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w&v: RTL-Chefredakteur Hans Mahr kritisiert ARD

    München (ots) - Der RTL-Chefredakteur Hans Mahr hat die ARD für
ihre Verhandlungspolitik beim Kampf um die Wintersportrechte
kritisiert. Es habe keine Bereitschaft bei der ARD gegeben, sich vor
den Verhandlungen mit dem Deutschen Skiverband (DSV) abzusprechen,
sagte Mahr dem führenden deutschen Marketingmagazin w&v - werben und
verkaufen in seiner aktuellen Ausgabe. "Aber bitte", so Mahr im
Exklusiv-Interview mit w&v, "dann wird auch einiges andere für die
ARD teurer werden."
    
    RTL zahlt für die Übertragungsrechte in den kommenden fünf Jahren
140 Millionen Mark. Der Vertrag, den RTL davor mit dem DSV für die
Übertragung des Skispringens abgeschlossen hatte, war mit 48
Millionen für drei Jahre dotiert. Verantwortlich für die
Preissteigerung sei die ARD gewesen, die in den Verhandlungspoker
eingestiegen war. Mahr, der sich im Vorfeld der Verhandlungen mit ARD
und ZDF über eine Aufteilung der Übertragungsrechte einigen wollte,
sagte, es sei absurd von der ARD, den Preis hochzutreiben, nur um RTL
das Leben schwer zu machen.
    
    Im w&v-Gespräch ging Mahr auch auf die Champions League ein, für
die die Übertragungsrechte neu ausgeschrieben wurden. Mahr forderte
die UEFA auf, mit der Champions League wieder zu den Anfängen
zurückzukehren. "Sie muss spannender werden. Man hat ja gesehen, ab
dem Viertelfinale, wo es um Sein oder Nichtsein geht, waren die
Zuschauer wieder da."
    
    Ob sich RTL wieder um die Übertragungsrechte bemühen wird, ließ
Mahr offen. Es könne nicht sein, so Mahr, dass RTL 50 Prozent weniger
Spiele bekomme und dafür dasselbe bezahlen solle. "Da glaube ich
nicht, dass es in Deutschland einen geben wird, der zu diesen
Bedingungen einsteigt." Bleibe die UEFA bei ihrer Preispolitik,
würden die Sender bei der Qualität irgendwann einmal sparen. "Und das
wird dem Fußball schaden."
    
    
ots Originaltext: w&v
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