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w&v: Werbeausgaben im ersten Halbjahr 2001 um 600 Millionen Mark geschrumpft

    München (ots) - Die Wirtschaft hat im ersten Halbjahr 2001 in
Deutschland rund 600 Millionen Mark weniger für Werbung ausgegeben
als im Vorjahreszeitraum. Nach den  Zahlen von ACNielsen
Werbeforschung sanken die Brutto-Werbeausgaben in klassischen Medien
um 3,5 Prozent auf 16,9 Milliarden Mark. Am kräftigsten setzen
Telekommunikations-Unternehmen und Finanzdienstleister den Rotstift
an: Sie kappten ihre Budgets jeweils um rund 38 Prozent, berichtet
das führende deutsche Marketing-Magazin w&v - werben und verkaufen in
seiner aktuellen Ausgabe.
    
    Entgegen dem allgemeinen Trend gaben zwei Wirtschaftsbereiche
deutlich mehr Geld für Werbung aus: Die Spezialversender und
Versicherungsunternehmen erhöhten ihre Etats um insgesamt 32,5 bzw.
19 Prozent. Von allen Wirtschaftsbranchen gaben die Massenmedien mit
zusammen 1,6 Milliarden Mark am meisten Geld für Werbung aus, gefolgt
von Automobil und Handel. "Im Vergleich zu anderen großen Ländern
Europas ist Deutschland das einzige Land, in dem die
Werbe-Investitionen tatsächlich zurückgehen", sagte der
Geschäftsführer der ACNielsen Werbeforschung, Ludger Vornhusen. Die
Experten von ACNielsen glauben aber nicht, dass sich die Entwicklung
langfristig fortsetzen werde. "Der Werbemarkt wird spätestens 2002
wieder Wachstumsraten verzeichnen", meint Vornhusen. Unter günstigen
Voraussetzungen könnte das schon im vierten Quartal 2001 der Fall
sein.
    
    Auf diese Lichtblicke hoffen besonders die Medien, die teils
erhebliche Einbußen bei den Werbeeinnahmen verzeichnen mussten.
Fachzeitschriften büßten im ersten Halbjahr 2001 im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum 11,7 Prozent ihrer Einnahmen ein, Tageszeitungen
8,3 Prozent und der Hörfunk 5,9 Prozent. Bei den Fernsehsendern lagen
die Einbußen bei 1,6 Prozent. Lediglich Plakate konnten leicht um 2,8
Prozent zulegen. Der Geschäftsführer des Verbandes Deutscher
Zeitschriftenverleger (VDZ), Holger Busch, sieht aber einen
"Hoffnungsschimmer". Er erwartet von der Einführung des Euro, der
Werbung für die Riester-Rente sowie vom Fall des Rabattgesetzes neue
Impulse für die Branche.
    
    
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