtet", sagte der Medienpsychologe Jo Groebel dem Magazin w&v - werben & verkaufen. Das führende deutsche Marketingmagazin analysiert in seiner aktuellen Ausgabe die Berichterstattung der Medien über das Geschehen in Amerika. Groebel verteidigt dabei auch die häufige Wiederholung der Schreckensszenen aus New York: "Das war ein Ausdruck von Fassungslosigkeit. Man fasst etwas nicht und muss es sich immer wieder vor Augen halten." Für die Berichterstattung über das Unglück änderten fast alle Fernsehsender ihr Programm und berichteten am Dienstag und Mittwoch ununterbrochen live. Am Mittwoch waren viele Zeitungen ausverkauft. "Stern", "Bunte" und "Max" kamen mit Sonderausgaben auf den Markt, "Zeit", "Focus" und "Spiegel" erschienen früher als gewohnt. Auch in dieser Woche erschienen "Stern" und "Zeit" früher: statt am Donnerstag bereits am Montag. Die großen Fernsehsender begannen sofort nach den Anschlägen damit, unpassende Filme oder Serien-Episoden aus dem Programm zu nehmen. Pro Sieben kippte beispielsweise den Schocker "Godzilla", der Mitte Oktober gesendet werden sollte. "Wir halten die Streichung des Films für die einzig angemessen Entscheidung", sagte ProSieben-Geschäftsführer Nicolas Paalzow zu w&v. Viele private Sender verzichteten einen Tag lang auf die Ausstrahlung von Werbespots und damit auf Werbegelder im zweistelligen Millionenbereich. Ins Mark getroffen haben die Attentäter die großen Hollywood-Studios. So wurde der Start des Schwarzenegger-Films "Collateral Damage" und der Disney-Komödie "Big Trouble" verschoben. Bisher habe Hollywood stets versucht, seine Plots und Actionszenen härter und härter zu gestalten, meint Medienpsychologe Jo Groebel,. "Nach diesem Ereignis ist aber keine weitere Steigerung möglich. Ich glaube, Hollywood wird sich von der Action abwenden." Schwere Zeiten hat die deutsche Werbewirtschaft vor sich. Unternehmen wie Coca Cola, Telegate, Schöller und Gruner + Jahr zogen unmittelbar nach dem Unglück einzelne Kampagnen oder sogar ihre ganze TV-Werbung zurück. Die langfristigen Einnahmeausfälle durch die Stornierung von Werbekampagnen sind noch nicht absehbar. Medienpsychologe Groebel geht davon aus, dass sich die Werbung nun auch inhaltlich verändern wird: "Tendenziell werden wir von der lärmenden, marktschreierischen Werbung weggehen." ots Originaltext: w&v Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de Weitere Informationen zu diesem und anderen Themen erhalten Sie bei der w&v-Redaktion. Faxen Sie Ihre Wünsche an 0 89 / 5 48 52 ( 1 40 oder schicken Sie einfach eine E-Mail an chefredaktion@wuv.de. Original-Content von: W&V Werben & Verkaufen, übermittelt durch news aktuell

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