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W&v: Wissen im Internet ist noch immer ein Verlustgeschäft

    München (ots) - Die Wissensportale im Internet können den
Quiz-Boom im Fernsehen derzeit nur bedingt für sich nutzen. Bei den
drei bekanntesten Angeboten im Netz, Xipolis.net, Wissen.de und
Encarta.msn.de, stehen hohe Investitionen noch immer geringen
Einkünften gegenüber. Das berichtet das führende deutsche
Marketingmagazin w&v werben und verkaufen in seiner aktuellen
Ausgabe.
    
    Gestartet sind die Portale mit ehrgeizigen Zielen.
Xipolis-Geschäftsführer Michael Munz beispielsweise, dessen Seite im
März 2000 online ging, erwartete bis Ende vergangenen Jahres fünf
Millionen Page-Impressions im Monat und 40 000 regelmäßige User. Munz
musste seine Ziele inzwischen nach unten korrigieren. Im Moment
verzeichnet der Dienst 3,4 Millionen Page-Impressions und 20 000
registrierte Mitglieder. "Mag sein, dass wir anfangs zu ehrgeizige
Ziele hatten", räumt Munz ein.
    
    Bislang fehlen den drei Konkurrenten vernünftige Erlösmodelle im
Internet. Microsoft bietet auf seiner Seite Encarta.msn.de derzeit
knapp 17 000 Begriffe und damit 40 Prozent der CD-ROM-Inhalte
kostenlos im Internet an. In zwei bis drei Jahren sollen sämtliche
Inhalte nur noch online abrufbar sein. Darüber hinaus sollen einige
der Angebote über Werbebanner und andere Kooperationen, zum Beispiel
mit Reiseveranstaltern, refinanziert werden. Auch Wissen.de arbeitet
derzeit an einem Relaunch, der im Herbst ins Netz gehen soll.
    
    Noch gibt es allerdings wenig Anhaltspunkte, wieviel die Ware
Wissen hergibt. Analysten haben den Wissensportalen bis Ende diesen
Jahres einen weltweiten Gesamtumsatz von 14 Milliarden Mark
prognostiziert. Die Branche dagegen ist eher skeptisch. "Ich sehe
wenig echte wirtschaftliche Chancen für Wissensportale", sagt Arnoud
de Kemp, Sprecher des Arbeitskreises Elektronisches Publizieren im
Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Frankfurt/Main.
    
    
ots Originaltext: w&v werben und verkaufen
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